Mittwoch, 26. Februar 2014

[Neuzugang] Weil es sich schon wieder lohnt euch was zu zeigen. :)

Hallo meine Lieben,

heute gab es für mich doch eine recht gute Ausbeute, so dass ich nicht länger auf weitere Bücher warten möchte, sondern euch meine heutigen Neuzugänge gleich zeigen mag. :)
Wenns zu viele neue Bücher sind, die es vorzustellen gilt, dann ist mir das immer zu anstrengend. :P


Alice, wie Daniel sie sah von Sarah Butler:
"Für den obdachlosen Daniel ist jeder Buchstabe mit einer Farbe verbunden. Seit Jahren streift er durch London und sammelt Papierschnitzel und andere achtlos weggeworfene Dinge in den Farben, die den Namen seiner Tochter bilden: Eisblau für A, Gold für L, Rosa für I, Dunkelblau für C, Grau für E - Alice. Daraus formt er kleine Kunstwerke, die er für sie in der Stadt verteilt. Daniel hat seine Tochter noch nie getroffen. Bis ihm der Zufall eines Tages ihre Adresse zuspielt."

Glaube ich hab mich so ein bisschen in die Beschreibung verliebt, das klingt nicht nur wunderschön sondern auch bezaubernd und ich hoffe ja auf eine einzigartige Note in diesem Buch, bin unglaublich gespannt. :)


Schwarze Tränen von Thomas Finn:
"Im »Gasthaus zum Löwen« in Staufen findet Lukas Faust, Nachfahre des berühmten Doktor Faust, ein mittelalterliches Zauberbuch. Als er einen kostbaren Diamanten aus dem Einband herausbricht, geht auf einmal ein Froschregen über der Stadt nieder, und die Jagd auf ihn wird eröffnet. Erst der schwarze Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel persönlich entpuppt, rettet ihn. Mephisto erklärt ihm, dass in der Hölle ein Machtkampf tobt. Wer die drei Teufelstränen besitzt, von denen Lukas' Diamant eine ist, vermag die Apokalypse heraufzubeschwören. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die zwei müssen die übrigen Tränen vor ihren Verfolgern finden."

Von diesem Buch werde ich mich einfach komplett überraschen lassen. Denn nur Anhand des Klappentextes, wirkt dieses Buch für mich noch nicht sonderlich aussagekräftig. Dennoch macht es mich neugierig. :)


Die Beschützerin von Susanne Kliem:
"Janne Amelung, erfolgreiche Event-Managerin bei einem Berliner Fernsehsender, muss ihre Abteilung vor Unternehmensberatern präsentieren. Die Atmosphäre ist angespannt – es steht viel auf dem Spiel. Umso erleichterter ist Janne, dass Vanessa Ott aus dem Beraterteam aufgeschlossen und sympathisch wirkt und sogar den privaten Kontakt zu ihr sucht. Janne lässt sich dankbar darauf ein – auch wenn sie das starke Interesse der Beraterin insgeheim irritiert. Aber Nein sagen ist nicht gerade ihre Stärke.
Kurze Zeit später hat sich Jannes Situation komplett gewendet: Sie wird zum Opfer von Mobbing und Intrigen, selbst ihre engsten Kollegen misstrauen ihr nun. Dann dringt jemand heimlich in ihre Wohnung ein, benutzt ihre persönlichsten Dinge. Als ihr eine Affäre angehängt wird und ihre große Liebe Gregor sich von ihr abwendet, erkennt Janne, dass sie Opfer eines teuflischen Plans ist. Aber wer steckt dahinter? 
Es ist jemand, der sie ganz genau durchschaut und ihr immer einen Schritt voraus ist..."


Generell bin ich ja nicht der große Thriller-Fan, dennoch finde ich dieses Buch überraschenderweise recht ansprechend und freue mich sogar drauf. :P


Life after life von von Kate Atkinson:
"During a snowstorm in England in 1910, a baby is born and dies before she can take her first breath.

During a snowstorm in England in 1910, the same baby is born and lives to tell the tale. What if there were second chances? And third chances? In fact an infinite number of chances to live your life?"

Generell lese ich ja weniger englisch bzw. eigentlich gar nicht, also hoffe ich, dass mir dieses Buch keine Schwierigkeiten bereiten wird. Beim reinlesen, erschien es mir zumindest nicht so, aber wer weiß das schon. Bin schon ein wenig ungeübt in der Hinsicht, auch wenn ich der Sprache generell relativ mächtig bin. ;)
Trotz meiner bedenken freue ich mich wahnsinnig auf das Buch, weil ich die Handlung ganz sicher lieben werden, gaaaanz sicher. ^.^




[Rezension] Ich bin Tess

von Lottie Moggach
"Leila hat Tess nie zuvor getroffen.
Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst.

Tess hat Leila nie zuvor getroffen.
Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will,
muss sie Leila ihr Leben anvertrauen.

Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel.
Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten?"





Nach dem Tod ihrer Mutter, zieht Leila sich in ein Internet-Forum namens Red Pill zurück, sie ist begeistert von den tiefgehenden Unterhaltungen, die dort stattfinden und wird schnell ein anerkanntes Mitglied in der Forumsgemeinde.
Schon bald bittet Adrian, der Gründer, sie um ein privates Treffen. Sie willigt ein ohne zu ahnen, was er von ihr möchte. Am Tage des Treffens bietet er ihr einen Job an, er erzählt ihr von Tess.
Tess ist krank und sieht keine Heilung für sich, Tess will sterben. Doch obwohl sie ein eigenwilliger Mensch ist und teilweise auch nicht sonderlich viel von ihren Freunden und Familie hält, bringt sie es nicht über sich sie im Stich zu lassen. So bittet Adrian, Leila darum Tess' Identität im Internet zu übernehmen, so dass Tess ihr Recht auf Selbstmord in Anspruch nehmen kann. Leila willigt ein..


Ich finde die Gestaltung des Buches schon sehr passend und vor allem ist es im Bezug auf die Thematik auch sehr aussagekräftig, dennoch mag ich es persönlich weniger gern. Denke mir wirkt es einfach zu spielerisch.


