Donnerstag, 30. Januar 2014

[Rezension] Nachtmahr - Das Erwachen der Königin

von Ulrike Schweikert
"Tagsüber ist Lorena eine unscheinbare, junge Frau - aber jede Nacht verwandelt sie sich in ein wunderschönes Wesen, getrieben von unbändiger Lust: Sie ist ein Nachtmahr. Kein Mann kann ihr widerstehen, und wer einmal ihren Reizen erlegen ist, verfällt ihr auf ewig. Aber dann trifft sie auf David, ihre große Liebe. Ihm zuliebe versucht Lorena verzweifelt, den zerstörerischen Nachtmahr in ihr zu bändigen. Lorena ahnt jedoch nicht, dass sie ihr wahres Wesen nicht verleugnen kann. Denn sie ist die Auserwählte, die über das Schicksal der Nachtmahre entscheiden wird ."











Lorena ist eine eher unscheinbare Frau, ihr Leben besteht aus Arbeit und ihrem Kater Finley, doch hinter ihr steckt mehr als ihr selbst lieb ist. In der Nacht wandelt sie sich und wird zu einem Nachtmahr. Ein mächtiges Wesen, das jeden Mann um den Verstand bringt und ihn verführt. Doch Lorena kämpft mit dem Wesen das sich in ihr verbirgt, sie hat Mittel und Wege gefunden die Männerwelt vor dem Nachtmahr zu schützen.
Als sie dann allerdings Jason, einen alten Schulkameraden, wieder trifft und sich in ihn verliebt, gerät auch der Nachtmahr in ihr aus den Fugen und sie verliert nach und nach die Kontrolle über ihn..
Raika, ebenfalls ein Nachtmahr ist das komplette Gegenteil zu Lorena, sie lebt den Nachtmahr in ihr genussvoll aus und sieht in Männern nur ein Spielzeug, ein Zeitvertreib dem man sich auch mal schnell entledigen kann wenn es zu langweilig wird.

Die beiden treffen eher zufällig aufeinander, als My Lady, der mächtigste Nachtmahr, davon erfährt beauftragt sie Raika damit Lorena zu beobachten, denn Lorena ist Teil einer Prophezeiung, die sich unbedingt erfüllen muss, zum Erhalt der Nachtmahre..


Die Gestaltung des Buches ist einfach wunderschön, ich mag die Farbauswahl und wie die verschiedenen Farbnuancen ineinander verfließen und Kleid und Umgebung bilden. Es wirkt einfach nur mystisch und magisch, ich finde es einfach wunderschön, es wirkt einfach rundum stimmig und die schöne Frau passt einfach zum Buch.


Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie, sie widmet sich Wesen die mir vorher noch nicht unter die Augen getreten waren, demnach war ich sehr gespannt auf das was die Nachtmahre zu bieten haben werden.

Was ich am Anfang befürchtet hatte war, dass Erotik hier eine große Rolle spielen wird, denn die Nachtmahre sind erotische Wesen der Nacht. Da lag der Gedanke nahe, dass man sich als Leser auf einige Sexszenen gefasst machen muss.
Es wäre nichts gewesen was mich direkt gestört hätte, aber ich war durchaus froh, dass dem dann doch nicht so war.
Sex spielt hier klar eine Rolle, das muss es im Prinzip ja auch, allerdings werden Sexszenen wenn überhaupt nur kurz angerissen.

Die Geschichte an sich baut sich nur sehr langsam aus, was denke ich vor allem daran liegt, dass es der Auftakt einer Trilogie ist und sich hier vor allem erst einmal Stück für Stück die Welt der Nachtmahre offenbart wird. Nicht nur dem Leser sondern auch Lorena.
Teilweise hatte ich das Gefühl mich mit der Protagonistin im Kreis zu drehen und es war auch ein ewiges hin und her mit ihr.
Lorena befindet sich, dadurch, dass sie das Wesen in sich ablehnt nun mal in einer Konfliktsituation.
Zu einem siegt in ihr klar der Verstand, der das Verhalten des Nachtmahrs ablehnt. Auf der anderen Seite wird das Wesen in ihr immer mehr geweckt und gewinnt zumindest zuweilen auch die Kontrolle über sie und sie muss sich dem treiben des Nachtmahrs ergeben.
Ihr Kampf mit dem Nachtmahr ging mir persönlich einfach zu lang und ich hätte mir da einfach schneller gewünscht, dass es zu Fortschritten kommt bzw. sie besser weiß wie sie damit umgehen soll.

Als dann Jason hinzu kommt und die beiden auch ab einem gewissen Punkt zusammen kommen, beginnt eine noch schwierigere Zeit. Da sie das Wesen vor ihm verstecken muss, das bedeutet keine gemeinsamen Nächte und auch, dass ein Teil von ihr ihn hintergeht.
Das war durchaus ein Punkt in der Geschichte den ich sehr interessant fand und gerne verfolgt habe, wie die beiden damit klar kamen. Ob das die noch junge Beziehung auf die Probe stellt und wie er es letztendlich erfahren wird und damit umzugehen weiß.

