Samstag, 14. April 2012

[Rezension] Mythos Academy | - Frostkuss

von Jennifer Estep
 "Mein Name ist Gwen Frost. Sobald ich einen Menschen berühre, sehe ich seine Erinnerungen und seine Vergangenheit vor mir - alles, was er erlebt oder gefühlt hat. Ich kenne seine geheimsten Wünsche und Sehnsüchte...
Doch diese Gave ist ein Fluch. Wenn der Junge, den ich küsse, an eine andere denkt. Oder wenn ein Mädchen er mordet wurde, und ich die Einzige bin die ihren Mörder kennt..." 

Inhalt:
Gwen ist ein Gypsie, sie beherrscht die Fähigkeit der Psychmetrie, heißt wenn sie einen Menschen berührt sieht sie quasi sein ganzes Leben, kennt seine geheimsten Gedanken und Gefühle und auch bei Gegenstände blitzen immer wieder Visionen auf.
Diese Fähigkeit verdank sie ihren Schulwechsel auf die Mythos Academy, die sie nach dem Tod ihrr geliebten Mutter besucht.
Auf der Mythos Academy ist sie eine Außenseiterin, alle nennen sie nur Gypsiemädchen und gehen ihr größtenteils aus dem Weg. Denn sie stammt nicht wie die anderen Schüler von Wallküren, Spantaner oder gar Wikinger ab und das macht sie in deren Augen zu einen Niemand.
Gwen gefällt ihr neues Heim gar nicht, zu mal sie den Mythen keinen glauben schenkt und nicht versteht wieso sie dort ist.
Als dann eine Mitschülerin stirbt, packt sie die Neugierde und sie versucht den Mord aufzuklären, doch ganz ohne Hilfe geht das nicht und so findet Gwen auf der Suche nach der Wahrheit verbündete, Freunde, doch die Gefahr lauert auf dem Campusplatz und sie hat es auf Gwen abgesehen...

Cover:
Erst mal das Cover ist wunderschön, vor allem die Augen des Mädchens, und passt total zum Titel, aber ich finde, dass sowohl das Cover als auch der Titel einen ein wenig in die irre führen. Wenn ich Titel und Cover betrachte dann stelle ich mich auf ein Buch ein, das eisig ist im wahrsten Sinne des Wortes. Ich erwarte Schnee, Kälte und eisige Magie. Doch das erwartet einem hier nicht weshalb ich Titel und Cover einfach unpassend finde, so schön sie auch sein mögen. Klar Gwens Nachname ist Frost, aber das Cover deswegen darauf einzustimmen? Meiner Meinung nach eine eher schlechte Idee..

Meinung zur Geschichte: 
Die Grundidee fand ich wirklich klasse, weshalb ich das Buch auch unbedingt lesen wollte. Zwischen all den Fantasy Büchern die sich mit allen möglichen Wesen befassen, ist es hier doch mal was ganz neues und da ich die verschiedensten Mythologien schon immer interessant fand und gerne darüber gelesen habe, war das Thema für mich perfekt.
Leider braucht die Geschichte ziemlich lange um in fahrt zukommen, weshalb ich bei der ersten Hälfte des Buches zielich schleppen voran kam, weil meiner Meinung nach nichts passiert ist und die Geschichte ein wenig auf der Stelle lief. Als der Mord geschah hatte ich Hoffnung auf Spannung doch nach dem die Leiche weggebracht wurde, tauchte auch die Spannung wieder ab. Für mich war die erste hälfte des Buches ziemlich schwach.
Doch das ändert sich dann ab ca. Seite 200 bei der ich das Buch schon nicht mehr aus der Hand legen konnte, es kam mir vor als sei die Autorin nun erst richtig in der Geschichte drinnen und wusste wo sie hin will.
Und auch wenn die Aufklärung was dem Mord betrifft ziemlich vorhersehbar war, blieb die Spannung aufrecht und es kamen sogar noch ein paar kleine Überraschungen ans Tageslicht, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.
Eine erste hälfte die mich ein wenig gequält hat und eine zweite hälfte die mich hellauf begeistert hat.
Da die zweite Hälfte so stark war bin ich sehr auf den zweiten Band gespannt und hoffe, dass dieser dann durchgehend überzeugt. :)

Charaktere: 
Gwen Frost ist ein sehr liebenswertes Mädchen und ich mochte sie sehr gerne, wenn ich auch stellenweise meine Probleme mit ihr hatte.
Nach dem Tod ihrer Mutter, für den sie sich schuldig fühlt, bestraft sie sich selbst in dem sie keinen Spaß mehr zulässt und sich komplett isoliiert, einzig ihre Grandma lässt sie an sich ran und sie ist es auch der ihr jede menge halt gibt.
Die Schuldgefühle plagen sie sehr, ich hätte mir bei den Beschreibungen ihrer Gefühle aber mehr Emotionen gewünscht und was mich auch gestört hat, dass wenn sie über ihre Schuldgefühle nachgedacht hat war, dass sie quasi immer nur das gleiche dachte und irgendwann hat mich das dann genervt.
Zugegeben die Schüler der Mythos Academy machen es ihr auch nicht allzu einfach.. Gwen ist eine einser Schülerin und betont dies am Anfang auch gerne mal, durch ihre Art wie sie denkt wirkt sie auf mich allerdings nicht übermäßig intelligent eher durchschnittlich, weshalb ich ihr den Eisnerschnitt nicht abkaufen konnte und es mich genervt hat, dass sie dies immer wieder betont..
Generell hat sie in ihren Gedanken immer viel wiederholt und das sind dann auch die besagten Schwierigkeiten die ich mit ihr hatte. ;)
Ansonsten ist sie ein mutiges und starkes Mädchen, dass sich dessen noch bewusst werden muss und man mag sie einfach. :)