Das Buch hat wahrlich mein Interesse geweckt und ich war vor dem Lesen wirklich voller Vorfreude, leider war ich mit der Umsetzung des Buches am Ende nicht ganz zufrieden.

Das Problem das ich mit diesem Buch hatte und das ich irgendwie gar nicht bedacht habe, um dieses Buch authentisch wirken zu lassen braucht es für Tess und Leila natürlich einiges an Vorbereitungszeit. Man kann nicht mal eben so von jemanden die Identität übernehmen, ohne auch nur irgendetwas von dem anderen zu wissen.
An sich ist es schon irgendwo interessant für mich gewesen zu sehen, wie Leila das Leben von Tess immer mehr studiert und auseinandernimmt. Sie ist da sehr sorgfältig und sehr darauf bedacht auch das winzigste Detail in Erfahrung zu bringen, damit später auch ja kein Verdacht entstehen kann.
Während dies Anfangs noch völlig legitim war und natürlich auch interessant, da man dadurch wirklich sehr viel Auskunft über Tess erhält und sie dadurch natürlich sehr gut kennenlernt.
Allerdings kommt man dann auch irgendwann zu dem Punkt, in dem man das ganze als ermüdend empfindet und man sich endlich wünscht, der nächste Schritt würde eingeleitet werden.

Als der Wendepunkt dann da ist und Leila endlich ihre Rolle als Tess einnimmt, wartete ich darauf, dass dann auch endlich der Aufschwung kommen wird, aber auch hier wartet man dann vergebens.
Es mag auch hier anfänglich ganz interessant sein, welch neues Leben sich Leila für Tess ausdenkt. Sie lässt Tess auswandern an einen abgeschiedenen Ort, weit weg von ihrem alten zu Hause, so dass Freunde und Familie nicht mal ebenso nach einem Treffen verlangen könnten, Leilas Ziel ist es den Kontakt zu ihnen Aufrecht zu erhalten, aber innerhalb eines Jahres sollte dieser Kontakt dann langsam zu allen Parteien auslaufen und sich verlieren, so dass sich am Ende niemand mehr fragen würde, was macht eigentlich Tess?
Ein gescheiter Plan, gerade bei Freunden führt eine solche Distanz wohl häufiger dazu, dass man sich verliert und mit ihrer Familie stand Tess eh nur sporadisch in Kontakt.
Leila lässt sich wirklich viel einfallen und geht wirklich in die Rolle von Tess auf, es war doch sehr interessant zu sehen wie sehr sie sich irgendwann in dieser Rolle befindet und ihr eigenes Leben dabei immer mehr aufgibt und sie sich in ihrer eigenen Haut auch gar nicht mehr wohlfühlt.
Allerdings ist es auch bis hierhin ein weiter weg und ich empfand ihn als sehr mühselig.

Wirkliche Spannung habe ich erst auf den letzten Seiten bemerkt, da hat das Buch schon noch mal ein bisschen was herausgerissen, es kommen ein paar interessante Wendungen zu Tage, die teils schockieren, aber vor allem auch das eigene Gehirn noch mal zum rattern bringen.

Generell ist das natürlich ein Buch, das einen nachdenken lässt. Nicht nur darüber ob ein Mensch das Recht dazu hat sein Leben zu beenden, wenn er sich nicht mehr in Stande dazu sieht es zu führen, sondern ist es moralisch vertretbar einem Menschen zu helfen diesen Schritt leichter gehen zu können?

Auch die Tatsache eine andere Identität anzunehmen wirft einige Gedanken auf, zu mal man die Entwicklung von Leila doch sehr stark ausfällt und sie sich wahrlich darin verliert Tess zu sein. Ich fand diesen Punkt übrigens gut dargestellt geht sogar soweit, dass sie sich in einen von Tess Exfreunden verliebt und das ganze dann schon fast krankhafte Züge bei Leila annimmt.

Dennoch hatte ich auch so meine Probleme mit Leila, ich fand sie alles im allem sehr unsympathisch und auch wenn sie sich selbst für wahnsinnig intelligent halten mag, so empfand ich sie eher als naiv, im später Verlauf des Buches verstärkt sich das empfinden zunehmend und ich hatte häufig das Gefühl mir den Kopf auf die Tischplatte hauen zu wollen.
Zudem mochte ich ihre Überheblichkeit nicht, sie fand sich den meisten überlegen und Menschen die anderer Ansichten waren als sie, nahm sie gleich gar nicht mehr ernst.
Auch empfand ich es schade, dass sie nicht näher über ihr handeln nachdenkt und nicht einmal abwiegt ob das alles nun so richtig ist, das erschien mir doch sehr einseitig zu sein und ich hätte mir hier einfach gewünscht, dass sie das ganze mehr reflektiert.


Es ist eine interessante Thematik und ich würde noch nicht einmal sagen, dass das Potenzial nicht genutzt wurde, denn weitestgehend fand ich die Umsetzung schon gelungen, ich weiß nur nicht ob sich das ganze so als Buch eignet.. Mir persönlich beinhaltete das Buch durch die realistische Entwicklung einfach zu wenig Spannung.
Leider nur okay.

Weitere Informationen:
  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Script5 (17. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001587
  • ISBN-13: 978-3839001585

Montag, 24. Februar 2014

[Neuzugang] Ein Hörbuch hat sich bei mir eingeschlichen. ö.ö

Hallo meine Lieben,

es ist mal wieder Zeit um die neuesten Neuzugänge vorzuführen und mal was ganz außergewöhnliches, ich habe nun auch mal ein Hörbuch das es vorzustellen gilt. Also rede ich gar nicht weiter um den heißen Brei herum:


Zeitsplitter von Cristin Terill: 
"Em ist seit Monaten in eine winzige Zelle gesperrt und rechnet fast täglich mit dem Tod. Ihr bleibt allein die geheime Kommunikation mit Finn, den sie liebt und der im Nebenraum eingekerkert ist. Marina dagegen hat alles: Sie ist reich, hat viele Freunde und ist verliebt in einen aufstrebenden Physiker. Vier Jahre liegen zwischen den beiden jungen Frauen, und doch sind sie dieselbe Person. Als in Ems Zeit eine Möglichkeit entdeckt wird, in die Vergangenheit zu reisen, geht sie vier Jahre zurück. Ihre Aufgabe: Sie muss den Mann töten, den Marina über alles liebt – um zu verhindern, dass dieser ihr Zuhause und die Zukunft der gesamten Menschheit zerstört."