Was ich bei Lorena sehr toll fand, erst nach und nach wurde mir bewusst wie tiefgründig sie ist. In ihrer Jugend geschahen einige Ereignisse die ihr Leben verändert haben. Und für die sie sich die Schuld gibt.
Jahrelang hat sie eben diese Ereignisse verdrängt und erst der Nachtmahr in ihr holt sie wieder hervor.
Das erfahren um die Ereignisse brachte nicht nur ein ganz anderes Verständnis für ihre Abscheu gegen das Wesen in ihr mit sich, sondern warf auch neue fragen auf. Und das ganze wurde dadurch komplexer und auch mysteriöser. :)

Auf der anderen Seite haben wird dann Raika, ein Nachtmahr durch und durch und anders als Lorena ist sie fest in die Welt der Nachtmahre integriert und kennt sie auch.
Das ergab meiner Meinung nach einen guten Kontrast, zeigte auch deutlicher wie mächtig aber auch wie gefährlich diese Wesen sind oder sein können, wenn sie denn wollen.
Generell fand ich, dass es einfach interessant ist diese Wesen dann in den Fokus zu stellen und sie um ihr überleben kämpfen zu lassen.

Man erfährt erst sehr spät worum es eigentlich genau alles geht und auch dann bleiben viele, viele Fragen offen. Auf der einen Seite war das natürlich schade und ich hätte mir irgendwo mehr erhofft, weil ich einfach das Gefühl hatte das ist (noch) zu wenig, aber umso sehnsüchtiger wartet man auf die Fortsetzung.
Von daher kann ich diesen Schachzug verstehen und auch tolerieren. :p


Das Buch war letztendlich anders als ich es erwartet hatte, allerdings ist anders in dem Fall gut.
Die Nachtmahre haben eine gewisse Faszination in mir ausgelöst und es war für mich bisher ein großes Vergnügen ihre Welt zu erkunden und vor allem bin ich sehr darauf gespannt diese Welt noch weiter zu erforschen, da leider doch einiges offen blieb.
Super Buch.
Weitere Informationen: 

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (13. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764530847
  • ISBN-13: 978-3764530846


Samstag, 25. Januar 2014

[Rezension] Malavita

von Tonino Benacquista
"In dem beschaulichen Ort Cholong-sur-Avre in der Normandie lässt sich eine amerikanische Familie nieder. Fred Blake schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten; seine Frau Maggie engagiert sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen; Belle, ihre Tochter, verdreht allen Männern den Kopf; und Sohn Warren wird zum Rächer des Schulhofs. Eine ganz normale Familie also? Nein, denn Fred heißt in Wahrheit Giovanni Manzoni. Er war einer der ganz großen Mafia-Bosse in den USA, bis er im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms nach Frankreich umgesiedelt wurde. Und weil es den Blakes nicht wirklich gut gelingt, sich unauffällig zu verhalten, ist vorprogrammiert, dass die Tarnung bald auffliegt."

Mitten in der Nacht bekommt ein kleines Nest in der Normandie Zuwachs, Familie Blake, ein Zuwachs der noch für Aufruhr sorgen wird.
Das männliche Oberhaupt der Familie war Mitglied der Mafia, sein Verrat an seine eigenen Leute brachte ihn in das Zeugenschutzprogramm und da mit der Mafia nicht zu scherzen ist, war eine neue Identität im Ausland nicht zu umgehen.
Denn die Mafia sinnt nach Rache und auf seinen Kopf ist eine beachtliche Summe ausgesetzt, die Familie wird also nahegelegt sich so unauffällig wie möglich zu verhalten.

Während seine Frau, Maggie, sich gerne der neuen Umgebung anpasst, tut sich Fred eher schwer damit. Und ihre beiden Kinder verfolgen ihre ganz eigenen Pläne..


Mein subjektives Auge, kann sich mit der Gestaltung des Buches weniger anfreunden, was allein daran liegt, dass ich Revolver nicht sonderlich ansprechend finde und mich ein Buch in denen Waffen eine Rolle spielen so an sich nicht wirklich interessieren. Objektiv betrachtet passt die Gestaltung absolut zu der Thematik der Mafia und ist daher absolut passend.


Mir war nicht ganz bewusst was mich hier erwarten würde, Bücher mit Mafia Thematik fand ich nie wirklich interessant, so dass ich mich auch nicht weiter mit ihnen befasst habe.
Das Buch machte auf mich den Eindruck, dass es nur unterschwellig um die Mafia geht und der Untertitel - Eine Mafia Komödie - sagt aus, dass die Thematik auch nicht so ernst angegangen wird.

