Montag, 30. Juni 2014

[Rezension] Dein eines, wildes, kostbares Leben

von Jessi Kirby
"Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?" Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird.

Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will."  



Parker ist die scheinbar perfekte Tochter - gut in der Schule und hält sich an jede aufgestellte Regel, selbst wenn diese ihr eigentlich nicht passt.
Als sie einen ihrer Lehrer bei einem Projekt unterstützt, bei dem sie von ehemaligen Schülern Tagebücher aus ihrer Abschlusszeit verschicken soll, fällt ihr das Tagebuch von Julianna in die Hand.
Julianna und ihr Freund Shane sind in der ganzen Stadt bekannt, denn kurz vor ihrem Abschluss sind die beiden liebenden auf tragische Weise ums Leben gekommen.
Parker weiß nicht wohin mit dem Tagebuch und letztendlich bringt ihre Neugier sie dazu das Buch selbst an sich zu nehmen und es zu lesen.
Je mehr Parker über Julianna erfährt und darüber nachdenkt was sie durch das Unglück alles verpasst hat, desto mehr begreift Parker, dass auch sie dabei ist das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen und zu verpassen..


Das Cover finde ich unglaublich schön, es strahlt Lebensfreude und Wärme aus, wirkt ebenso hoffnungsvoll. Sehr passend zum Buch. :)


Dass dieses Buch sich mehr jüngere Leser richtet war mir schon vor Beginn des Buches klar, dennoch wies der Inhalt für mich Potenzial zum nachdenken auf, so dass ich hoffte, dass auch "ältere" wie ich noch was davon haben werden.
Dies war für mich aber nur bedingt der Fall, das Buch bleibt im großen und ganzen sehr flach und von der Geschichte selbst geht auch nur geringe Spannung aus.
Das Geschehen plätschert nur vor sich hin, es dauert ewig bis sie voranschreitet und sich wirklich etwas tut, was auf der einen Seite durchaus verständlich ist wenn man bedenkt, dass sich die eigenen Denkweisen oder das Handeln nicht innerhalb von wenigen Tagen ändern, zumindest nicht in der Regel. Aber irgendwo fühlte ich mich dadurch Teils zu wenig unterhalten.
Dabei ist das bei diesem Buch noch nicht mal unbedingt bemerkbar, da es sich wirklich schnell lesen lässt und man nur so durchrast. Der Schreibstil ist in der Hinsicht halt sehr einfach gehalten was für dieses Buch aber völlig okay ist.

Was ich allerdings sehs chade fand war, dass Parker mir nicht wirklich sympathisch wurde. Ich hatte nichts gegen sie aber sie war mir doch recht gleichgültig, generell empfand ich ihr Denken und auch ihr Handeln nicht unbedingt ihrem Alter entsprechend, dabei ist sie 17 Jahre alt und steht kurz vor ihrem Schulabschluss.
Natürlich macht sie eine Wandlung durch und um die geht es ja auch Hauptsächlich, so dass ihr Verhalten wohl gerechtfertigt ist, dennoch war mir diese Wandlung dann irgendwie zu krass. Sie löst sich von den Vorschriften ihrer Mutter, was ein wichtiger Schritt ist, tut dies aber sehr unüberlegt und wirft dadurch einiges Weg was sie auch so für sich hätte nützen können.
Irgendwo empfand ich das sogar als eine falsche Vermittlung an den Leser, denn natürlich ist es wichtig das zu tun was man selbst will, aber nicht an die späteren Konsequenzen zu denken ist für mich auch einfach falsch. ;)

Die Nachdenklichkeit spiegelt sich dann in der Frage wieder was ist im Leben wichtig, das ist wohl gerade für dieses Alter (das der Zielgruppe+) eine sehr spannende Frage weil man ja doch durchaus in einer Phase steckt in der die Antwort schneller als man denkt erwartet wird.
Von daher ist Thema schon sehr gut gewählt und irgendwo hat es bis zu einem gewissen Grad auch mich erreicht, aber ich denke, dass jüngere Publikum ist dafür "anfälliger".
Zumal sie auch mehr an der aufgebauten Geschichte drumherum gefallen finden könnten, eine aufkeimende Liebesgeschichte, ein kleiner Road-Trip und ein mysteriöses Geheimnis um Julianna und ihren Tod, all das passiert nebenbei und hilft zur Veränderung von Parker.