Hab mich ja noch nie wirklich an Hörbücher herangewagt, bin allerdings schon davon überzeugt, dass ich auch einfach lieber lese als mir vorlesen zu lassen. Dennoch freue ich mich sehr über diesen Neuzugang, zu mal das Buch eh auf dem Wunschzettel stand. :)
Bin sehr gespannt auf die Geschichte und hoffe auf eine angenehme Stimme zu der ich lauschen darf. ;)


Die anderen Neuzugänge sind dann aber wie gewohnt Bücher:


Das unerhörte Leben des Alex Woods von Gavin Extence:
"Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können - er trägt Narben, die das beweisen.


Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.


Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat ..."

Dieses Buch habe ich schon Anfang des Jahres entdeckt und mir war da schon klar, dass ich es lesen möchte. Es wird ja sehr toll angepriesen und ich habe da meine gewissen Erwartungen und hoffe, dass diese dann erfüllt werden. Freue mich aber sehr auf das Buch. :)


Dancing Jax: Auftakt von Robin Jarvis:
"Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können – bevor es zu spät ist.

Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen."


Ich weiß nicht was mich erwartet und ich weiß auch nicht ob es mir gefallen wird, aber ich bin einfach so unglaublich neugierig auf dieses Buch, dass ich es einfach haben musste als ich die Taschenbuchausgabe sag. ^.^


Die Auserwählten: Im Labyrinth von James Dashner:
"Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Fest steht, dass er irgendwie auf einer Lichtung gelandet ist, umgeben von einem bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht alleine. Zusammen mit fünfzig anderen Jungen sucht er einen Weg in die Freiheit. Mörderische Kreaturen erwarten sie - und gewaltige Mauern, die sich ständig verschieben. Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden."

Das ist eins der Bücher das schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste steht und was irgendwie jeder andere schon gelesen zu haben scheint. Bin sehr froh, dass ich nun endlich die Taschenbuchausgabe entdeckt habe und ich den Anfang der Trilogie nun habe. Hab ja bisher nur gutes gehört. :)




[Rezension] Hanna und Sebastian

von Thomas Klugkist
"In der Hoffnung, ganz zueinander zu finden, schreiben sich Hanna und Sebastian nach einigen traumhaften Tagen in Rom lange und intensive Briefe. 
Doch das Leben treibt sie auseinander, und das Schreiben wird zu einem exklusiven Raum, in dem sie ihre Liebe so leidenschaftlich, grenzenlos und wahrheitshungrig leben können wie nirgendwo sonst ? und in dem sie einander die Freiheit schenken, die sie dann immer kompromissloser auch in der Wirklichkeit suchen ..."

Hanna und Sebastian kennen sich bereits über einen langen Zeitraum hinweg. Die beiden stellen für einander eine ewige Konstante dar, auch wenn sie nicht immer im Kontakt sind. Denn die Vertrautheit und die Offenheit zueinander ist jedes mal aufs neue wieder sofort gegeben.Nach dem die beiden sich in Rom wiedersehen und einige wundervolle Tage dort verbringen, sind sie umso mehr darauf bedacht sich dieses Mal nicht wieder zu verlieren.So bleiben sie zumindest im schriftlichen Kontakt, was Anfangs mehr wie eine Freundschaft wird, entpuppt sich nach und nach mehr als liebe, doch fernab ihrer Briefe und Mails führen beide ihr eigenes Leben und das schreitet ohne den anderen davon..


Ich bin wirklich sehr angetan von dem Cover, es wirkt einfach durch die schwarz-weiße Farbgestaltung und ist dennoch ein Blickfang. Finde es wunderschön und passt meiner Meinung nach auch sehr gut zum Buch.


Hab mich tatsächlich sehr auf das Buch gefreut, ich mag generell Bücher die in Briefform geschrieben sind, das ist einfach an sich erfrischend und ich finde man bekommt dadurch einen sehr guten Bezug zu den Charakteren und fühlt sich sehr im Dialog mit ihnen.


Nach dem ich also voller Vorfreude an das Buch herangetreten bin, tat ich mich dann anfangs allerdings recht schwer mich in das Buch hineinzufinden.
Grund dafür mag wohl auch der Schreibstil des Autors gewesen sein, er ist einfach recht anspruchsvoll und nicht auf Einfachheit ausgelegt, was ich generell aber als reizvoll empfinde.
Zudem, passt es einfach auch viel besser zu den beiden Protagonisten, denn die sind beide sehr gebildet und so erschien es mir zumindest ganz natürlich.
Ich glaube aber, dass mein Hauptproblem am Anfang war, dass die beiden einfach sofort vertraut miteinander waren, sie kennen und kannten sich einfach schon. Hatten dadurch schon ihre eigene Art miteinander zu kommunizieren, anfänglich fühlte ich mich da einfach recht außen vor. Hatte z.B. das Gefühl sie schrieben Dingen zu denen ich als Leser keinerlei Bezug hatte und dir mir dadurch völlig zusammenhanglos erschienen.
Gewöhnt man sich erst mal an deren ganz eigenen Kommunikation und lernt sie und auch ihre Umwelt besser kennen, so findet man sich ab einen Zeitpunkt auch gut in dem Buch zurecht und fühlt sich sehr wohl in dem ganzen.

Meinem Empfinden nach, ist das hier ein sehr intimes Buch. Als Leser drängt man sich in einen Raum in dem es eigentlich nur Platz für Hanna und Sebastian gibt.
In einen Raum in dem sie, sie selbst sein können, auf Halt und Ehrlichkeit antreffen und ein Raum in dem sie sich offenbaren und ihr innerstes nach Außen kehren. Ich fand das hat dem ganzen einfach etwas besonderes verliehen.