Erwartet habe ich, dass in diesem Buch weniger die Handlung selbst in Vordergrund tritt sondern vor allem die Protagonisten und dem war letztendlich auch so, so dass ich selbst einfach sehr angetan von dem war, was sich mir Stück für Stück offenbarte.

Ein bisschen schade fand ich, dass vor allem die Kinder ein bisschen im Hintergrund geblieben sind denn gerade die fand ich doch sehr interessant und dachte vor allem bei Belle, der Tochter, dass dort so viel herauszuholen wäre.
Belle ist wie ihr Name schon verrät ein sehr hübsches Mädchen, sie ist eine natürliche Schönheit und sich dessen auch bewusst, dennoch macht sie das nicht arrogant. Eher im Gegenteil, sie ruht sich nicht auf ihr äußeres aus, sie ist sehr zielstrebig und ehrgeizig und vor allem auch perfektionistisch in allem was sie dann tut.
Ich hatte, dass Gefühl in ihr sehr viel Tiefe sehen zu können und gerade deswegen fand ich es schade, dass der Autor sich dieser nicht gewidmet hat.

Ihr Bruder Warren kommt da dann doch deutlich besser zur Geltung, an sich ist er auch ein interessanter Charakter und ich würde sogar meinen, dass gerade er auch die größte Entwicklung im Verlauf der Handlung durchmacht. Was ich recht interessant fand weil auch er immer ein wenig im Hintergrund bleibt.
Dennoch lernt er viel über sich selbst und seine eigenen Moralvorstellungen reifen und festigen sich.
Er lernt einfach was für ihn selbst am wichtigsten ist.
Am Anfang des Buches wird er gleich auf der neuen Schule mit einer unangenehmen Begegnung konfrontiert und sein Ziel wird es sich vor genau dem zu schützen, er wendet alte “Mafia-Tricks“ ein um den Schulhof nach und nach und vollkommen unbemerkt auf seine Seite zu ziehen und dann entstehen in seinem inneren Pläne nach mehr.
Ich fand es sehr interessant seine Ansichten davon zu erfahren wie er seine Mafia auf bauen würde, er bleibt dabei immer irgendwo fair und gerecht, soweit man das von einer Mafia sagen kann. Aber letztendlich ändert sich für ihn dann doch alles ein bisschen, was ich ebenfalls als sehr schön empfand.

Um ein bisschen was inhaltliches vorweg zu nehmen, die Mafia wird von dem Standort der Familie Blake erfahren, was dabei so besonders für mich war, war der Weg wie sie es erfahren.
Es war einfach eine schöne und auch süße Idee, wir lernen dadurch Personen kennen die im sonstigen Verlauf absolut keine Relevanz haben, aber kurze Einblicke in so völlig fremde Leben zu erhaschen fand ich einfach irgendwie grandios erdacht und einfach nur wunderschön, zu mal es einfach irgendwo süße kleine Zusatz Geschichten sind die man da geliefert bekommt.

Den Untertitel Eine Mafia Komödie fand ich jetzt nicht direkt fehl am Platz, aber als eine Komödie habe ich dieses Buch nicht empfunden, also es kommt wohl einfach stark darauf an was man selbst denn nun von einer Komödie erwartet, wenn man nun erwartet, dass das Buch ein zum lachen bringt dann ist man hier vielleicht nicht ganz richtig.
Fakt ist aber, dass das Buch ein hohes Unterhaltungspotenzial bietet und das ganze auch eher locker und leicht angegangen wird, Ernsthaftigkeit ist hier also eher Mangelware demnach passt der Untertitel halt schon irgendwo, nur ich hab es halt nicht direkt als eine Komödie empfunden, allerdings war das für mich persönlich auch nicht unbedingt das worauf ich wert gelegt habe.


Für mich war es einfach ein lesenswertes Buch, das was ich mir vom Buch erhofft habe, habe ich auch bekommen mit interessanten Einblicken in die Welt der Mafia, wie realistisch sie denn nun auch sein mögen. Die Charaktere haben mir gefallen und dass sie im Zentrum vom ganzen standen fand ich für mich einfach perfekt, auch wenn sie hier und da noch ein bisschen schärfere Konturen hätten haben können.
Super Buch

Weitere Informationen: 
  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: carl's books (14. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357058528X
  • ISBN-13: 978-3570585283

[Rezension] Die Welt ist eine Muschel

von Alessandro D'Avenia
"Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie - alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten."


