Donnerstag, 11. September 2014

[Rezension] Der Giftschmecker

von Fletcher Moss
"Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt - und damit auch zu den gefährlichsten." 

Dalton Fly ist ein Giftschmecker, er begutachtet und testen das Essen der schönen und reichen und retten ihnen so, manches mal das Leben. Doch bei seinem letzten Auftrag scheint einiges schief gelaufen zu sein, einer seiner Freunde ist tot und auch Dalton selbst wäre fast an einer Vergiftung erlegen. 
Seine Erinnerung an diesen Vorfall sind verloren, doch auf einmal scheint es als wäre jeder hinter ihm her. Allerdings ist Dalton nicht das einzige Kind, dass gejagt wird, gemeinsam mit den anderen macht er sich auf die Suche nach antworten und gehen der Sache auf den Grund. Schnell müssen sie erkennen, dass ein Komplott am laufen ist in dem die Politik stark involviert ist, wie sollen sie dagegen ankommen?


Giftig grün trifft es hier wohl sehr gut. ;) Generell ist das Cover nicht ganz nach meinem Geschmack, es passt aber unglaublich gut zur Geschichte und ich mag es, dass es so düster wirkt.


Auf das Buch war ich sehr gespannt, vorab hatte ich nämlich ausschließlich positive Leserstimmen dazu gelesen.
Schnell allerdings musste ich feststellen, dass das Buch für mich recht schwierig ist. Ich hatte Schwierigkeiten damit, überhaupt in das Buch hinein zu kommen und auch auf den Moment, dass mich das Buch wirklich packt, musste ich vergeblich warten.
Zwar gab es immer mal wieder Szenen in denen ich das Gefühl hatte, dass es nun soweit wäre, aber das ebbte auch sofort wieder ab.
Dabei kann ich nicht mal genau sagen woran das lag, mir bleibt da nur die These, dass ein Buch nicht für jeden Menschen geeignet ist und so ist dieses Buch wohl nicht meins. 

Die Geschichte an sich ist durchaus interessant und es macht schon Spaß immer mehr von der Handlung zusammen knüpfen zu können und gerade jüngere Leser werden hier sicherlich voll auf ihre Kosten kommen, denn insgesamt ist es ein sehr abenteuerliches Buch bei dem man von einem Abenteuer ins nächste geworfen wird.
Ein bisschen schade fand ich es, dass man sofort in diesen Komplott hineingeworfen wird, gerne hätte ich mir gewünscht mehr von der Tätigkeit der Giftschmecker zu erfahren und zwar hautnah und unter normalen Umständen.
Aber dieses Buch ist keines das sich mit kleinen Details "aufhalten" will. Das führt auch dazu, dass das Buch insgesamt recht oberflächlich bleibt und selbst die Umgebung für mich nur wenig vorstellbar war.
Normalerweise ist das für mich gar nicht so kritisch zu bewerten, weil ich mir die Umgebung einfach selbst ausmale, dies gelang mir hier nur begrenzt, auch weil man ständig von einen Ort zum anderen gehetzt wurde.
Dennoch bietet die Geschichte ein paar coole Offenbarungen, die ich persönlich so gar nicht erwartet hätte, mir hat diese Wandlung der Geschichte gut gefallen, weil Dalton dadurch auch viel mehr Gestalt an nahm und es gute Hintergründe liefert für das ganze Geschehen was da abgeht, im nachhinein betrachtet war es mir dann aber doch ein bisschen zu typisch - ohne näher ins Detail gehen zu wollen. Auch der Prolog ließ mich ein bisschen missmutig zurück.

Die Charaktere des Buches sind größtenteils den gängigen Stereotypen nachgeahmt, was okay war, aber dadurch auch nicht unbedingt das Ruder herumgerissen wird. Einzig und allein ein Mädchen das sich selbst Luke nennt hat sich davon abgegrenzt und kam wirklich einmalig und sehr ungewöhnlich daher. Sie hat mich auch wirklich begeistert, was auch ein bisschen an ihrer allgemeinen Einstellung liegt. So nennt sie sich selbst Luke um sich von den geschlechtlichen Konventionen zu befreien die, die Gesellschaft auferlegt. Ein tolles Mädchen und ich hätte mir gewünscht, dass sie ein bisschen mehr Raum eingenommen hätte und mehr von Belangen gewesen wäre.


Ein Jugendbuch, das mich selbst nicht packen konnte und hier und dort sicherlich ein bisschen unausgereift ist, was aber gerade für jüngere Leser (die Zielgruppe) nicht großartig ins Gewicht fallen sollte, denn es hat dennoch eine rasant und abenteuerliche Geschichte zu bieten über das einstehen seiner Rechte und über die Freundschaft.
Nicht ganz meins.
 Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Chicken House (22. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 355152064X
  • ISBN-13: 978-3551520647

Kommentare:

  1. Hallo,

    oh schade dass dir das Buch nicht so zugesagt hat.
    ich fand es wirklich toll und mich konnte es ab der 1. Seite an fesseln.

    Bin auch gleich mal Leserin auf deinem Blog geworden.

    http://buecherstuff.blogspot.de/

    LG Dinchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ging ja vielen wie dir, weshalb ich auch so enttäuscht war darüber. :) Aber letztendlich sind Geschmäcker verschieden und das ist ja auch okay. :)

      Und dir vielen Dank, freut mich sehr.

      Liebe Grüße
      Svenja

      Löschen