Ich fand es ganz schön, dass hier alles etwas tiefer gehalten war und vor allem auf der emotionalen Ebene eher trocken blieb, gerade Anfangs.
Die beiden verwickeln sich eher in sachliche oder philosophische Gespräche, in denen die beiden allerdings seltenst einer Meinung sind, fand den Schlagabtausch der beiden sehr interessant.
Die beiden sind sehr unterschiedlich, allein schon von den Ansichten her und dennoch respektieren sie einander und es gibt für beide wohl niemanden auf dessen Meinung sie mehr wert legen würden.

Anfangs habe ich die beiden nicht unbedingt als Liebende gesehen, sie führten in meinen Augen einfach nur eine Brieffreundschaft.
Auch Eifersucht spielte keine Rolle zwischen den beiden, auch nicht als potenzielle Partner mit ins Spiel gebracht wurden.
Erst mit derzeit hat sich mir dann offenbart, was wohl immer schon vorhanden war. Nur zeigt es sich bei denen einfach anders als ich es für normal empfinde.

Das Buch streckt sich über einen sehr langen Zeitraum, zehn Jahre um genau zu sein. Jahre in denen der Kontakt zueinander sehr intensiv ist, aber auch Jahre in denen sie sich dann doch wieder verlieren.
Ich fand es sehr schön zu spüren wie die beiden sich mit der Zeit verändert haben, auch wenn diese Zuweilen bei beiden sehr drastisch waren und ich die eine Veränderung sogar als krass bezeichnen würde.
Es war für mich sehr spannend zusehen wie sich ihre Leben unabhängig voneinander weiterentwickeln und sie weiterhin nur in diesem kleinen Raum den sie miteinander erschaffen haben, ihre Liebe leben. :)


Es ist nicht nur eine sehr außergewöhnliche Liebesgeschichte, die auf einer außergewöhnlichen Art erzählt wird, sondern es ist auch einer sehr niveauvolle Geschichte, die mehr verbirgt als “nur“ die Liebe.
Absolute Lesepflicht!
 Weitere Informationen:
  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (21. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406659608
  • ISBN-13: 978-3406659607

Donnerstag, 20. Februar 2014

[Rezension] Der Tag wird kommen

von Nina Vogt-Østli
"Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.
Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben."

Hans Petter leidet unter den ständigen Schikanen seiner Mitschüler, insbesondere Andreas macht ihm das Leben zur Hölle.
Die Schule macht ihm Angst und er fühlt sich komplett allein. Seine Mutter versucht ihm die Gesellschaft zu geben die er von gleichaltrigen nicht bekommt, doch auch wenn ihm die gemeinsamen Filmabende mit seiner Mutter gefallen, so weiß er dass es nicht normal ist und er wünschte sich es wäre anders.
Als er zurückgezogen in seinem Zimmer vor dem Computer sitzt und zockt, wird er von einem Mädchen namens Fera angeschrieben, die beiden freunden sich miteinander an auch als er sie behauptet aus der Zukunft zu kommen, bleibt der Kontakt weiterhin bestehen. Zwar hält Hans Petter sie nun für völlig bescheuert, aber sie ist nun mal seine einzige Freundin und er genießt die Schreiberei mit ihr.
Doch in der Schule wird die Schikane immer schlimmer und er weiß das niemand ihm helfen kann außer er selbst..



Das Cover gefällt mir weniger gut, es ist zwar recht aussagekräftig und lädt zum interpretieren ein, da ich mich durch das Cover aber doch eher an eine Geschichte im 2. Weltkrieg erinnert fühle, finde ich es nicht ganz passend obwohl es das irgendwie schon ist.^^


Ich muss sagen, dass sich das Buch als völlig anders herausgestellt hatte als erwartet, anfänglich war ich doch recht angetan von der großen Überraschung um Fera und war gespannt wohin das führen mag, aber die Geschichte hat für mich immer mehr an Reiz verloren. Was schade ist, da die Idee eine Unmenge an Potenzial aufweist.

Es geht hier vor allem um die Frage, wie entsteht das Böse? Wird man böse geboren oder wie kommt es dazu, dass einige Menschen einfach nur noch den Abgrund mit sich bringen?
Es ist eine interessante Frage, die sich allgemeingültig natürlich nicht mal eben beantworten lässt, weil es eben immer auch auf den Menschen ankommt. Aber dieses Buch richtet seine Kritik doch an unsere Gesellschaft.

Die Idee mit Fera aus der Zukunft war da einfach eine tolle Idee, sie blieb nur recht schwach ausgebaut, generell finde ich, dass man so viel mehr aus dem ganzen hätte machen können.
Die Autorin entwirft ein Zukunftsmodell in der die Menschheit von Vorsicht und Kontrolle am Leben gehalten wird, denn vor einiger Zeit hatte sich die Menschheit fast vollständig ausgelöscht und die Welt ist auch über 300 Jahre nach dem unglaublichen Krieg dabei sich zu erholen.
Doch Fera ist neugierig und möchte mehr über das Leben erfahren in dem man das Recht hatte für sich selbst die Entscheidungen zu treffen.

Es ist ein Buch das klar zum nachdenken anregen will und es teils auch tut, allerdings nicht in dem Umfang wie es das hätte tun können, aber Fera ist nicht das Problem in der Geschichte. Diesen Part habe ich wirklich genossen auch wenn ich diesen Science-Fiction Part rein vom Gefühl her nicht so passend fand für ein solches Thema.

Was mir Probleme bereitet hat war dann doch eher Hand Petter, erst einmal erfüllt er wohl jedes Klischee eines gemobbten Jungen, an sich nicht schlimm auch wenn ich es durchaus schön gefunden hätte, wenn man das ein bisschen anders dargestellt hätte.

