Dienstag, 24. April 2012

[Rezension] Ich bin der Herr deiner Angst

von Stephan M. Rother
"Die Kommissare der Hamburger Mordkommission, Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs, werden zu einem erschreckenden Tatort im Rotlichtviertel gerufen. Das Opfer: Ein Kollege. Und es wird nicht der einzige Tote bleiben. Die Ermittlungen scheinen ins Nichts zu verlaufen. Für die Kommissare beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner und vor allem gegen die innersten Dämonen: die eigene Angst."


Inhalt:
Jörg Albrecht und Hannah Friedrich stehen unter Schock als sie ihren Kollegen übel zugerichtet in einem Club im Rotlicht-Milieu vorfinden. Er ist Tod und eine solche Leiche kommt auch den Kommissaren der Kripo nur selten zu Gesicht.
Der Schock ist groß, doch schon bald darauf verschwindet eine weitere Kollegin und auch hier dauert es nicht lange bis ihre Leiche gefunden wird.
Und dies wird nicht die letzte Leiche gewesen sein, eine Suche nach dem Täter und der Wahrheit beginnt und endet damit sich seinen eigenen Ängsten zu stellen..

Cover:
Das Cover gefällt mir recht gut, auch wenn es recht Schlicht gehalten ist und nur der Schriftzug vorhanden ist. Durch den verschwommen Rand kann man sich schon alles mögliche zurechtreimen und Spekulationen über dieses Buch treten hervor.
Am Ende brauch man den genauen Blick um zu erkennen was vor sich geht, das verdeutlicht es meiner Meinung nach ganz gut.

Meinung:
Die Geschichte hat mich von Anfang an neugierig gemacht und das hält auch beim lesen stetig an. Weitere Morde heben die Spannung noch einmal enorm an und man wird immer begieriger darauf zu erfahren, wer? und wieso?
Diese Fragen beantwortet einem der Autor allerdings erst zum Schluss und man selbst tappt bis dahin vollkommen in Dunkeln.
Das Ende sowohl der Täter als auch das Tatmotiv kamen so überraschend, dass ich damit nie im Leben gerechnet hätte.
Zwischendurch versucht der Autor einem auf die falsche Fährte zu führen, aber das auf so eine offensichtliche Art und Weise weshalb man es sofort ausschließt.. Beabsichtigt oder nicht, sei man dahin gestellt.
Aber da das Ende absolut nicht vorhersehbar war, nehme ich das nicht als Kritikpunkt. :)
Dem Autor ist es wunderbar gelungen, den Täter in die Geschichte miteinzubeziehen, man vertraut der Person weshalb es einfach schockierend ist die Wahrheit zu erfahren und ich war sogar ein wenig traurig über diese Wendung, einfach weil die Person mir sehr sympathisch war.
Die Taten waren teilweise sehr grausam, wenn hier Gott sei Dank nicht zu sehr ins Detail gegangen.



Mir hat gut gefallen, dass das Buch im Perspektivwechsel geschrieben wurde. Die Ich-Form wurde aus Friedrichs Sicht erzählt. Aber auch der Täter und Albrecht hatten ihre eigene Sichtweise die allerdings in 3 Person erzählt wurde.
Am Anfang fand ich das ziemlich verwirrend, aber sobald man sich eingelesen hat ist das ziemlich interessant und einfach mal neu.
Die Perspektive vom Täter hat mir am besten gefallen, einfach weil sie sehr mysteriös gehalten wurde und es keinen Hinweis auf die Person gab. Aber die Gedanken waren einfach interessant wenn auch sehr irre. ;)
Generell hebt sich das Buch von anderen Thrillern ab in dem es sehr philosophisch daher kommt, das verleiht dem Buch ein gewisses etwas und lässt es sehr intelligent wirken. Und das ist dieses Buch auch, hier geht es viel um die Psyche der Menschen und um die Angst, sehr interessant.

Für mich eine spannende und unterhaltsame Geschichte bei der man mit zum Ende mitfiebert und mitzittert und einfach nicht von dem Buch loskommt.

Super Buch.
Weitere Informationen:

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: rororo 
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499258692
  • ISBN-13: 978-3499258695

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch auch sehr spannend, hat von mir auch vier fünf Punkten bekommen. :)
    Mit dem Ende hätte ich gar nicht gerechnet. ^^

    LG Jessica

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  2. Ich fand das Buch auch sehr sehr spannend und konnte es nicht aus der Hand legen. Das Ende war in der Tat unerwartet.

    Vielen Bloggern hat es aber auch nicht so gefallen, so weit wie ich das auf anderen Blogs gelesen habe.

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  3. Hab auch schon negative Kritik gehört, kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber Geschmäcker sind wohl einfach verschieden.

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  4. Danke für die Rezension, hört sich danach an, als ob es mir gefallen könnte, besonders dass auch aus Sicht des Täters erzählt wird finde ich spannend!

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