Dienstag, 16. Oktober 2012

[Rezension] Wie viel Leben passt in eine Tüte?

von Donna Freitas
"Rose ist erst 16, als ihre Mutter an Krebs stirbt. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher war. Zunächst zieht Rose sich immer mehr zurück. Doch dann beschließt sie, die Bedeutung der Gegenstände, die ihre Mutter ihr hinterlassen hat, zu entschlüsseln. Dabei lernt sie Will kennen. Er hat vor einigen Jahren seinen Vater verloren und scheint als Einziger nachvollziehen zu können, wie Rose sich fühlt. Schon bald mekrt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet, als bloße Freundschaft. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?"



Inhalt                                 

Rose ist 16 als ihre Mutter an Krebs stirbt. Am Tag ihrer Beerdigung zieht sie sich zurück und verkriecht sich in den Kleiderschrank ihrer Mutter, dort an ihrem Lieblingskleid findet sie eine Tüte mit der Aufschrift "Roses Survival Kit".
Für Rose ist es schwierig sich der Tüte zu widmen zu sehr schmerzt jede Erinnerung an ihre Mutter, nach dem sie einige Wochen später doch den Mut dazu findet es zu öffnen kommen ihr verschiedenen Gegenstände zu Tage, Rose beschließt sich diese anzunehmen und ihre Bedeutung zu entschlüsseln, ein schwieriger Schritt der den Schmerz hervor bringt, der ihr aber auch einen Weg zeigt mit der Trauer umzugehen. 
Der erste Gegenstand führt sie zu Will..  
  
Gestaltung 

Das Cover kommt sehr schlicht daher, was ich ein wenig schade finde ist, dass der Schutzumschlag durch den Untergrund nicht mehr strahlend weiß ist sondern eher rosa/orange.. Ich finde der weiße Schutzumschlag an sich ist sehr leuchtend und kräftig, davon geht leider viel verloren, wenn man ihn ums Buch macht. Die Idee die Buchstaben des Titels auszustanzen finde ich ganz hübsch. 

Meinung

Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung, ich hatte schon öfters Bücher mit einem so schwierigen Thema aus dem Jugendbuch Genre, die mich ein wenig enttäuscht haben. Einfach weil sie mir zu flach erschienen und es mir an tiefe fehlte.
Am Anfang hatte ich genau das vor mir, das Buch hat mir gefallen, die Idee seinem Kind Gegenstände zu hinterlassen, die ihm bei der Trauer helfen sollen, fand ich wahnsinnig gut und süß. Aber so richtig berührt hat mich Roses Leid nicht. 
Vielleicht lag es daran, dass Rose am Anfang noch sehr verschlossen war, weshalb man einfach keinen näheren Bezug zu ihr aufbauen konnte. 

Doch je weiter man liest und um so mehr Rose sich mit ihrer Trauer auseinander setzt, desto mehr öffnet sie sich auch dem Leser gegenüber.
Man wurde Teil ihrer Trauer und auch die Trauer der anderen Familienmitglieder konnte man greifen. Zu diesem Zeitpunkt, war ich komplett von der Familie eingenommen und war von ihrem Schicksal sehr berührt.
Es war schön durch die Erinnerungen von Rose auch ihre Mutter näher kennenzulernen, eine tolle Frau, die vor Energie und Zuversicht nur so strotze.    

Auch mit Will kam eine sehr wunderbare Figur daher, Will hat seinen Vater ebenfalls durch Krebs verloren.
Bei Will fühlt sich Rose verstanden und andersrum ist es wohl genauso, es war toll zu sehen wie viel Kraft sie einander geben und wie sie zusammen auch Glück verspüren können.
Doch auch dieses Glück wird auf die Probe gestellt..

Das Ende des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen, es war für mich sehr berührend weshalb auch die ein oder andere Träne gefallen ist. 
Letztendlich konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl schließen und ins Regal stellen, so sollte es sein. :)

Fazit

Ein Buch über das hinfallen und aufstehen im Leben, sehr echt und sehr berührend. Ein Buch an das man gerne zurück denkt und einen nachdenklich stimmt.   
Super Buch.
 Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Gabriel Verlag; Auflage: 1. (27. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522303121
  • ISBN-13: 978-3522303125

Mein Dank gilt Blogg dein Buch und dem Gabriel Verlag, für dieses wunderschöne Buch. :)
 

   
   

Kommentare:

  1. Dieses Buch steht auch schon länger auf meiner Wunschliste und ich werde es mir garantiert kaufen :)
    LG Katja

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    1. Damit machst du sicher nichts falsch. :)

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