Mittwoch, 17. April 2013

[Rezension] Sternenseelen: Wenn die Nacht beginnt

von Kerstin Pflieger
"Wenn die Nacht beginnt, erwacht sein wahres Ich, und sie erkennt in ihm ihre große Liebe ...
Weil Lillys Mutter mit ihrem neuen Freund zusammenziehen wollte, sitzt Lilly jetzt in der Provinz fest weit weg von ihren Freunden. Aber es gibt einen Lichtblick: ihr Mitschüler Raphael, der es Lilly gleich angetan hat, obwohl er sie vor ein Rätsel stellt. Über Tag ist er abweisend, doch sobald es Nacht wird, verführerisch charmant. Als ihr Stiefbruder dann in einen Autounfall verwickelt wird, zeigt sich Raphaels wahres Ich, und Lilly entdeckt sein unglaubliches Geheimnis.."








Nach dem Tod ihres Vaters ist Lilly einige Male umgezogen und immer war ein Mann ihrer Mutter der Grund dafür. So auch dieses Mal, mit dem einen Unterschied, dass sie diesmal nicht vor ihm sondern zu ihm flüchtet, denn endlich ist die Liebe in dem Leben ihrer Mutter wieder eingekehrt.
Das bedeutet für Lilly nicht nur, neue Schule neue Leute sondern auch einen neuen Bruder, Samuel, denn auch der Freund ihrer Mutter bringt ein Kind mit in die Beziehung.
Samuel und sie verstehen sich auf Anhieb gut, dadurch fällt für Lilly vieles einfacher.
Als sie dann Raphael kennenlernt, stellt sich ihr gesamtes Leben auf den Kopf, sie verliebt sich in ihn und auch er hegt eine Zuneigung zu ihr, die sich allerdings nur in der Nacht zeigt. Lilly beschleicht, dass Gefühl, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt.
Als sie und Samuel, dann einen Autounfall haben, bei dem er sich eindeutig das Genick bricht und somit tot sein müsste, er aber einfach aufsteht als sei nichts gewesen.
Geht eine große Gefahr von ihm aus, irgendwas hat Besitz von ihm ergriffen, doch Lilly merkt Samuel ist noch in seinem Körper drinnen.
Durch Raphael, kommt sie all den Geheimnissen langsam auf die Spur und findet auch die Wahrheit über ihm heraus...


Das Cover finde ich zwar hübsch, allerdings ist es nur wenig spektakulär. Dennoch würde ich in der Buchhandlung wohl darauf aufmerksam werden. :)


Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich nicht wusste auf was für Wesen man in diesem Buch treffen wird.
Das es einen Zusammenhang zu den Sternen gibt, zeigt sowohl der Titel, als auch die ständige Andeutung in Raphaels Augen sei ein Stern zu sehen. Dennoch blieb für mich lange unklar, was für ein Wesen er und seine Freunde nun sind und wofür sie da sind. All das klärt sich allerdings auf und man trifft auf Wesen, die man so wahrscheinlich noch nicht begegnet ist. In der Hinsicht ist es der Autorin also gelungen neue Wesen zu erschaffen, in dessen Welt man gerne näher eintaucht.
Man erfährt einiges über das entstehen der Sternenseelen und auch über den Gegenpart, die dunkle Seite, den Sternenbestien.
Die Einführung in diese neue Welt fand ich unglaublich toll, mir gefällt die Idee und auch die Umsetzung diese Wesen zum leben zu erwecken. Ich wäre gerne noch tiefer in diese Welt eingetaucht, denn es blieben doch noch ein paar Fragen offen, auf die ich schon jetzt gerne eine Antwort bekommen hätte. :)

Die Geschichte drumherum, beinhaltet dann allerdings kaum etwas neues. Alles hat man irgendwie schon mal gelesen, das neue Mädchen das nicht begreifen kann, was der so besondere und geheimnisvolle Junge, der vorher natürlich noch nie an anderen Mädchen der Schule interessiert war, an ihr findet.
Irgendwie hatte ich auch ständig das Gefühl, dass mich bestimmte Dinge zu sehr an Twilight erinnern. Ich meine ich habe schon ein paar Bücher gelesen, die im etwa diesem Schema
folgen, aber bei keinem dieser Bücher hatte ich ständig Twilight im Kopf, kann nicht sagen ob das nur an mir liegt oder ob das generell den Leuten auffällt aber bei mir war es halt so.
Teilweise fand ich das schon sehr schade.

Die Charaktere waren vielseitig vorhanden und auch ganz gut gezeichnet, vor allem die Hauptprotagonisten.
Lilly fand ich anfangs und auch im späteren Verlauf zu weilen ein bisschen unsympathisch. Sie wirkt manchmal sehr oberflächlich und hat teilweise ein schwarz/weißes Denken, so können mich Leute generell nicht überzeugen.
Hatte bei ihr manchmal das Gefühl, das sie diejenige ist, die immer alles richtig macht, während andere sich völlig falsch verhalten.
Dennoch war sie mir nicht nur negativ aufgefallen, sie ist auch eine sehr herzliche Person, sehr bemüht anderen zu helfen und eigentlich auch eine gute Seele, die sich im Verlauf der Geschichte weiter entwickelt.
Für das was richtig ist steht sie im Endeffekt ein und tut viel um das zu erreichen, auch wenn das ein Nachteil für sie sein sollte.

Raphael, erinnert tatsächlich sehr an Edward, er ist sehr besorgt um Lilly und versucht auch gerne, mal ihr zu sagen was sie zu tun hat. Immer nur zu ihrer Sicherheit versteht sich und in gewisser Weise ist das auch verständlich.
Aber Lilly lässt sich da nicht bevormunden. Fands bei ihm einfach ein bisschen schade, dass er kaum eigenen Charakter hatte, wie gesagt war Edward da stetig in meinem Kopf.

Ansgar fand ich hingegen sehr interessant und habe ihn sehr schnell ins Herz geschlossen. Er gehört anders als Raphael nicht zu der guten Seite, sondern zu den Sternenbestien.
Während für die Sternenseelen klar ist, dass sie die guten und bösen sind. Ist Ansgar da ein bisschen anders gestrickt, für ihn selbst ist die Situation nicht so einfach zu erfassen und er gibt dem Leser auch gute Einblicke in seine Welt und Situation und man lernt ihn im Endeffekt zu verstehen. Auch Lilly, begreift, dass nicht alles so einfach ist wie Raphael sagt..


Ein Mix aus neu und alt, so könnte man dieses Buch wohl beschreiben. Auch wenn es ein paar Kritikpunkte für mich gab, hatte ich Freude mit dem Buch. Man sollte sich nur nicht allzu sehr daran stören, dass sich zwischen den neuen Wesen, eine recht altbekannte Handlung verstecken mag. :)
Super Buch.


Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (15. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442477077
  • ISBN-13: 978-3442477074

Kommentare:

  1. Ich kann dich beruhigen, ich war auch ständig an Twilight erinnert ;) Und Lilly war mir teilweise auch wirklich unsympathisch.
    Schöne Rezension!

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    1. Schön, dass ich mit diesem Empfinden nicht so alleine dastehe, hatte das echt noch bei keinem Buch, das sooft der Gedanke von Twilight aufkam.. :o
      Und vielen Dank! :)

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