Mit seiner Persönlichkeit kam ich im Buch allerdings nicht wirklich klar, anfangs tat er mir Leid, doch je mehr Platz ich in seinen Gedanken genommen habe umso gleichgültiger wurde sein Schicksal für mich. Nicht, dass ich der Meinung war er hätte es verdient, das hat niemand, aber mein Mitgefühl hielt sich dann irgendwo in Grenzen.
Hans Petter ist eigentlich ziemlich überheblich, er hält sich für wahnsinnig intelligent, nur leider ist dies dann nicht wirklich bemerkbar, weshalb er einfach nur wie ein arroganter Schnösel wirkt der sich selbst maßlos überschätzt. Zumindest im inneren, nach außen trägt er natürlich das Opfer schlechthin.
So hält er seine Mutter für eine minder intelligente Frau, die nicht weiß wie die Welt funktioniert, komischerweise merkt man ihr dann aber die Intelligenz an und auch wenn sie mit dem Mobbing gegen ihren Sohn überfordert ist, kann man ihr wirklich nichts vorwerfen, da sie schon wirklich viel unternommen und versucht hat. Dass all das nicht fruchtet, und nicht zur Verbesserung hilft, ist dann leider traurig, sorgt bei ihr aber auch für die Überforderung.

Generell durchlebt Hans Petter im Buch eine sehr strikte Entwicklung, sie kommt mit einem Mal auch sehr plötzlich und nimmt einen solchen Ausmaß an, dass man sich als Leser nur verwundert fragt, wieso?
So ganz einleuchtend und nachvollziehbar ist es nämlich nicht und ich fand es weder gut für die Geschichte, noch würde ich es als sonderlich realistisch bezeichnen.
Dass Mobbing extreme Folgen haben kann, will ich nicht bestreiten, aber das ist ein Ausmaß der einfach zu viel des Guten der Geschichte war. Wahrscheinlich gewollt um den Schock zu erhöhen, aber mir persönlich hat es weniger gut gefallen, zu mal es einfach nicht sonderlich gut durchdacht und konstruiert wurde. ;)


Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch und tatsächlich hätte hier auch ein sehr tiefgreifendes Werk entstehen können, denn das Potenzial war gegeben. Meiner Meinung nach wird hier leider viel verschenkt. Dennoch besticht dieses Buch auch durch positive Aspekte und der Autorin gelingt es durchaus, zum nachdenken anzuregen und ich denke damit wird ihr Ziel auch erreicht sein, nur hätte es mehr werden und dem Leser auch langfristig im Gedächtnis bleiben können.
Gute Ansätze, Potenzial verschenkt
Weitere Informationen:
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649613867
  • ISBN-13: 978-3649613862

Mittwoch, 19. Februar 2014

[Neuzugang] Bücher finden immer einen Weg zu mir. :)

Hallo meine Lieben,

so viele Bücher habe ich zwar dieses mal nicht, aber die schreien mich schon an und wollen unbedingt vorgeführt werden. Meine Bücher lieben das Rampenlicht, mir strecken sie sich auch immer so schön entgegen und wollen bewundert werden, wenn sie schon darauf warten müssen gelesen zu werden. ;)

Aber lassen wir den Quatsch mal sein und kommen wir zum wesentlichen:

Sommernachtsfrauen von Keith Donohue:
"Jack erwacht in einer Juninacht und wundert sich, wie ihm geschieht. Wenn er doch nur wüsste, wie er sich den Kopf blutig gestoßen hat. Doch kommt er kaum zum Nachdenken, denn in einem großen Wirbel tauchen nacheinander acht faszinierende Frauen auf, die Jack für ihr Schicksal verantwortlich machen wollen: sei es die junge Ureinwohnerin, die einen Mann heiratet, der sich in einen Bären verwandeln kann, sei es die Frau aus Salem, die für eine Hexe gehalten wurde. Mythologie, Geschichte und Fantasy sind in diesem phantastischen Roman zu einer großen Reise durch die Zeiten verknüpft ."

So recht weiß ich noch nicht was ich von diesem Buch zu erwarten habe, ich weiß nur eines - für mich klingt es absolut fantastisch und freue mich schon sehr darauf es zu lesen. :)
Finde das Cover auch so wunderschön. ^.^


Der Tag wird kommen von Nina Vogt-Østli:
"Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.
Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben."


Buch schon gelesen Rezension folgt. :)


Das Lied von Eis und Feuer 09: Sohn des Greifen von George R. R. Martin:
"Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht!"

Ist natürlich sehr klasse eine Reihe anfangen zu kaufen und dann mit dem 9 Teil anzufangen, habe diesen Band allerdings als Mängelexemplar gefunden und da konnte ich nicht nein sagen. :>
Außerdem hab ich so endlich den Anfang mit der Reihe gemacht und habe nun definitiv den Drang sie nun endlich mal nach und nach anzuschaffen, war ja doch sehr begeistert von den ersten 4,5 Teilen. :D


So das wars dann auch schon, aber so wie ich die Bücher kenne, wollen schon bald neue bei mir einziehen. :)

[Rezension] Das Meer in Gold und Grau

von Veronika Peters
"Jetzt sitze ich hier, beobachte, wie im Südosten Wolkenfelder aufziehen, die Sturm bedeuten können, und frage mich, wie am besten von Ruth zu erzählen ist. Ich werde ihr nicht gerecht werden. Sie war meine alte Tante, eine, die mir einen Ort gegeben hat und Menschen, bei denen ich eine Zeitlang sein konnte. Sie hat eine Spur hinterlassen, von der ich gerne einen Gipsabdruck hätte. So ist das." 
Ein kleines Hotel an der Ostsee ist der Schauplatz dieses wunderbaren Romans, in dem Veronika Peters auf ebenso bewegende wie kraftvolle Weise erzählt vom Wandel der Menschen und Zeiten - und von dem Weg, den es mitunter braucht, um zu begreifen, was wirklich wichtig ist im Leben."


