Dienstag, 8. Oktober 2013

[Rezension] Kleine Frau was nun?

von Rachel Dewoskin
"Gibt es ein Leben nach der Katastrophe? Bis sie das herausgefunden hat, erzählt Judy lieber aus ihrem Versteck in einem Motel heraus, was ihr passiert ist. Ein beißend komischer Roman über das Anderssein und die angeblich »schönste Zeit im Leben«. Teenager haben es schwer. Man soll erwachsen werden und wird behandelt wie ein Kind. Man will sein wie die anderen und trotzdem irgendwie auffallen. Vor allem will man jedoch eins, nämlich dazugehören. Nur, wie soll das gehen, wenn man aussieht, als sei man »aus einer Puppenstube entführt« worden, fragt sich Judy. Besonders, wenn sie Kyle, dem coolsten Typ ihrer Schule, über den Weg läuft. Dann geschieht ein Wunder - Kyle interessiert sich für sie, er mag ihren Witz, er mag sie. Judy kann es nicht fassen: der Schwarm aller Mädchen und sie, eine Zwergin? Und natürlich geht die Sache gründlich schief.."
Judy ist sechszehn, kleinwüchsig und hat soeben ein Stipendium an einer renormierten Privatschule, der Darcy, ergattert, deren Schwerpunkt Kunst ist.

Judy ist eine begnadete Sängerin und träumt davon einmal Sängerin oder Schauspielerin zu werden, davon lässt sie sich auch nicht von ihrer größe Abhalten.

Der Start auf der Darcy fällt überraschenderweise zeimlich gut für sie aus, alle sind nett zu ihr und sie fügt sich schnell in den neuen Schulalltag ein, bekommt Freunde, entpupt sich als eine begnadete Schülerin und kommt sogar in den Senior Gesangskurs und schlussendlich verliebt sie sich auch und zwar in den beliebsesen Jungen der Schule.

Und das größte ist, auch er scheint sie zu mögen, sie verbringen immer wieder Zeit miteinander und kommen sich näher, für Judy beginnt eine Zeit voller Höhen, doch dann kommt das Tief und das reißt sie weiter hinunter als sie ertragen kann..

Ich muss sagen, dass mir das Cover nicht wirklich gefällt, es ist einfach ziemlich nichtssagend. Finde ich ziemlich schade, hätte man mehr draus machen können. Manchmal ist es zwar auch so, dass gerade die schlichten Cover herausstechen aber ich befürchte, das würde einfach nur untergehen. Auch den Titel finde ich nicht unbedingt gut gewählt, der englische Titel "Big girl small" finde ich wesentlich besser getroffen. 

Als ich das Buch in der Hand hielt, dachte ich, ich hätte eine unterhaltsame Frauenlektüre in der Hand, erst nach dem ich dann den Inhalt genauer betrachtete merkte ich, dass es hier doch eher ein Jugendbuch ist, in dem es ums erwachsen werden geht.

Eine Thematik, die schon oft genutzt und verwendet wurde und natürlich beinahe schon ausgelutscht ist, doch in diesem Buch ist ein entscheidender Punkt anders, es dreht sich alles um eine kleinwüchsige Protagonistin und sie wird wohl zwangsläufig auch noch andere Erfahrungen machen als ein "normaler" Teenager und da haben wir den interessanten Punkt, nun ja, für mich war er das zumindest und ich freute mich auf dieses Buch. :)

Ich tauchte schnell in die Welt von Judy ein und versuchte auch bewusst mir die Welt wahrhaftig aus ihren Augen vorzustellen, schrumpfte auf ihre größe und lies mich selbst die Welt, ihre Welt aus ihrer Perspektive zu betrachten, ich fand das unglaublich spannend in sie einzutauchen, während es für mich selbst so völlig fremd war, war es für sie einfach der normale Zustand mit dem sie klarkam und an dem sie noch nicht einmal unbedingt etwas dran auszusetzen hatte.

Ich war ziemlich beeindruckt davon wie selbstbewusst sie doch eigentlich ist, irgendwie hatte ich das nicht erwartet doch ich fand es sehr schön.

Ansonsten musste man feststellen und wahrscheinlich war es auch gar nicht anders zu erwarten, dass sie ein ganz normaler Teenager war, der sich nach der ersten und großen Liebe sehnt und gerne zu den beliebten gehören würde. So sehr, dass sie sich manchmal sogar dafür schämt mt ihrer nicht so beliebten Freundin rumzuhängen, eine Seite die ich persönlich an Judy weniger mochte. Weils für mich einfach nicht nachvollziehbar ist.

Doch sie hat ganz tolle Seiten an sich und man schließt sie gerne in sein Herz, auch ihre beiden Freundinnen in der Schule Sarah und Molly haben mir gut gefallen und sie sind sehr gut mit einer eigenen Persönlichkeit herausgestochen, so dass sie zusammen einen recht vielfältigen und farbenfrohen Haufen ergeben haben.

Auch Judys Familie fand ich unglaublich toll gestalten und man muss sie einfach mitliebhaben. ;) Ich zumindest habe mich immer gefreut an Judys Familienleben teilnehmen zu können. :)

Die Geschichte beginnt in dem Judy dem Leser erzählt, dass ihr Leben vorbei sei und sie keine Zukunft mehr habe, man erfährt, dass sie von zu hause abgehauen ist und sich in einem Motel versteckt, vor den Leuten die sie kennt und vor der Presse die auf sie lauert.

Nur langsam wird der Leser in Judys Geschichte hineingeführt und sie erzählt sie sehr auschweifend, was beim Leser nur noch mehr dafür sorgt eigene Ideen zu entwerfen und die unwissenheit kaum noch zu ertragen. ;)

Sehr cleverer twist den die Autorin da eingebaut hat, hat mir gut gefallen. Man hat natürlich eine Idee worum es gehen mag und mit wem oder was es zu tun hat, aber die genaue Lösung kommt einem, erst dann in den Sinn, sobald sie einem beinahe auf dem Silbertablett serviert wird. So war es zumindest bei mir.


Im prinzip kann ich nur sagen, dass es wirklich anders war als erwartet und mich vollkommen überrascht hat, im positiven Sinne und ich das Buch sehr gerne gelesen habe und es auch empfehlen würde, gerade für Leute die das erwachsen werden mal aus einer etwas anderen Perspektive erleben wollen. :)
Super Buch.
 Weitere Informationen:
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Piper (17. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349205496X
  • ISBN-13: 978-3492054966


 

1 Kommentar:

  1. Eine Meinung habe ich zu diesem Buch noch nicht aber ich werde dass Buch auf j
    eden Fall auf meine Liste setzten :)
    Ich habe gestern einen Bloganbieter gefunden und möchte dich gerne mal fragen, was
    du darüber denkst? das findest du unter qwer.com
    würde mich sehr über eine Antwort freuen

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