Ein Buch dem ich mich entwachsen fühle, aber gerade für junge LeserInnen ein gutes Buch darstellen kann.
Dennoch hätte ich mir insgesamt mehr philosophische Gedanken gewünscht, denn das Potenzial wäre hier gewesen und das hätte man auch ohne weiteres den jüngeren zumuten können. ;)
Nicht ganz meins, aber okay.
 Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Franckh Kosmos Verlag; Auflage: 1 (5. Juni 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3440144488
  • ISBN-13: 978-3440144480


Dienstag, 24. Juni 2014

[Neuzugang] Lang, lang ist es her. :)

Hallo meine Lieben,

schon länger gab es keinen Neuzugang Post mehr, das soll sich nun aber ändern die Bücher sind schon etwas länger in meinem Besitz und zu einem steht die Rezension auch schon in den Startlöchern. :D


Bäume reisen Nachts von Aude Le Corff: 
"Seit Monaten verbringt die achtjährige Manon ihre Nachmittage allein, unter einer riesigen Birke im Garten. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und spricht mit Ameisen und Katzen, nur um an eines nicht denken zu müssen: das spurlose Verschwinden ihrer Mutter. Mit dem eigenen Kummer beschäftigt, vermögen Manons Vater Pierre und ihre Tante Sophie das stille Mädchen nicht zu trösten. Doch Manons Einsamkeit erweicht das Herz des mürrischen Nachbarn Anatole, der, seitdem er nicht mehr unterrichtet, sich von Kindern möglichst fernhält. Sie beginnen, gemeinsam den Kleinen Prinzen zu lesen, und es erwächst eine außergewöhnliche Freundschaft. Als eines Tages überraschend Briefe der Mutter eintreffen, schmieden das Mädchen und der alte Mann einen kühnen Plan, der sie gemeinsam mit Pierre und Sophie auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa führt.."

Dieses Buch war schon seit erscheinen auf meiner Wunschliste, hab mich sehr gefreut als meine Mutter es mir dann kaufte. ^.^
Jetzt muss es nur noch gelesen werden. :P  


Dein eines, wildes, kostbares Leben von Jessi Kirby: 
"Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?" Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird.

Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will."  


Dieses Buch habe ich bereits gelesen, Rezension folgt also quasi. Find das Cover unglaublich schön ist aber mehr ein Buch für die jüngeren ( u16) unter uns. :)


Libellensommer von Antje Babendererde: 
"An einer Tankstelle am Highway begegnet Jodie dem jungen Indianer Jay zum ersten Mal. Ein paar Tage später ist sie mit ihm auf einer Reise, die ihr Leben verändern wird. Die beiden erleben einen Sommer voller Liebe und Magie inmitten der kanadischen Wildnis - und bald steht Jodie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens."

Habe schon recht viel von der Autorin und ihren Büchern gehört, von daher habe ich die Chance ergriffen mich mal an der Autorin zu versuchen als ich dieses Buch in unserem Bücherschrank vorfand. :)
Ganz sicher bin ich mir noch nicht ob mir das Buch zusagen wird, aber ein Versuch sollte das ja immer mal wert sein. 


Das Leben kleben von Marina Lewycka: 
"Georgie Sinclair hat gerade ihren Mann vor die Tür gesetzt, ihr Sohn entwickelt eine beunruhigende Vorliebe für Weltuntergangs-Websites, und ihren Job bei einem Klebstoff-Fachmagazin findet sie auch nur bedingt faszinierend. Da trifft sie eines Tages Mrs Shapiro, die allein in einem halb verfallenen alten Haus lebt. Die verschrobene Dame ist Jüdin und im Zweiten Weltkrieg nach London geflohen. Als Mrs Shapiro ins Krankenhaus muss, bittet sie Georgie, sich um das baufällige Haus zu kümmern. Gleich mit ihrer ersten Tat setzt sich Georgie gehörig in die Nesseln: Der Handwerker, den sie mit Reparaturen beauftragt, ist keineswegs Pakistani, wie sie dachte, sondern Palästinenser. Eine potenziell heikle Konstellation. Zusätzliche Komplikationen ergeben sich durch zwei geldgierige Immobilienmakler, eine arglistige Sozialarbeiterin und Georgies Ehemann.."

Dieses Buch hat mich spontan angesprochen, klingt sehr humorvoll aber auch so als könnte sich tiefergehendes dortrin verbergen, darauf hoffe ich. :)


Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith: 
"Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel - ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr."


Dieses Buch macht mich mehr wegen dem Autor bzw. der Autorin neugierig, so dass sie mehr der Grund fürs haben wollen war als der Inhalt des Buches selbst. Krimis sind ja nicht so ganz mein Genre, aber naja. :D 
  

[Rezension] Roter Mond

von Benjamin Percy
"Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker - uns!
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird - und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt ..."