Daphne erscheint auf den ersten Blick wie ein oberflächliches Prinzesschen. Wahrscheinlich war sie es auch bis sie erkennt, dass Oberflächlichkeit einem nicht glücklich macht und es einen schon gar nicht glücklich macht so zu sein wie andere einen haben wollen und zu viel darauf gibt was andere von einem denken.
Das lernt sie durch Gwen, bei der sie zum ersten Mal das Gefühl bekommt, dass sie so wie sie wirklich ist gut ist und das es egal ist was andere über seine Taten sagen, so lange du sie gutheißt - wen wundert es da. dass die beiden Freundinnen werden?
Schön fand ich hier, dass sich diese Freundschaft wirklich über die Zeit entwickelt hat und sie nicht auf einmal urplötzlich Freundinnen waren. Das macht sie sehr authentisch. :)
Daphne war für mich ein toller Charakter mit einer tollen Entwicklung, ich wünschte nur sie wäre noch häufiger auf der Bildfläche erschienen.

Logan Quinn ist ein Spataner und dafür bekannt durch die Betten der Mädchen zu hüpfen. Er ist sehr geheimnisvoll und gibt nicht viel von sich Preis, das mach ihn interessant und ich bin gespannt wann man die Chance bekommt ein wenig mehr hinter seine Fassade zu blicken.
Natürlich bahnt sich zwischen ihm und Gwen etwas an, auch wenn ihnen immer wieder kleine Steinchen in den weggelegt werden und sie sich immer wieder voneinander entfernen, rettet Logan ihr immer wieder das Leben und zeigt ihr so, dass sie ihm was bedeutet.
Die beiden sind sehr süß zusammen und man merkt, dass auch bei Logan eine Unsicherheit vorhanden ist, was ihn einfach nur sympathisch macht, auch wenn er nach außenhin den Arschloch spielt und nicht nur Gwen damit auf die Palme bringt. ;)

Schreibstil:
Ich kann nicht sagen, dass mich der Schreibstil begeistert hat. Das Buch wird in der Ich-Person erzählt und das, klar, aus Gwens Sicht. Mir hat die Art die Geschichte zu erzählen nicht wirklich zugesagt, es wirkte nicht wie aufgeschrieben sondern so als würde man die Erzählung Mund zu Mund weitergeben, das ist etwas was mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Auch wenn man so vielleicht den Eindruck bekommen mag, dass Gwen einem persönlich ihre Geschichte erzählt..
Aber das ist nur mein Geschmack.
Ich fand ihn gerade im ersten Teil durch die immer wieder wiederholenden Gedanken schwierig und führte einfach zu keiner Spannung, wie schon erwähnt gab es mir das Gefühl nicht voranzukommen. In der zweiten Hälfte weiß der Schreibstil aber durchaus Spannung zu erzeugen und es wird mehr die geschehende Handlung beschrieben als, die Umgebung oder Gwens Meinung über ihre Mitmenschen. Ab diesem Zeitpunkt konnte er mich also doch für sich einnehmen.

Bewertung:
Es war für mich nicht ganz einfach zu bewerten, ich will nicht außer Acht lassen, dass mich die erste Hälfte nicht überzeugen konnte, aber möchte auch nicht meine Begeisterung für die Zweite hinterm Berg halten.

Super Buch

Weshalb ich 4 Masken am fairsten finde. :)

Fazit:
Ein Buch das erst am Ende versteht seine schwächen aus dem Weg zuräumen, aber dann volle Fahrt aufnimmt und begeistert. :)

Weitere Informationen:
  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: IVI (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349270249X
  • ISBN-13: 978-3492702492
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Wie ihr seht habe ich die Aufmachung meiner Rezension ein wenig verändert. So ist es einfach übersichtlicher und durchstrukturierter. Und man findet die Aspekte die einen wirklich interessieren leichter. :)

Kommentare:

  1. Schade dass es nicht ganz überzeugen konnte. Für mich war es ein absolutes Highlight.

    LG
    Ise

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  2. Naja so ist das wohl einfach manchmal, Geschmäcker sind verschieden. :)

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  3. Bei mir wars genau andersrum.. Ich fand die erste Hälfte super und die zweite eher schwach, weils einfach soooo vorhersehbar war

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    1. So kann es gehen. :D Vorhersehbar wars, aber es hat mich halt doch gepackt gehabt, einfach weil ich den Kampf in der Bibliothek auch so spannend fand und dann als Gwen mehr über sich selbst erfahren hat. :)

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  4. Nach meinen momentanen gewonnen Büchern, kommt Frostkuss sofort dran. Müsste nur mal schneller lesen ;-)

    Ich finde die neue Aufmachung übrigens sehr übersichtlich und durchdacht. Muss mir da auch mal was überlegen, wobei ich das momentan einfach in Abschnitten ohne Überschriften mache, deine Version gefällt mir aber viel besser ;-)

    Liebe Grüße
    Marleen

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    1. Naja bloß kein Druck, lesen soll ja auch noch spaß und entspannend sein. :D

      Danke, ich denke ich werde die nächste Zeit noch ein wenig mit der Aufmachung rumspielen. Ich habe für Übersichtlichkeit gesorgt und mal sehen ob ich was finde, was dem Auge auch noch mehr anspricht. :)

      Dir fällt sicherlich auch noch was ein und ich bin gespannt wie du Frostkuss dann bewerten wirst. :)

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