Es ist der Sommer bevor Margherita aufs Gymnasium wechselt, sie genießt den Familienurlaub mit ihrer Familie und insbesondere die Momente mit ihrem Vater sind ihr heilig. Sie vertraut ihm ihre Ängste an und er nimmt sie ihr.
Als der Urlaub dann vorbei ist und auch die Sommerferien sich dem Ende geneigt haben, kehrt ihr Vater nicht mehr Heim, nur eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, sonst nichts.
Für Margherita bricht eine Welt zusammen, sie stößt insbesondere ihre Mutter von sich und auch den Schritt in die neue Schule, ist für sie gewaltig.
Der Schmerz den sie in sich trägt unterscheidet sie von ihren neuen Mitschülern und sogleich hat sie den Stempel der verrückten aufgedrückt bekommen.
Doch die Schule gibt ihr auch Mut, der Lehrer der ihr von der Odyssee erzählt, ihre neue Freundin Marta, die sich nicht von ihrem Schmerz abschrecken lässt und Giulio der ihren Schmerz versteht.. Und so beginnt ihre ganze eigene Odyssee, die nicht nur ihr eigenes Leben verändert.



Die Gestaltung des Buches ist einfach nur wunderschön. Ich mag das Bild sehr gerne, es strahlt Frieden und Ruhe aus und ein Hoffnungsschimmer birgt sich auch darin. Zu dem passt es einfach sehr gut zum Inhalt des Buches.



Meine Erwartungen an dieses Buch waren wirklich hoch, nach dem ich den Titel und Inhaltsangabe las, überkam mich dieses bekannte Gefühl der Verliebtheit zu einem Buch.
Jedes mal wenn das passiert reiht sich ein neues Buch in die Liga der Lieblingsbücher ein. Und auch dieses mal, behielt das anfängliche Gefühl recht. :)

Was dieses Buch vor allem ausmacht ist die Sprache mit der, der Autor zu überzeugen weiß, er verwandelt Worte in schöne und farbenfrohe Bilder die vor dem inneren Auge zu tanzen beginnen. Ich hatte einfach immer das Gefühl die Sonne aus Italien schien mit mitten ins Gesicht. Es ist nicht nur so, dass man sich die Umgebung gut vorstellen kann, der Autor schafft es einfach auch, dass man absolut in die Geschichte mit eintaucht.

Aber noch beeindruckender als das zum leben erwecken der Umgebung fand ich das was er mit seinen Worten vermittelt.
Seine Sätze sind alle sehr tiefgründig, in ihnen ist viel zu entdecken und sie regen einfach zum nachdenken an. Ein Aspekt den ich immer willkommen heiße und von dem ich immer wieder von neuen angetan bin.
Zudem bezaubert der Autor mit einer sehr schönen Sprache, Sätze die man liest und dann noch mal liest, weil sie so schön geschrieben sind, dass man sie einfach tief in sich verschließen möchte. Ich musste so einige Male das Lesen unterbrechen um genau diese Sätze herauszuschreiben.

Das Buch ist einfach ein sprachlicher Genuss, das man Wort für Wort genießt und in sich aufnimmt.
Zudem ist das Buch mit Zitaten aus der Odyssee gespickt, das dem ganzen noch einmal eine besondere Note verleiht und auch die zitierten Songtexte untermauern die Stimmung im Buch auf eine besondere Weise. Herausragend fand ich allerdings die sizilianischen Sprichwörter die Margheritas Oma immerzu zum besten gibt.

Das Buch lässt sich generell leicht lesen, dennoch würde ich einfach empfehlen das Buch langsam zu lesen um das alles richtig wirken zu lassen.

Die Geschichte an sich wusste ebenfalls zu überzeugen, zumal ich es einfach toll fand wie viel Einfluss Margheritas Odyssee letztendlich auf alle involvierten Protagonisten hat. Wie sie an ihrer Reise selbst anfangen zu wachsen und etwas über sich selbst zu lernen.
Hier waren einfach viele Reifeprozesse vorhanden, für jeden einzelnen Charakter gab es eigene innere Hürden zu überstehen, denen sie sich allerdings erst durch Margherita zu stellen wagten.
Ich mag es ja generell sehr gerne, wenn Charaktere über sich hinaus wachsen, dass es hier bei fast jedem der Protagonisten geschehen war, fand ich einfach überraschend und absolut positiv.



Die Odyssee von Margherita selbst ist recht abenteuerlich gestaltet, teilweise fand ich das ein wenig unglaubwürdig, aber es passte zur Geschichte und das ein oder andere Ereignis sorgte somit für Spannung, zwischen der allgemein eher ruhigen Geschichte.



Ein wirkliche wunderschönes Buch, es ist ein Buch, das nicht nur schön, tief und bezaubernd ist sondern auch zum nachdenken anregt und vor allem einfach glücklich macht.
Absolue Lesepflicht!

