Samstag, 12. Mai 2012

[Rezension] Der Duft von Erde und Zitronen

von Margherita Oggero
"Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung ihrer Tante im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Nepal. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr und muss sich verstecken. Doch ihr Wunsch nach Freiheit wird immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennen lernt. Seine Bücher eröffnen Imma eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen."

 Inhalt:
Inhaltlich werde ich diesmal keine Zusammenfassung geben, der Klappentext verrät genug und bei diesem Buch wird man so Stückchenweise an das Geschehene heran geführt, dass ich euch einfach zu viel vorweg nehmen würde. Das will ich lieber vermeiden, daher bitte ich um Verständnis. :)

Cover:
Das Cover gefällt mir richtig gut, meiner Meinung nach ist es einfach traumhaft schön.. Für mich strahlt das Buch Sehnsucht und auch Einsamkeit aus und der Blick nach draußen, zeigt einem wo die Sehnsüchte liegen. Das Cover passt sehr gut zum Buch.
Auch der Titel gefällt mir sehr und bleibt einem im Gedächtnis hängen, außerdem versteht mein beim lesen genau, wieso dieser Titel gewählt worden wurde. :)

Meinung:
Das Buch beinhaltet die gesamte Familiengeschichte von Imma, eine tragische und berührende Geschichte, die einem sehr ruhig und einfühlsam erzählt wurde.
Daher gibt es am Anfang immer wieder Rückblenden aus der Zeit bevor sie geboren wurde und auch aus ihrer frühesten Kindheit.
Die Kapitelchen sind immer sehr kurz gehalten, was ich persönlich richtig gut fand, weil es mich beim Lesen immer schneller vorantreibt..
Das Buch lässt sich leicht lesen und durch die Erzählweise, die gerade durch Imma etwas unschuldiges mit sich bringt und auch was kindliches ist man richtig gefesselt.
Imma ist ein sehr besonderes Mädchen, sie hat ihre Eigenarten aber genau das macht sie einem so sympathisch und man leidet mit ihr mit.
Sie ist intelligent und gibt ständig Weisheiten von sich, die einem zum nachdenken anregen.
Solche Figuren besonders wenn sie noch Kinder sind liebe ich sehr und machen für mich ein besonderes Buch auch. :)
Und dieses Buch ist wirklich besonders, es ist schön und bleibt einem noch lange im Gedächtnis, besonders dazu beiträgt das offene Ende bei dem man nicht weiß ob es für Imma und ihre Familie alles ein gutes Ende nehmen wird oder ob nicht doch was schlimmes passieren wird.. Aber dazu möchte ich gar nicht viel erzählen.
Ich habe mir mein eigenes Ende zusammen gebastelt und das ist ganz klar positiv. Offene Enden bei denen einfach noch zu viel offen ist finde ich in der Regel eher weniger gut, aber hier scheint mir das einfach passend zu sein.
Und auch schön fand ich, dass die Hauptprotagonistin nicht der Liebe verfällt, zumindest nicht zu einem Menschen. Es gibt bei ihr zwar eine kleine Verliebtheit, aber Imma ist sich so bewusst, dass das nie zu irgendwas werden wird, dass sie sich da auch keine Hoffnungen macht. Stattdessen entdeckt sie ihre Liebe zu den Büchern und ich denke damit können sich die meisten von uns sehr identifizieren. :D
Was mich erstaunt hat waren die Teils doch sehr altmodischen Ansichten der Menschen in Immas Dorf, so ist Beispielsweise immer die Frau dran Schuld wenn kein Nachwuchs kommt und natürlich hat die Frau sich den Mann zu fügen. Da fragt man sich läuft das in den italienischen Dörfern wirklich so? Ich weiß es nicht und kenne mich damit nicht aus, aber das hat mir weniger gut gefallen.

Alles in allem fand ich das Buch gelungen und wunderschön - lesenswert. :)

Grandios - absolute Lesepflicht

Weitere Informationen:
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (9. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421045534
  • ISBN-13: 978-3421045539

 


1 Kommentar:

  1. Danke für die tolle Rezension. Auf das Buch habe ich kürzlich auch ein Auge geworfen ... ,-)

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