Dienstag, 24. Juni 2014

[Rezension] Roter Mond

von Benjamin Percy
"Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker - uns!
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird - und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt ..."


Es gab die Zeit in der Lykaner und Menschen gut untereinander und vor allem miteinander leben konnten, doch diese Zeiten sind nach mehreren Terroranschlägen der Lykaner nun vorbei.
 Vor allem der Chase Williams nutzt die Angst der Bürger für sich, er ist Politiker und demnächst stehen die Wahlen an und er trifft bei den meisten Menschen einen Nerv, er fordert schärfere Gesetze, die fast schon an Unmenschlichkeit grenzen.
Doch dann wird er selbst von einem Lykaner gebissen und wird ebenfalls mit dem Lobos Virus infiziert, nun wird er zu dem was er verabscheut, für ihn steht fest, diese Nachricht darf nicht in die Öffentlichkeit und schon gar nicht darf seine Mission deswegen stoppen.
Auf der Lykaner Seite nehmen auch die terroristtischen Pläne immer weiter zu, es scheint als wäre ein Krieg unausweichlich, doch zwischen Lykanern und den Menschen gibt es immer noch die, die an das gute ineinander glauben..


Die Gestaltung passt wie Faust aufs Auge, sie verrät gleich worum es in diesem Buch handelt und sieht dabei wirklich toll aus, der rote Mond wirkt auf mich sehr anziehend, finds schön wie sehr es trotz seiner Schlichtheit hervorsticht. :)


Es ist lange her, dass ich auf ein Buch traf in dem ich las und las es und es sich einfach nicht beenden lassen wollte, mit diesem Buch hat sich das nun geändert, denn dieses Buch war für mich eines dieser Bücher.
Das wundersame daran war, dass mir das Buch durchaus zugesagt hat und ich mir auch nicht ganz sicher bin woran es letztendlich sagt, weshalb mir auch die Rezension in gewisser Weise schwerfällt.

Die Geschichte an sich hat mir nämlich sehr gut gefallen, sie ist nicht nur ungewöhnlich sondern sehr gut ausgearbeitet. Ebenfalls ist sie durchaus gesellschaftskritisch was mir gut gefallen hat, zumal das Buch auch einfach ein gewisses Niveau aufweist und das alles sehr stimmig daher kommt.
Auch der Aufbau der Geschichte ist eigentlich gut durchstrukturiert auch wenn es hier zu einem negativen Aspekt von meiner Seite aus kam; so werden zum Beispiel einige Charaktere vorgestellt die alle eine andere Position vertreten, das ist gut weil man somit ein gutes Bild auf die Situation der Geschichte vermittelt bekommt und zwar von allen Seiten, den Menschen, den Lykanern, den Terroristen und den Politikern.
Das empfand ich als sehr wichtig, das Problem dabei war nur, dass jede Person erst einmal alleine für sich vorgestellt wird.
Man folgt verschiedensten Ereignissen unabhängig von einander, weil es doch recht lange dauerte bis sich die Verbindung unter den Charakteren gezeigt hat bzw. sie entstanden.
Dadurch hatte ich lange Zeit das Gefühl eine Ansammlung an kleinen Geschichten zu lesen und dadurch fehlte mir einfach etwas.

Für mich war das sehr störend, auch wenn es den Charakteren des Buches selbst gut tat, da so jeder den Raum bekam den er für sich brauchte ohne ausversehen in den Schatten gerückt worden zu sein. Das Buch selbst springt nämlich ständig zwischen den Personen hin und her, teilweise kam mir dieser Wechsel sehr abrupt zumal er auch nicht wirklich gekennzeichnet wird, so dass es durchaus zur Verwirrung kam.

Ein anderer Punkt der für mich wohl ausschlaggebend für die lange Lesezeit war, dass das Buch doch sehr langatmig ist. Es gibt viele Details in dem Buch die unwichtig waren und die Geschichte in keinster Weise unterstützten, so hatte ich teils sogar das Gefühl, dass es kein Beinbruch wäre einfach mal so 50 Seiten zu überspringen, nur mein kleines Leserherz spielte da leider nicht mit. ;)
Manchmal liegt die Würze halt doch in der Kürze und ich glaube, dass es dem Buch gut getan hätte nicht allzu ausgebaut zu sein.

Was ich allerdings wirklich toll in dem Buch fand war die Darstellung der Lykaner bzw. den Werwölfen. Ich bin ja nun nicht unbedingt mit dem Mythos Werwolf vertraut aber für mich war es doch neu und mir gefiel es, dass man durch einen Virus zum Lykaner wurde und der sich genauso verbreitet wie Aids plus, dass es eben auch durch einen Biss zur Übertragung kam. Dadurch war die Gefahr für jedermann akut was den ganzen Konflikt verständnisvoller machte und sehr unterstützte.


Ein Buch das für mich durchaus lesenswert ist, da es klug und interessant von der Thematik her ist, sowie zum nachdenken anregen kann, allerdings ist dieses Buch für mich schlicht und einfach auch zeitraubend aber nicht zeitverschwendend war.
Super Buch - mit Schwächen
Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
  • Verlag: Penhaligon Verlag (24. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764531231
  • ISBN-13: 978-3764531232

 

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