Mittwoch, 27. November 2013

[Rezension] Sternenseelen 2: Solange die Nacht uns trennt

von Kerstin Pflieger
"Lilly ist so glücklich wie nie zuvor. Obwohl Raphael eine Sternenseele ist und erst nachts sein wahres Wesen zeigt, hat sie sich in ihn verliebt. Doch plötzlich taucht eine Sternenbestie in der Stadt auf und greift Lilly an. Lilly stirbt und wird selbst zur Sternenseele. Sie erfährt, dass ihr in ihrem neuen Leben nicht Raphael, sondern der mysteriöse Mikael als Seelenverwandter bestimmt ist. Zudem treibt die Sternenbestie weiterhin ihr Unwesen. Wird Lilly ihre Liebe zu Raphael durch diese schwierigen Zeiten retten können?"


Lilly könnte gerade nicht glücklicher sein, die Gefahren sind weg und sie genießt ihr Liebesglück mit Raphael in vollen Zügen. 
Auch wenn das zu hause für Probleme sorgt, denn Raphael ist eine Sternenseele, die nur am Abend und in der Nacht wirklich sie selbst sein können. Von daher wird diese Beziehung zu einer Zeit ausgelebt in der Lilly schlafen und zu hause verbringen müsste. 
Doch all das ist Lilly egal, für sie gibt es nur Raphael und sie will die Zeit mit ihm solange genießen wie nur möglich, denn die Ängste lodern in ihr.
Raphael ist so gesehen tot, demnach altert er nicht weiter, Lillys größte Sorge gilt derzeit dem älter werden.
Doch diese Sorge scheint belanglos als erneute Gefahr in das Gebiet eindringt. Eine Gefahr die viel mächtiger ist als jede Sternenbestie zuvor, Lucretia...


Ich finds gut, dass sich das Cover absolut nicht verändert hat, mal abgesehen von der Farbgebung. Hier hat man nämlich einfach mal schwarz mit pink ausgetauscht. So sieht man gleich die Zugehörigkeit, finde ich gut. Auch wenn ich pink als Farbe nicht sonderlich mag.


So erst einmal, ich fands nun relativ schwierig eine Inhaltsangabe zu dem Buch zu schreiben, weil ich einfach das Gefühl habe, dass man hier leicht zu viel verrät. Der Klappentext tut es meiner Meinung nach nämlich schon sehr. ;)

Ich war nach dem ersten Teil sehr gespannt darauf wie sich die Geschichte weiterentwickelt, der erste Teil war sicherlich nicht perfekt aber dennoch hat er mir gut gefallen.
Das was ich im ersten Teil zu bemängeln hatte, setzt sich in diesem Teil allerdings auch wieder fort.
Auch hier gab es für mich einige Twilight Parallelen, allein Lillys Angst vor dem älter werden, wurde in  Twilight ja auch massig durchgekaut.
Ich weiß nicht ob der Autorin diese Ähnlichkeit nicht auffällt oder wieso sie dort nicht ein bisschen eigene Kreativität einfließen lässt, denn davon hat sie zu genüge.
Das merkt man in der ganzen "Mythologie" der Sternenseelen und -Bestien.
Mit sehr viel Liebe zum Detail hat sie diese Wesen erschaffen und einen richtigen Kosmos um sie herum aufgebaut. :)
Ich fands wahnsinnig interessant, immer mehr von diesen neuen und unbekannten Wesen zu erfahren und ihr Leben und ihre Intentionen zu verstehen.
Dadurch, dass Lilly in diesem Teil eine Ausbildung zur Sternenhüterin beginnt, erfährt auch der Leser mehr über die Geschichte.
Gerne hätte ich noch mehr erfahren, denn es gäbe sicherlich noch viel mehr zu erzählen, aber für den Rahmen der Handlung war die Dosis perfekt und alle Informationen die man bekommt, machen für den Verlauf der Geschichte Sinn. 

Im Buch treten einige sehr überraschende Wendungen auf, mit denen ich mich sehr gut anfreunden konnte und die für reichlich Spannung gesorgt haben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Was das Ende des Buches betrifft, so war ich doch ein wenig enttäuscht, ich finde die Geschichte hätte mehr Potenzial gehabt um alles ein bisschen intensiver auszuführen. Für mich ging im späteren Verlauf, alles recht Knall auf Fall und schon war alles wieder mehr oder weniger gut..
Das kam zu schnell und zu abrupt und hinterließ ein wenig Enttäuschung bei mir.
Die Wendungen gegen Ende, haben mir vielleicht auch nicht so gut gefallen und vielleicht verstärkt das noch mal ein bisschen meine Enttäuschung. Ich hätte mir wohl einfach einen anderen Ausgang für die Geschichte gewünscht ja. 
Dennoch kann ich ganz gut nachvollziehen, wieso es anders kam, aber es war halt auch zu erwarten. ;)

Was die Charaktere betrifft, in diesem Buch finden neue Charaktere zu uns, ich hab mich sehr mit ihnen angefreundet und hab einige von ihnen richtig in mein Herz geschlossen.
Was mir auch besonders gut gefallen hat war, dass die Nebencharaktere aus dem ersten Teil, bis auf wenige Ausnahmen hier mehr Raum für sich selbst bekommen und der Leser sich hier ein besseres Bild von ihnen machen kann
Hinter die Fassade einiger dieser Charaktere zu schauen hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Raphael, wurde mir in diesem Teil ein wenig unsympathisch, wobei ich es schön fand mehr aus seiner Vergangenheit zu erfahren, die einem auch Einblicke in eine andere Zeit lieferten.
Dennoch fand ich ihn schon sehr aggressiv irgendwo und ich mag ein solches Verhalten einfach nicht, nachzuvollziehen ist es irgendwo schon, wenn man die ganzen Umstände betrachtet, aber dennoch hat mich das gestört und zwar sehr.

Lilly hingegen fiel mir hier doch recht positiv auf, nur an einigen Stellen fand ich sie dann doch wieder fremd, zu arrogant und ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber auch nicht okay.
Dennoch habe ich mich hier nicht wirklich an ihr gestört, nein sie sogar gerne begleitet. Ich erinnere mich, dass es im ersten Teil nicht immer so war. ;)


Eine gelungene Fortsetzung, die das Niveau vom ersten Teil in gewissen Punkten übersteigt und in anderen auf dem gleichen Level bleibt. Sicherlich kein durch und durch perfektes Buch, aber es verleitet dennoch zu vergnüglichen Lesestunden und allein die Geschichte rund um die Sternenseelen und -Bestien, machen es schon in gewisser Weise lesenswert, zumindest für Fantasy Fans, die Lust auf neue Wesen haben. :)
Super Buch.
Weitere Informationen: 
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (18. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442477069
  • ISBN-13: 978-3442477067

 

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