Weitere Informationen:

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (9. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442746620
  • ISBN-13: 978-3442746620

Freitag, 24. Januar 2014

[Neuzugang] Von einem Buch zum nächsten

Hallo meine Lieben,

nach dem ich nun eine fast 10 tägige Abstinenz vom Internet durchleiden musste, habe ich nun endlich wieder Zugang und auch mein Blog will dann wieder gefüllt werden. ;)
Das gute an so einer internetlosen Zeit ist ja, dass man sich dem wichtigen Dingen widmet und das ist für mich nun mal vor allem auch das Lesen.
Habe gerade ein bisschen Rezensionen Stau, komme da nicht ganz hinterher mit dem schreiben, 2 1/2 muss ich noch schreiben, zwei sind dafür fertig und die werde ich dann auch heute oder morgen noch online stellen, mal schauen. :)

Aber darum soll es hier ja auch gar nicht gehen sondern um meine neuesten Bücher, die mir hoffentlich schöne Stunden bereiten werden. :)

Nachtmahr - Das Erwachen der Königin von Ulrike Sschweikert: 
"Tagsüber ist Lorena eine unscheinbare, junge Frau - aber jede Nacht verwandelt sie sich in ein wunderschönes Wesen, getrieben von unbändiger Lust: Sie ist ein Nachtmahr. Kein Mann kann ihr widerstehen, und wer einmal ihren Reizen erlegen ist, verfällt ihr auf ewig. Aber dann trifft sie auf David, ihre große Liebe. Ihm zuliebe versucht Lorena verzweifelt, den zerstörerischen Nachtmahr in ihr zu bändigen. Lorena ahnt jedoch nicht, dass sie ihr wahres Wesen nicht verleugnen kann. Denn sie ist die Auserwählte, die über das Schicksal der Nachtmahre entscheiden wird ."

Ich finde das Cover so unglaublich schön, hab ja echt ein Faible für diese Art von Covers und bisher konnte ich mich daran auch noch nicht ganz so recht satt sehen, ich meine wie auch. :>
Dieses Buch habe ich bereits gelesen und die Rezension ist gerade in der Mache, dürft gespannt sein. ;)



Century Love - Tödliches Fieber von Dee Shulman: 
"Nach seinem Tod durch ein mysteriöses Fieber wacht der Gladiator Sethos an einem merkwürdigen Ort wieder auf: Parallon. Doch von seiner Geliebten Livia findet er hier keine Spur. Als Sethos eine Möglichkeit entdeckt, durch die Zeit zu reisen, macht er sich auf, um Livia zu finden."

Auf dieses Buch bin ich doch recht gespannt, für mich klingt es nach einer sehr interessanten Art eines Zeitreiseromans, deswegen bin ich voller Freude auf das Buch und kann es kaum noch erwarten damit anzufangen, zu mal die Fortsetzung schon allzu bald folgt. :)
Wird nun auch das nächste Buch sein, das ich mir zu Gemüt führen werde. :)


Hanna und Sebastian von Thomas Klugkist:
"In der Hoffnung, ganz zueinander zu finden, schreiben sich Hanna und Sebastian nach einigen traumhaften Tagen in Rom lange und intensive Briefe. 
Doch das Leben treibt sie auseinander, und das Schreiben wird zu einem exklusiven Raum, in dem sie ihre Liebe so leidenschaftlich, grenzenlos und wahrheitshungrig leben können wie nirgendwo sonst ? und in dem sie einander die Freiheit schenken, die sie dann immer kompromissloser auch in der Wirklichkeit suchen ..."


Dieses Buch hat mich irgendwie total spontan getroffen und gleich diesen haben wollen Effekt ausgelost, bin nun froh, dass ich das Buch habe und bin hier ebenfalls auch sehr gespannt, habe einfach das Gefühl hier begegnen mich sehr tiefgründige Charaktere und nun ja, das mag ich ja immer mehr als nur gerne. :)


Die Analphabetin die rechnen konnte von Jonas Jonasson: 
"Die aberwitzige Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mithilft und nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt führt. Nach einem besonders brisanten Geschäft setzt sie sich nach Schweden ab, wo ihr die große Liebe begegnet. Das bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander..."

Dieses Buch berührt mich irgendwie allein vom Klappentext schon auf eine Art und Weise, die einen einfach nur neugierig auf das Buch werden lassen kann. :)
Ich bin einfach ziemlich neugierig auf die Geschichte der Protagonistin und erwarte, dass es durchaus berührt, aber immer irgendwo eine gewisse Leichtigkeit und vor allem auch den Humor behält. :)
Außerdem liebe ich das Cover total, einfach nur schön und süß zugleich. :3


Für immer Ella und Micha von Jessica Sorensen: 
"Während Micha sich einen Traum erfüllt und mit seiner Band auf Tour geht, ist Ella ans College zurückgekehrt. Sie sehnt sich nach Micha, aber in letzter Zeit sind die gemeinsamen Momente selten geworden. Zugleich machen die Abgründe in ihrer Familie es Ella schwer, an ihr Glück zu glauben. Sie will Micha auf jeden Fall davor schützen, und eines Tages trifft sie eine radikale Entscheidung, die sie für immer von ihm entfernen könnte."

