Mittwoch, 6. August 2014

[Rezension] If you leave - Niemals getrennt

von Courtney Cole
"Seit dem Tod ihrer Eltern führt Madison das Familien­restaurant weiter, was all ihre Zeit beansprucht. Daher
spielen Männer für sie keine Rolle. Das ändert sich
schlagartig, als sie den faszinierenden Gabriel Vincent kennenlernt. Sie fühlt sich unwiderstehlich von dem
geheimnisvollen Mann angezogen, bei dessen bloßem Anblick ihre Knie weich werden. Doch genau wie sie
hat auch Gabriel eine schwere Zeit hinter sich. Wird
ihre gegenseitige Liebe die Schatten der Vergangenheit überwinden können?"  


Madison ist nur auf der Suche nach einem One Night Stand als ihr das Schicksal Gabriel in die Hände spielt. Was als prickelndes Abenteuer beginnt endet mit einem Autounfall, bei dem Gabriel ein angsteinflößendes und merkwürdiges Verhalten entwickelt.
Nach dem Madison aus reinem Pflichtgefühlt dafür sorgt, dass Gabriel in sein Bett findet, ist sie mehr als froh von ihm weg zu kommen. 
Am nächsten Tag landet er ausgerechnet bei ihr im Restaurant, für beide eine große Überraschung und trotz des gestrigen Erlebnisses knistert es gewaltig zwischen den beiden. Während Madison allerdings den Weg der Distanz wählt, geht Gabriel voll in die Offensive und macht ihr deutlichst klar, dass die beiden noch etws zu beenden haben.
Durch ein ausgiebiges Katz und Maus Spiel der beiden, steigt nicht nur die sexuelle Spannung zwischen den beiden, auch auf emotionaler Ebene kommen sie sich näher. Für beide etwas neues und vor allem beänstigendes, dabei könnte alles so schön sein, wären da nicht die inneren Dämonen..


Mir gefällt das Cover wirklich gut, es ist ein schönes Bild zweier Menschen und bei mir weckt es gleich Erinnerungen an eine gewisse Szene. ;)


Nach dem mir der erste Teil der Autorin schon wirklich gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf den zweiten in der Milas Schwester, Madison, in den Mittelpunkt rückt.
In vielerlei Hinsicht fand ich diesen Teil dann sogar besser.

Die Thematik mit der sich hier befasst wird ist wirklich sehr tiefgehend und ist etwas was unglaublich viele Menschen betrifft, vor allem auch Soldaten und Soldatinnen die im Kriegsgebiet waren. 
Trotz der allgegenwärtigen Präsens dieses Themas, hat man immer das Gefühl, dass es ein Thema ist das immer noch tabuisiert wird, weshalb mir die schonungslose und offene Art mit der die Autorin das Thema rund um die posttraumatische Belastungsstörung anpackt wirklich gut gefallen hat.

Gabriel der als Ranger der Marine in Afghanistan stationiert war, kehrt mit eben dieser Störung zurück nach Hause. Ein schreckliches Ereignis lässt ihn nicht mehr los, verfolgt ihn in seinen Träumen und frisst ihn innerlich auf. Er hat Angst vor der Nacht, weil er dann an diesen schrecklichen Ort zurückkehrt und alles noch mal erleben muss auf eine sehr intensive Weise, so dass sein Handeln im Traum auch zu seinem Handeln im Schlaf wird, dadurch kann er nicht nur sich, sondern auch andere verletzen.
Ich mochte Gabriel unglaublich gerne, auch wenn er die meiste Zeit über ein verschlossenes Wrack ist, dass versucht die Illusion aufrecht zu erhalten, dass alles okay ist.
Es hat mich wirklich sehr berührt Näher an ihn heranzutreten und tiefer in sein Wesen hineinzutauchen, gerade weil es sehr schockierend und beängstigend war.
Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass seine Entwicklung mit persönlich ein bisschen zu langsam voranschritt und dann am Ende doch recht zügig vollzogen zu sein scheint. Der langsame Prozess macht es natürlich recht authentisch, dennoch hätte ich mir da einfach mehr Fahrt gewünscht, dann käme es am Ende auch nicht so abrupt.

Auch Madison und somit der weibliche Part im Buch hat mir gut gefallen - Madison die im ersten Teil noch recht oberflächlich wirkte tritt nun in den Vordergrung und lebt deutlich auf.
Schön war für mich, dass hier das schwierige Verhältnis ihrer Eltern noch einmal aufgearbeitet wurde und dass alles aus Madisons Sicht.
Sie hat viel mehr von dem Verhältnis mitbekommen als Mila, weshalb es hier nun viel mehr Detaisl gibt, wirkliche Szenen der Erinnerungen und vor allem merkt man bei Madison wirklich, dass ihr diese Beziehung gewaltig geschadet hat.
Auch erfährt man wie viel sie aufgegeben hat um vor allem Mila zu schützen und ihr die Freiheit des Lebens zu bewahren.
Dadurch merkt man schnell, dass bei ihr vieles nur Fassade ist und sie ihre kühle Art nur zum Schutz aufrecht erhält. Tief im inneren ist sie weich und warmherzig und furchtbar verletzt.

Der Werdegang beider Personen ist wirklich gut ausgearbeitet und die Probleme der beiden werden wirklich sehr intensiv angepackt, wobei Gabriel hier schon mehr im Vordergrund steht. Ebenso ist deren Liebe wirklich schön und mitfühlend und die beiden liefern sich ein ganz schönes hin und her. ;)
Ab einen gewissen Punkt hat mich das gestört, weil sie dann für mich nicht mehr nachvollziehbar war. Madison reagiert in einem späteren Verlauf mit nur wenig Verständnis und das fand ich schade, weil es auch einfach nicht zu ihrem Typ passte.

Was ich auch wirklich, wirklich schön fand war, dass Pax und Mila sehr gut mit in die Geschichte integriert worden sind. Zu keinem Zeitpunkt nahmen sie Madison die Show aber man hat viel von ihnen und ihren weiteren Werdegang mitbekommen und auch dort ist nicth alles so schön wie es sein könnte. 



Hier haben mich nur klerinere Details gestört, ansonsten ist es ein Buch das mich gefesselt und ordentlich berührt hat, so dass sogar einzelne Tränen gekullert sind. :)
Absolute Leseempfehlung!

Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426515288
  • ISBN-13: 978-3426515280

 

Kommentare:

  1. Erinnert mich an "Shades of Grey". Kann das sein? :D

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    1. Also einen Vergleich zu Shades of Grey würde ich da nicht ziehen, mich hat die Beziehung in keinerlei Hinsicht an die von von Anastasia und Christian Grey erinnert. ;)

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