Katia Werner, ist Ende zwanzig und schafft es einfach nicht Fuß in der Welt zu fassen. Gerade ist sie wieder einmal ihren Job losgeworden, weil sie sich auf eine unprofessionelle Affäre eingelassen hatte und sie steht vor dem Nichts.
Ihre Freundin Manu kann sie nicht aufnehmen und zu ihrem Vater will sie nicht, kurz entschlossen fährt sie an die Ostküste.
Dort wohnt Ruth, die Halbschwester ihres Vaters, zu der sie noch nie Kontakt hatte und nur die Information besitzt, dass sie dort ein Hotel besitzt.
Angekommen im Palau, muss sie feststellen, dass ihre Tante anders ist als erwartet oder gar erhofft.

Doch schnell gewöhnt sie sich an die neue Umgebung und fühlt sich immer wohler, nicht nur die Tante wächst ihr ans Herz sondern auch der Rest der Angestellten und so wird sie immer mehr Teil von dem ganzen, doch die Zeit ist nicht für immer..


Mal abgesehen von dem Motiv, das natürlich absolut passend ist und auch ein schönes Bild wiedergibt, wirkt es sehr kühl, was ganz gut zu Ruth passt, aber auch so spiegelt es die Stimmung des Buches wieder, denn wirklichen Sonnenschein begegnet man hier nicht. ;)


Ich habe bereits “Die Liebe in Grenzen“ von der selben Autorin gelesen, welches auch von der gleichen Protagonistin handelt.
So dass es für mich mehr ein wiedersehen mit Katia war und kein kennenlernen, ich mag sie schon ganz gerne, ich finde es toll, dass sie so herrlich unperfekt ist und ihr Leben mehr von Misserfolg als Erfolg gekrönt ist.
Sie tut sich sehr schwer sich im Leben zurecht zu finden und dadurch wirkt sie auf mich doch sehr authentisch und auch einfach ehrlich, generell gibt es häufig Protagonisten denen es leicht fällt alles zu meistern und die jede Hürde des Lebens mit Leichtigkeit überspringen. Wenn sie es dann nicht tun, dann liegt es daran, dass sie einfach wirklich schwere Schicksalsschläge erdulden mussten.
Jemanden der einfach nicht mit dem zurecht kommt was die Gesellschaft abverlangt gibt es selten von daher, ist sie in meinen Augen schon eine recht besondere Person und ein Charakter der in Erinnerung bleibt, weshalb es für mich ein freudiges Wiedersehen war. :)

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Handlung hier ganz klar eine nette Geschichte zu bieten hat, aber das nicht allzu viel Spannung dabei herumkommt.
Es geht hauptsächlich einfach nur darum wie Katia sich in ihrer neuen Umgebung eingliedert und den Alltag des Hotellebens meistert.
Im späteren Verlauf der Geschichte kommt es dann zu bewegenden Ereignissen, aber so an sich ist es rein von der Handlung her einfach nichts besonderes was sich dem Leser hier darbietet.
So richtig einnehmend sind hier nämlich die Charaktere, mittlerweile mag man vielleicht mitbekommen haben, dass eben diese für mich von großer Wichtigkeit sind, weshalb ich mich mit so einem Buch wie diesem hier auch einfach wunderbar anfreunden kann.

Meiner Meinung nach hat die Autorin nämlich ein sehr gutes Gespür dafür eigensinnige Charaktere zu erschaffen fernab von Stereotypen. Zudem integriert sie eine doch große Anzahl von ihnen die dann alle ihren eigenen Kern haben.
Schön finde ich auch, dass sie nicht nur die Stärken der einzelnen hervorhebt sondern vor allem auch die Schwächen ihren Platz gibt sich zu entfalten, dadurch wirken sie immer sehr echt und authentisch.
In diesem Buch haben wir es mir überwiegend älteren Personen zu tun, ich fand es ganz witzig den Umgang zwischen ihnen und Katia zu verfolgen, vor allem auch wie es sich dann verändert. :)

Schön fand ich auch wie gut die Umgebung hier hervorkommt, es ist doch alles recht deutlich dargestellt und man fühlt quasi den Wind der Ostsee und hört das Wasser rauschen. Man hat sich hier wirklich große Mühe gegeben die Ostsee nach Hause zu holen und ich finde, dass ist der Autorin wirklich gut gelungen. :)


Eine berührende Geschichte über das zusammenwachsen der Generationen und auch dem zu sich finden. Wer besondere, verschrobene aber vor allem liebenswürdige (alte) Charaktere mag, sollte dem Palau vielleicht mal einen Besuch abstatten. :)
Super Buch.

Weitere Informationen:
  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442467896
  • ISBN-13: 978-3442467891


Freitag, 14. Februar 2014

[Rezension] Für immer Ella & Micha

von Jessica Sorensen
"Während Micha sich einen Traum erfüllt und mit seiner Band auf Tour geht, ist Ella ans College zurückgekehrt. Sie sehnt sich nach Micha, aber in letzter Zeit sind die gemeinsamen Momente selten geworden. Zugleich machen die Abgründe in ihrer Familie es Ella schwer, an ihr Glück zu glauben. Sie will Micha auf jeden Fall davor schützen, und eines Tages trifft sie eine radikale Entscheidung, die sie für immer von ihm entfernen könnte."
Ella und Micha haben zueinander gefunden, doch während Ella weiter in Vegas studiert, geht Micha mit seiner Band auf Tour durch ganz Amerika und so bleibt wenig Zeit für Zweisamkeit.
Für beide eine große Belastungsprobe, denn während die Sehnsucht groß ist, kämpfen beide mit ihren inneren Dämonen die sie vor dem anderen verstecken wollen, gerade Ella.

Als Ella einen Nervenzusammenbruch erleidet und Micha bei ihr ist, wird ihr klar, dass sie sich nicht das selbe Leben für ihn wünscht, wie das ihres Vaters und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie beichtet ihm einen Betrug, der nie stattfand und so gelingt es sie wieder ihn von sich zu stoßen...


