Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] Endgame - Die Auserwählten

von James Frey
"ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch.
Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird."



Es kommt die Zeit in der Endgane startet und die ist jetzt!
Zwölf Spieler die ihr bisheriges Leben auf dieses Spiel vorbereitet worden sind, werden mit einem Mal aus ihrem Leben gerissen.
Es gibt Spieler die auf Endgame gewartet haben und es gibt Spieler die inständig gehofft haben, dass es ihre und viele weitere Generationen überspringen würde, doch egal wie sie dazu stehen; spielen müssen sie alle und zwar um ihr Leben und das ihres Geschlechts.
Denn nur ein Spieler wird gewinnen und das Leben fortführen können, den Rest erwartet der Tod. Um gewinnen zu können ist den Spielern alles erlaubt und so beginnt eine Reise um die Welt, voller Blut, Rätsel und Angst...


In Natura wirkt das Cover insgesamt prachtvoller, vor allem fühlt sich das Cover unglaublich gut und es fühlt sich durch die Prägung auch wirklich einzigartig und interessant an und ganz allgemein passt es einfach gut zum Inhalt des Buches, für mich eine gute Gestaltung.


Ich muss sagen, dass mich die Idee der Geschichte unglaublich neugierig gemacht hat, das hat sich auch nicht geändert als ich immer mehr von den weniger positiven Rezensionen gelesen habe. Ganz unvoreingenommen bin ich an das Buch herangetreten und bin wirklich froh dieses Buch gelesen zu haben, denn für mich war es ein absolutes Highlight. :)

Das Buch hat mich von vorne bis hinten gefesselt und hatte alles was ich mir davon erhofft hatte.
Es war unglaublich spannend für mich und die fast 600 Seiten flogen wirklich nur so dahin.
Zudem war ich über die Brutalität angenehm überrascht, in andere Dystopien in denen sie ständig angepriesen wird konnte ich die harte Gewalt nie wirklich ausmachen, hier schon. Ich fand das ziemlich erfrischend und das ganze sorgte einfach dafür, dass man emotionaler nur noch mehr gefordert wird, weil hier eben nicht nur die Charaktere betroffen sind, die man weniger sympathisch findet. Und ich muss sagen ich finde auch Kritik darüber, dass das in einem Jugendbuch nicht angbracht ist ein bisschen übertrieben.   

Das Buch wechselt ständig die Perspektive, dadurch lernt man alle 12 Spieler gut kennen und ist dann auch Mal sehr betrübt wenn einer abdanken muss, denn die Teilnehmerzahl wird hier schon dezimiert. ;)
Nicht alle Charaktere sind einem sympathisch, wäre ja auch langweilig und auch nicht jeder Charakter befand sich in einer Situation die ich interessant fand und unbedingt weiter verfolgen wollte, aber das machte gar nichts, weil die Kapitel an sich sehr kurz sind und man schnell wieder bei anderen Charakteren war. Und generell war das auch nur vereinzelt der Fall das mich das Geschehen um eine Person in dem einen Moment nicht interessierte.

Die Charaktere sind insgesamt sehr unterschiedlich und auch der Schreibstil des Autors vermag sich je nach Charakter zu verändern, was ich wirklich bemerkenswert fand. Vor allem intressant fand ich die Abschnitte im Buch, in denen zwei oder mehrere Charaktere aufeinander trafen, einigen geht es ums Blut andere lernen sich wertzuschätzen, es war einfach interessant zu sehen wie vielseitig das Spiel angegangen wird und wo die Prioritäten jedes einzelnen Spieler lag.
Und generell war ich einfach einer großer Freund von der Idee, das man nicht nur ein bis zwei Hauptprotagonisten hat, wo man dann auch schon sicher weiß wer das Rennen am Ende macht, sondern man alle kennenlernt und alle ihren Raum haben um den Leser für sich zu gewinnen und man auch mit ihnen mitleiden und fiebern kann. 

Das Spiel "Endgame" empfand ich als sehr komplex aufgebaut und das fand ich schon faszinierend wie gut dem Autor die Entstehung des Spiels gelungen ist und wie sich einfach alles passend zusammenfügt.
Jeder Spieler erhält zu Anfang einen Hinweis, der natürlich erst enträtselt werden muss, diese Hinweise führen die Spieler zu den verschiedensten Orten und doch haben am Ende alle das gleiche Ziel und gelangen auch dahin.

Mir hat das ganze Buch einfach wahnsinnig gut gefallen und ich kann nur sagen, dass ich nichts vermisst habe und mich schon auf den nächsten Teil freue.


Nach den sehr unterschiedlichen Meinungen zu dem Buch, hat es mich wirklich überrascht wie der mich Endgame begeistern konnte; es ist komplex, spannend und auch emotional konnte es immerzu berühren. Mich hat Endgame von vorne bis hinten komplett abgeholt.
Dystopie- und Rätselfan; lesen, unbedingt!
 Weitere Informationen: 
  • Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
  • Verlag: Oetinger (7. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789135224
  • ISBN-13: 978-3789135224
 

Kommentare:

  1. Ich bin noch nicht durch, aber bei mir wird dieses Buch allerhöchstens 2 Sterne bekommen, wenn mich das Ende nicht umwirft. Dabei stört mich die oft kritisierte Brutalität nicht, aber bisher finde ich die Story unlogisch, die Figuren flach und zu sehr schwarz-weiss und den Schreibstil einfach nur mühsam...

    LG, Julia

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    1. Das ist schade und kann ich auch nicht unbedingt nachvollziehen, aber das ist ja immer alles Geschmackssache. Jeder liest ein Buch ja anders etc. :)

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