Der erste Teil ist ja bereits beendet, Rezension steht noch an und schon ist die Fortsetzung auch schon da und wartet darauf ebenfalls gelesen zu werden. Mir hat der erste Teil ziemlich gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz so hin und weg war wie die allgemeine Bloggerwelt, das mindert meine Vorfreude auf die erneute Begegnung mit Ella und Micha allerdings nicht im geringsten. :)


Das wars dann auch erst einmal wieder, man will es schließlich auch nicht übertreiben, wobei eigentlich schon aber möglich ist das ja nicht immer. :P

Donnerstag, 9. Januar 2014

[Rezension] Die Erben von Atlantis

von Kevin Emerson
"Owen Parker lebt in einer Welt, die durch die Klimaerwärmung nahezu unbewohnbar geworden ist: Die Sonne stellt eine tödliche Gefahr dar, und die Menschen haben ihre Städte unter die Erde oder unter riesige Kuppeln verlegt. Owen kennt keine andere Welt und hält sich für einen völlig normalen Jugendlichen – bis er im Feriencamp beim Tauchen die Kontrolle verliert und feststellt, dass er ohne Sauerstoff mehr als zehn Minuten unter Wasser atmen kann. Er scheint über uralte, angeborene Fähigkeiten zu verfügen, die nicht nur ihm, sondern der gesamten Menschheit das Überleben auf dem zunehmend unwirtlichen Planeten ermöglichen könnten. Wenn Owen nur einen Weg findet, diese Kräfte zu begreifen und zu kontrollieren."
Owen Parker lebt in einer ungemütlichen Zukunft, die Welt ist vom Klimawandel zur einzigen Gefahrenzone geworden, in der das Überleben zur echten Herausforderung wird. Entweder die Menschen leben unter der Erde, die sie vor der Sonne schützt oder unter riesigen Kuppeln in der die frühere Schönheit der Natur, zumindest im Schein noch gegeben ist, in Wirklichkeit ist auch da alles nur Illusion an der sich niemand zu stören scheint.
Owen kommt auf den sogenannten Hubs, den Plätzen unter der Erde, durch eine Lotterie wird er ins Camp Eden eingeladen, das sich unter einer dieser Kuppeln verbirgt, dass dieser Aufenthalt sein ganzes Leben in ein neues Licht rückt, hatte er bei seiner Anreise nicht erwartet.
Doch schon schnell machen sich Veränderungen in ihn breit, bei einer Schwimmprüfung im See bekommt er einen Krampf, er ist dabei zu ertrinken als ihm Kiemen wachsen die sein überleben sichern.
Lilly Juniorbetreuerin im Camp, zieht ihn aus dem Wasser und rät ihm dringend davon ab, diese Veränderung an die Leiter des Camps weiter zu tragen, er vertraut ihr und findet schon bald heraus, dass sie ebenfalls Kiemen besitzt und es gibt noch mehr von ihnen..
Er findet heraus, dass er das Erbe von Atlantis in sich trägt, dass er ein Atlanter ist, mit dem neu gewonnenen Wissen, versucht er das Camp zu verlassen, doch das lassen die Leiter des Camps nicht einfach so zu, denn genau nach ihm haben sie gesucht..


Tatsächlich mag ich das Cover sehr gerne, der orange-rote Hintergrund spiegelt für mich die dortige Welt wieder, während die Wasserblasen, dann das neu entdeckte sind, das Wasser für sich zu nutzen, das dem ganzen so ein wenig einen Hoffnungsschimmer verleiht, mir gefällt das Zusammenspiel hier einfach recht gut. :)


Ich war sehr gespannt inwiefern Atlantis in diesem Buch eine Rolle spielt, tatsächlich finde ich die Sage um die versunkene Stadt recht faszinierend, allerdings wird dieser Aspekt in der Geschichte dann doch anders integriert als ich es mir vorgestellt oder gar gewünscht hatte, nichtsdestotrotz, kam das alles recht unerwartet, was eine gewisse Neugierde in mir geweckt hat, die befriedigt werden wollte, so dass ich mich schnell damit anfreunden konnte.

Generell war es für mich schwierig zu erahnen, welche Richtung dieses Buch einschlagen würde, was natürlich eine gewisse Spannung erzeugt, allerdings konnte die sich dann in der ersten Hälfte nicht unbedingt halten.
Die Handlung schreitet nur sehr langsam voran, während man schnell mit Owen und seinen Kiemen in Berührung kommt bleiben die Antworten und Hintergründe diesbezüglich nur sehr wage bzw. gibt es nur Spekulationen der anderen Kiemenmenschen und dann verliert sich die Handlung auch schon wieder im Camp-Alltag.
Ich fand es nicht nur negativ, es hat durchaus positive Effekte mit sich gebracht, so konnte man als Leser zusammen mit Owen in Ruhe seine neuen Fähigkeiten entdecken und sein zurecht kommen damit erleben.
Auch bekommt man dadurch einen gewissen Einblick über den Verlauf dieser Welt, was sie ausmacht und wie sie funktioniert, auch wenn vieles sich im Nachhinein als Trug herausstellen mochte, es ist nur eine Sache, de einem dabei hilft die Welt vor dem inneren Auge aufleben zu lassen.