Wie bereits beim ersten Teil bleibt auch hier nur zu sagen, dass mir die Gestaltung weder gefällt noch ansprechend finde. Zu mal ich das Foto der beiden liebenden hier auch einfach nicht gelungen finde bzw. sie auf mich nicht attraktiv wirken und somit ist das Cover mehr ein Augengraus als Augenschmaus. :D


Nachdem mir der erste Teil durchaus gefallen hat, war ich doch recht gespannt auf den zweiten Teil.
Auch wenn ich die Befürchtung hatte, dass es hier wieder zu einem reinen hin und her, zwischen den beiden kommen wird.
Tatsächlich kam es dann auch so und dennoch hat mir der zweite Teil dann doch besser gefallen als der erste.
Ich mag es, dass die Probleme die beide haben, auch wenn sie bei Ella in einem anderen Ausmaß vorhanden sind, endlich auch angegangen werden.
Im ersten Teil ging es dann doch viel mehr darum sie sich einzugestehen und nicht sie zu bewältigen.
Von daher hatte das hin und her der beiden liebenden hier doch seine Daseinsberechtigung, meiner Meinung nach.
Zumal sie beide einfach Schwierigkeiten haben sich zu öffnen und sich gerne zurückziehen, auch wenn sie das nur tun, weil sie meinen den anderen schützen zu müssen.

Das ganze gewinnt hier dann doch ein bisschen mehr an Tiefe, das was alle am ersten Teil so begeistert hatte, habe ich nun hier gefunden, so glaube ich.
Es ist nicht nur so, dass die Charaktere weiter an Tiefe hinzugewinnen, was vor allem bei Micha bemerkbar ist, bei Ella war das im ersten Teil schon recht gut ausgearbeitet, aber nun treten auch seine Probleme immer mehr an die Oberfläche und offenbaren sich dem Leser.
Dadurch gewinnt er einfach mehr an Kontur und wirkte auf mich auch interessanter. Generell hat mir seine Darstellung hier einfach besser gefallen, weil er einfach noch mehr Emotionen preisgab und er einfach so liebevoll zu Ella ist, aber eben auch seine Fehler hat die ihn durchaus dazu verleiten Dinge zu tun oder zu sagen, die Ella verletzen könnten.
Aber wie gesagt, nicht nur die Charaktere treten besser hervor als noch im ersten Teil sondern auch die Liebe der beiden, befindet sich im stetigen Aufbau und erreicht andere Dimensionen.
Das liegt natürlich vor allem daran, dass die beiden einfach wachsen und lernen und sich letztendlich auch einander öffnen.

Schön fand ich auch, dass die besten Freunde der beiden Ethan und Lila wieder von der Partie waren und den beiden sehr hilfreich zur Seite standen, sich aber nicht aufgedrängt haben.
Ich mag die beiden einfach unglaublich gerne, weil sie beide nicht zu viel von sich preisgeben aber immer zur richtigen Zeit zur richtigen Stelle sind, von daher freue ich mich schon sehr auf den dritten Teil, in dem die beiden dann in den Vordergrund treten werden und sich ihre Vergangenheit und Gegenwart dem Leser offenbart. :)

Das Ende fand ich schön, weil es nicht endgültig ist und es nicht künstlich wirkt, der Weg der beiden wird weiterhin schwer sein, doch letztendlich hat sich eines nun verändert. Fand ich einfach unglaublich schön. :)


Eine gelungene Fortsetzung, die das ganze Potenzial vom ersten Teil weiter aufgreift und dazu noch nahezu vollständig ausnutzt. Wer den ersten Teil mochte, wird hier weiter auf seine kosten kommen. :)
Super Buch.
Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453417739
  • ISBN-13: 978-3453417731

Mittwoch, 12. Februar 2014

[Rezension] Zwischen uns die Zeit

von Tamara Ireland Stone
"Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird.."
Als Anna wie jeden morgen ihre Runden läuft, entdeckt sie einen Jungen in ihrem Alter der sie ungeniert beobachtet, im nächsten Moment ist er dann allerdings auch schon wieder verschwunden und außer zwei Fußabdrücke im Schnee ist nichts mehr von ihm übrig.
Als sie dann in der Schule einen neuen Mitschüler erwartet bleibt ihr kurz der Atem stehen, es ist der gleiche Junge. Bennett ihr nur Mitschüler will aber nichts von der Begegnung wissen, Anna gerät in Unsicherheit und gleichzeitig fühlt sie sich magisch von ihm angezogen, doch sein Verhalten ihr gegenüber ist mehr als wechselhaft.
Als es ihr dann aber tatsächlich gelingt ihm näher zu kommen, erfährt sie sein Geheimnis. Bennett ist dazu im Stande durch die Zeit zu reisen und tatsächlich kommt er aus der Zukunft in der sie schon über 30 Jahre alt ist.
Aber Bennett ist auch nicht zum Spaß hier und schon gar nicht hat er vor zu bleiben, denn er ist nur auf der Suche nach seiner Schwester, die er auf Zeitreisen verloren hat..


Die Gestaltung erinnert mich so ein wenig an einen tragischen Liebesroman und in gewisser Weise trifft es das hier auch ganz gut, dennoch ist es mir an sich zu gewöhnlich.


Dieses Buch hat mich doch recht in Zwiespalt versetzt. Auf der einen Seite mag ich Zeitreisen sehr gerne, gerade auch in Verbindung mit einer Liebesgeschichte.
Die Zeitreise kommt für mich auch gut rüber, ist sehr durchdacht das ganze und seine Fähigkeit wird sehr gut erklärt, auch mit all den Einschränkungen und Gefahren die, diese mit sich bringt.
Fand ich an sich wirklich abwechslungsreich und gut durchdacht, auch wenn gerade am Ende dann doch so einige Sachen geschehen die nicht schlüssig erklärt werden und die sich auch von selbst nicht logisch beantworten lassen, fand ich einfach recht schade, das führte nämlich generell dazu, dass ich den Eindruck bekam, die Autorin wollte einfach nur ein gewisses Ende heraufbeschwören und wisse nur selbst nicht, wie sie dahin gelangen sollte. ;)
Das ist mir ein bisschen negativ aufgestoßen, da hätte ich einfach mehr erwartet oder gar ein ganz anderes Ende auch wenn das natürlich reine Geschmackssache ist.