Es gab die Zeit in der Lykaner und Menschen gut untereinander und vor allem miteinander leben konnten, doch diese Zeiten sind nach mehreren Terroranschlägen der Lykaner nun vorbei.
 Vor allem der Chase Williams nutzt die Angst der Bürger für sich, er ist Politiker und demnächst stehen die Wahlen an und er trifft bei den meisten Menschen einen Nerv, er fordert schärfere Gesetze, die fast schon an Unmenschlichkeit grenzen.
Doch dann wird er selbst von einem Lykaner gebissen und wird ebenfalls mit dem Lobos Virus infiziert, nun wird er zu dem was er verabscheut, für ihn steht fest, diese Nachricht darf nicht in die Öffentlichkeit und schon gar nicht darf seine Mission deswegen stoppen.
Auf der Lykaner Seite nehmen auch die terroristtischen Pläne immer weiter zu, es scheint als wäre ein Krieg unausweichlich, doch zwischen Lykanern und den Menschen gibt es immer noch die, die an das gute ineinander glauben..


Die Gestaltung passt wie Faust aufs Auge, sie verrät gleich worum es in diesem Buch handelt und sieht dabei wirklich toll aus, der rote Mond wirkt auf mich sehr anziehend, finds schön wie sehr es trotz seiner Schlichtheit hervorsticht. :)


Es ist lange her, dass ich auf ein Buch traf in dem ich las und las es und es sich einfach nicht beenden lassen wollte, mit diesem Buch hat sich das nun geändert, denn dieses Buch war für mich eines dieser Bücher.
Das wundersame daran war, dass mir das Buch durchaus zugesagt hat und ich mir auch nicht ganz sicher bin woran es letztendlich sagt, weshalb mir auch die Rezension in gewisser Weise schwerfällt.

Die Geschichte an sich hat mir nämlich sehr gut gefallen, sie ist nicht nur ungewöhnlich sondern sehr gut ausgearbeitet. Ebenfalls ist sie durchaus gesellschaftskritisch was mir gut gefallen hat, zumal das Buch auch einfach ein gewisses Niveau aufweist und das alles sehr stimmig daher kommt.
Auch der Aufbau der Geschichte ist eigentlich gut durchstrukturiert auch wenn es hier zu einem negativen Aspekt von meiner Seite aus kam; so werden zum Beispiel einige Charaktere vorgestellt die alle eine andere Position vertreten, das ist gut weil man somit ein gutes Bild auf die Situation der Geschichte vermittelt bekommt und zwar von allen Seiten, den Menschen, den Lykanern, den Terroristen und den Politikern.
Das empfand ich als sehr wichtig, das Problem dabei war nur, dass jede Person erst einmal alleine für sich vorgestellt wird.
Man folgt verschiedensten Ereignissen unabhängig von einander, weil es doch recht lange dauerte bis sich die Verbindung unter den Charakteren gezeigt hat bzw. sie entstanden.
Dadurch hatte ich lange Zeit das Gefühl eine Ansammlung an kleinen Geschichten zu lesen und dadurch fehlte mir einfach etwas.

Für mich war das sehr störend, auch wenn es den Charakteren des Buches selbst gut tat, da so jeder den Raum bekam den er für sich brauchte ohne ausversehen in den Schatten gerückt worden zu sein. Das Buch selbst springt nämlich ständig zwischen den Personen hin und her, teilweise kam mir dieser Wechsel sehr abrupt zumal er auch nicht wirklich gekennzeichnet wird, so dass es durchaus zur Verwirrung kam.

Ein anderer Punkt der für mich wohl ausschlaggebend für die lange Lesezeit war, dass das Buch doch sehr langatmig ist. Es gibt viele Details in dem Buch die unwichtig waren und die Geschichte in keinster Weise unterstützten, so hatte ich teils sogar das Gefühl, dass es kein Beinbruch wäre einfach mal so 50 Seiten zu überspringen, nur mein kleines Leserherz spielte da leider nicht mit. ;)
Manchmal liegt die Würze halt doch in der Kürze und ich glaube, dass es dem Buch gut getan hätte nicht allzu ausgebaut zu sein.

Was ich allerdings wirklich toll in dem Buch fand war die Darstellung der Lykaner bzw. den Werwölfen. Ich bin ja nun nicht unbedingt mit dem Mythos Werwolf vertraut aber für mich war es doch neu und mir gefiel es, dass man durch einen Virus zum Lykaner wurde und der sich genauso verbreitet wie Aids plus, dass es eben auch durch einen Biss zur Übertragung kam. Dadurch war die Gefahr für jedermann akut was den ganzen Konflikt verständnisvoller machte und sehr unterstützte.


Ein Buch das für mich durchaus lesenswert ist, da es klug und interessant von der Thematik her ist, sowie zum nachdenken anregen kann, allerdings ist dieses Buch für mich schlicht und einfach auch zeitraubend aber nicht zeitverschwendend war.
Super Buch - mit Schwächen
Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (24. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531231
  • ISBN-13: 978-3764531232