Nur der Spannung wurde damit einen gewissen Abbruch getan, das ändert sich dann ab der zweiten Hälfte des Buches allerdings sehr fix und viele neue Eindrücke kommen auf einen zu, bei den ich anfänglich dann sogar die Schwierigkeit hatte zu folgen.
Das Geheimnis um die Atlanter kommt immer weiter zu Tage, leider blieben mir hier noch viele Fragezeichen auf der Stirn stehen, denke allerdings das die weiteren Teile darauf aufbauen werden und das ist dann auch vollkommen okay.

Was mich dann auch noch mal recht schockiert hatte, war die Grausamkeit die gegen Ende dann zunahm, es wurden sämtliche Versuche mit Kiemenmenschen angestellt, diese Entdeckung war nicht nur für die Protagonisten selbst, ein abscheulicher Fund, die Beschreibung dessen was sie vorfanden war auch für mich sehr nahe an der Grenze zu dem was ich vertragen kann. Nicht das ich es negativ werten möchte, es war ein schockierender Moment, der die Grausamkeit hinter der Maskerade nur noch mehr verdeutlichte, demnach eher positiv und ein überraschender Moment. :)

Es lässt sich insgesamt eine gewisse Komplexität feststellen was den ganzen Handlungsaufbau betrifft, die entfaltet sich hier zum Teil, lässt aber noch einige Luft nach oben frei und darauf bin ich im Endeffekt sehr gespannt in den nächsten Teilen.

Die Charaktere sind hier in einer großen Zahl vorhanden, bleiben bis auf Owen und Lilly allerdings auch recht flach. In diesem Buch ist es nicht unbedingt störend, da das Abenteuer mehr im Fokus steht und stehen sollte, ein bisschen mehr liebe zum Detail, wäre bei der Zeichnung der Charaktere allerdings auch nicht weiter schlimm gewesen.
Dennoch gab es einige Charaktere die ich mochte, gerade deshalb hätte ich vielleicht auch einfach gerne einen besseren Bezug zu ihnen aufbauen wollen und mehr über sie und ihre Geschichte erfahren. Seis drum, Owen und Lilly kommen gut zur Geltung und sind zwei sehr sympathische Protagonisten, auch wenn sie mehr dem gängigen Stereotypen folgen, als wirklich einzigartige Persönlichkeiten zu sein.


Eine interessante und abenteuerliche Geschichte, die einen durchaus in den Bann zieht, wenn die erste etwas langatmige Phase überstanden ist. Das temporeiche Ende, mit vielen kleinen Details über die Hintergründe, machen Lust auf die Fortsetzungen auf die ich nun wohl geduldig warten muss. :>
Super Buch.
Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453315286
  • ISBN-13: 978-3453315280

Montag, 6. Januar 2014

[Rezension] Liebe macht Anders

von Karen-Susan Fessel
"Anders ist neu in der Klasse. Er sieht super aus und hat etwas Geheimnisvolles an sich. Schnell entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihm und Sanne. Das passt Robert, dem bisher unangefochtenen Sunnyboy und Ex-Freund von Sanne überhaupt nicht und er beginnt in Anders‘ Vergangenheit zu graben: Nicht nur, dass der Typ keinen Facebook-Account hat – man findet ihn überhaupt nirgends im Netz. Irgendetwas ist da faul! Als Robert entdeckt, dass der Neue gar kein „richtiger“ Mann ist, wird es gefährlich für Anders. Richtig gefährlich. Und Sanne muss hilflos dabei zusehen."


Anders ist anders, schon als seine neuen Mitschüler ihn in der Klasse sitzen sahen, war ihnen das bewusst ohne den genauen Grund allerdings zu kennen.
Während die Jungs ihn als Eindringling betrachten, der ihnen ihr Revier streitig machen will, sind die Mädchen dem neuen Jungen sofort verfallen. Insbesondere Sanne, Sanne durchfährt jedes mal eine heiße Welle wenn sie ihn anschaut, das hingegen lässt Robert vor Zorn erglühen.
Wie besessen versuchen er und seine Freunde mehr über Anders herauszufinden, etwas was sie gegen ihn verwenden können.
Während Robert immer vergeblich nach ihm googlet und alle möglichen Suchbegriffe in die Tastatur hämmert, freundet sich Anders mit Pascal an. Eine aufkeimende Freundschaft und auch Sanne kommt er immer näher, als gerade alles irgendwie schön ist, findet Robert allerdings doch die nötigen Informationen um Anders fertig zu machen..