Die Liebesgeschichte im Buch schreitet schnell voran, ich mags generell nicht wenn die Liebe zu schnell da ist, obwohl man das Wesen des Menschen noch so gar nicht kennt, so ganz glaubwürdig ist das ganze dann auch nicht und vor allem auch nicht so wirklich nachvollziehbar. Zudem bleiben die Charaktere auch recht flach von der Ausarbeitung her, so dass das Gefühl entsteht, die beiden gar nicht wirklich kennenzulernen. Ein bisschen mehr tiefe hätte ich hier recht wünschenswert empfunden, auch wenn es sich hier um ein Jugendbuch handelt. ;)
Aber an sich ist die Liebesgeschichte ganz süß, besticht durch viele schöne kleine Erlebnisse die einfach romantisch und süß sind, auch wenn ich diese Momente teilweise einfach als Spannungskiller empfand.
Die Spannungskurve im Buch ist sehr turbulent würde ich mal sagen, die geht hoch und fällt dann wieder ganz tief und so baut sie sich ständig auf und ab.

Ansonsten sieht die Handlung doch sehr davon ab zu überraschen und irgendwie erscheint alles recht vorhersehbar. Sonderlich störend fand ich das ganze nicht, aber ein bisschen mehr hätte der Überasschungsfaktor schon gegeben sein dürfen.


Alles im allem, ist es ein Buch mit einer süßen Handlung, sie sticht aber nicht sonderlich hervor und bleibt einfach auf einer mittelmäßigen Ebene, nichtsdestotrotz findet man als Leser ein paar vergnügliche Lesestunden. ;)
Okay, mehr nicht.
Weitere Informationen:
  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: cbj (25. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570154700
  • ISBN-13: 978-3570154700


Sonntag, 9. Februar 2014

[Neuzugang] Weil man ja nie genug Bücher haben kann.. :3

Hallo meine Lieben,

so heute ist es mal wieder soweit, es haben sich genügend Neuzugänge angesammelt, so dass sich ein Post dazu lohnt.
Und ich vermute bzw. hoffe, dass sich darunter ein paar Perlen befinden. :)


Ich bin Tess von Lottie Moggach:
"Leila hat Tess nie zuvor getroffen.
Doch sie weiß mehr über sie als irgendjemand sonst.

Tess hat Leila nie zuvor getroffen.
Doch wenn sie unbemerkt aus der Welt scheiden will,
muss sie Leila ihr Leben anvertrauen.

Zu Beginn ist es leicht für Leila, sich online als Tess auszugeben. Niemand durchschaut ihr Spiel.
Doch wie lange lässt sich eine solche Lüge aufrechterhalten?"


Tatsächlich bin ich sehr gespannt auf dieses Buch, die Story ist einfach sehr fuchsig und je mehr ich mir dieses Szenario gedanklich ausmale umso mehr möchte ich mich in dieses Buch vertiefen, wird zum Glück bald geschehen. :)


Alice im Zombieland von Gena Showalter:
"An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet.."

Bin ja wirklich ein sehr, sehr großer Fan von Alice, egal ob es nun die Filme sind oder die Bücher, wobei mir die natürlich lieber sind. Von daher bin ich natürlich neugierig auf dieses Buch. Bin mal gespannt ob dieses Buch den gewissen Charme von Alice einfängt oder ob es ein totaler Reinfall ist. :>


Zwischen uns die Zeit von Tamara Ireland Stone:
"Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird.."

Dieses Buch habe ich inzwischen auch bereits beenden können, die Rezension werde ich wohl voraussichtlich morgen verfassen. ;)


Der Gottbettler von Michael M. Thurner:
"Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden."

Tatsächlich ist mit diesem Buch einer der seltenen Fälle eingetreten in denen mich ein High-Fantasy Roman, spontan total angesprochen hat. Zudem habe ich noch eine recht begeisterte Meinung dazu gelesen, die das ganze dann noch untermauert hat, bin also voller Vorfreude und recht gespannt. :)


Das Meer in gold und grau von Veronika Peters:
"Jetzt sitze ich hier, beobachte, wie im Südosten Wolkenfelder aufziehen, die Sturm bedeuten können, und frage mich, wie am besten von Ruth zu erzählen ist. Ich werde ihr nicht gerecht werden. Sie war meine alte Tante, eine, die mir einen Ort gegeben hat und Menschen, bei denen ich eine Zeitlang sein konnte. Sie hat eine Spur hinterlassen, von der ich gerne einen Gipsabdruck hätte. So ist das." 
Ein kleines Hotel an der Ostsee ist der Schauplatz dieses wunderbaren Romans, in dem Veronika Peters auf ebenso bewegende wie kraftvolle Weise erzählt vom Wandel der Menschen und Zeiten - und von dem Weg, den es mitunter braucht, um zu begreifen, was wirklich wichtig ist im Leben."


Dieses Buch lese ich zurzeit im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks, da mich die Autorin schon mal begeistern konnte war ich auch dieses Buch recht neugierig, auch wenn die Geschichte an sich erst mal nicht ganz spektakulär erscheint. Das Gespür für die Sprache und das Talent Charaktere zu gestalten, kommt aber auch hier wieder besonders zur Geltung, so dass es einfach spaß macht. :)



All unsere Träume von Julie Cohen:
"Wenn Romily nicht den Fehler gemacht hätte, sich in ihren besten Freund zu verlieben, wäre alles anders gekommen. Denn anstatt in seiner Nähe wäre sie sicher längst im Dschungel auf Forschungsreise. Aber sie liebt Ben nun mal, und das schon seit ihrer ersten Begegnung damals an der Universität. Schade nur, dass Ben Claire geheiratet hat, während Romily damit beschäftigt war, ihre Gefühle zu verdrängen. So bleibt sie die beste Freundin. Bis sie eines Tages eine völlig verrückte Idee hat und damit alles aus dem Gleichgewicht bringt."

Einfach nur ein leichter, spritziger Liebesroman, mit einen Hauch von Berührung. Zumindest erwarte ich das hier. Manchmal genau das richtige. ^.^