Der Titel prangt in großen Lettern auf dem Cover, der Titel sticht ins Auge und lässt einen durchaus neugierig werden. Zudem mag ich die Farbgestaltung, grau und rosa sind für mich eine schöne Mischung.



Das Buch bietet allein durch seine Thematik ein großes Potenzial. Der Leser wird mit einem Thema konfrontiert, dass immer noch regelrecht tabuisiert wird, Intersexualität, das geboren werden mit zwei Geschlechtern.
Ich hab mich daher wirklich auf das Buch gefreut, weil ich einfach noch nie wirklich in Berührung mit dieser Thematik kam, schon gar nicht in der Literatur. 
Durch die geringe Anzahl an Seiten, war aber schon von Anfang an klar, dass wahrscheinlich nicht wirklich tief in die Thematik eingetaucht wird.
Dass es dann aber so oberflächlich abgedeckt wurde, hat mich enttäuscht.

Der Protagonist ist zwar intersexuell, aber letztendlich hätte es auch jede andere Sache sein können die den Hass seiner Mitschüler auf sich zieht. Es ist einfach nur ein ungewöhnlicher Punkt der hier ausgewählt wurde, der zwar der Grund für das Verhalten seiner Mitschüler ist, aber nicht wirklich thematisiert wird.

Stattdessen ist der Antrieb für alles was Robert tut, in erster Linie die Eifersucht die er hegt, weil Sanne, das Mädchen auf das er steht, sich für Anders interessiert.
Primär geht es also nicht um Intersexualität in diesem Buch und der "wunder Punkt" von Anders hätte beliebig ausgetauscht werden können das fand ich einfach recht schade. Nun haben wir es hier mit einem Jugendbuch zu tun, das sollte man wohl nicht außer Acht lassen, dennoch eine tiefgründigere Beschäftigung mit dem Thema an sich hätte ich begrüßt.
Zu mal ich durchaus der Meinung bin, dass man schon in der Jugend anfangen sollte ein gewisses Verständnis dafür zu wecken und Toleranz aufzubauen, aber vielleicht reicht die subtile Auseinandersetzung gerade für junge Jugendliche auch schon.

Die Geschichte an sich konnte leider auch nicht wirklich durch Spannung aufbauen. Neben den ganz gewöhnlichen erzählen der Geschichte, tauchen hier immer wieder Zeugenaussagen von Anders Mitschüler und seiner Schwester auf. Mir hat das eigentlich sehr gut gefallen, zu mal man so von vielen Nebencharakteren genauere Einblicke erleben durfte und die Motivation hinter gewissen Taten erfuhr.

Leider wird einem dadurch auch schon viel vorweg genommen. Eigentlich war die grobe Handlung schon allein durch den Klappentext und den ersten Aussagen bekannt gewesen, was auch der hauptsächliche Grund dafür war, dass keinerlei Spannung bei mir aufkam. Fand ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuschend.

Auch die Sprache hat mir nicht wirklich gut gefallen, die Autorin hat sich bemüht jugendlich zu klingen, wirklich ernst nehmen konnte ich das nicht. Es hat einfach nur aufgesetzt gewirkt, zu mal ich auch keine jüngeren kenne die sich so artikulieren. Einfach eine übertriebene Darstellung meiner Meinung nach. Mag sein, dass es einigen gefallen wird, ich allerdings fand, dass es einfach nur den Lesefluss gestört hat.


Was mir gut gefallen hat war die Darstellung der Charaktere, es sind viele Personen vorhanden und trotz der geringen Seitenanzahl, fand ich sie durchaus gut ausgearbeitet. Recht gewöhnlich waren sie irgendwo schon, vom klassischen Außenseiter bis hin zum arroganten Schnösel war eigentlich alles vorhanden was es an Stereotypen geht, mehr Kreativität in der Gestaltung der Charaktere, wäre schon wünschenswert gewesen.

Dennoch konnte nicht nur Anders, der natürlich anders ist die Sympathie auf meine Seite ziehen, ich mochte vor allem auch Sanne und Pascal. Die beiden sind die einzigen die Anders näherkommen und gerade Sanne die sein Geheimnis als erstes erfährt und einfach sehr gelassen darauf reagiert, weil sie sich verliebt und wenn man verliebt dann ist das Geschlecht doch einfach egal, denn man liebt den Menschen. Fand ich eine sehr schöne kleine Botschaft, auch wenn man natürlich auch nicht erwartet hatte, dass es anders kommt. ;)



Definitiv ein Buch das man lesen kann, allerdings gibt es aus meiner Sicht einige Schwächen und das Buch hätte mit seiner Thematik, wesentlich mehr Potenzial geboten als hier genutzt wurde. 
Solide.

Weitere Informationen: 


  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Franckh Kosmos Verlag; Auflage: 1 (5. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344013346X
  • ISBN-13: 978-3440133460