Dienstag, 17. Februar 2015

[Rezension] Der träumende Delphin

von Sergio Bambaren
"Der junge Delphin Daniel Alexander ist ein Träumer, der ganz fest an die perfekte Welle glaubt. Eines Tages verläßt er das sichere Riff seiner Artgenossen und macht sich auf die selbstbestimmte Suche nach dem richtigen Leben. Diese wunderbare Geschichte über persönlichen Mut und überwundene Ängste hat, wie einst "Die Möwe Jonathan", unzählige Leser auf der ganzen Welt angerührt und begeistert."


Daniel Delphin ist ein Träumer, sehr zum Missfallen seines Schwarms, denn anstatt zu fischen geht er seinen Träumen nach, dem Schwarm reicht es und biettet ihn darum endlich erwachsen zu werden. Daniel Delpphin will allerdings an seinen Träumen festhalten und so geht er fort von seinem Schwarm.
Die Stimmes des meeres begleitet ihn und wird zum unterstützer, doch kann Daniel mit ihrer Hilfe wirklich sein Ziel erreichen und für sich den Sinn des Lebens entdecken?


Die Gestaltung des Buches ist wirklich süß, was wohl aber vor allem daran liegt, dass Delphine einfach süße Tiere sind. :D


Zuerst dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um ein Kinderbuch handeln würde: Wenig Seiten und Illustrationen waren für mich die Anhaltspunkte. Tatsächlich glaube ich auch, dass Kinder Freude an der Gechichte finden können, aber ob sie auch empfänglich sind für das was die Geschichte des Delphins eigentlich zum Ausdruck bringen möchte? Vielleicht, vielleicht auch nicht aber genau deswegen eignet sich dieses Buch wunderbar für Erwachsene.

Es ist nämlich nicht nur die Geschichte eines Delphins, der seinen Traum nachgeht, das Buch ist ein Mutmacher der nachdenklich stimmt, so dass man sich als Leser selbst zwangsläufig fragt: Lebe ich das Leben das ic immer leben wollte? Bin ich frei? Oder habe ich schlicht und einfach aufgegeben?

Vor allem die Stimme des Meeres sorgt für sehr anregende Passagen, die wunderschön geschrieben waren. Das Buch hat nur wenige Seiten und auch der Schreibstil ist leicht und flüssig, so dass die Seiten nur so wegschwimmen. ;) Die Leichtigkeit der Sprache minder die Schönheit der Worte aber keineswegs, man kann sich ihnen wunderbar hingeben und in sich hineinfließen lassen.

Rein gedanklich bietet das Buch also Tiefgang und war für mich wirklich sehr vergnüglich, auch wenn die tiefen Einblicke nur oberflächlich angeschnitten werden, Aufgrund der Kürze des Buches, bringt es einen Stein ins Rollen, so dass man selbst diese Ansätze vertiefen kann.

Abstriche mache ich aber an der reinen Handlung an sich, die hat mich nicht immer interessiert und auch nicht wirklich fesseln können, da sie sehr unspektakulär ist. Daniel ist aber auf jeden Fall ein süßer Protagonist und mal was ganz anderes für mich gewesen. Und dafür, dass er ein Delphin war, war sein Weg wohl richtig gewählt, ich persönlich hätte mir wohl einfach einen anderen Verlauf der Geschichte gewünscht, der mich persönlich mehr angesprochen hätte, aber das ist eine reine Geschmackssache.

Daniel ist aber auf jeden Fall zu bewunern, er stößt auf sehr viel Widerstand und gibt dennoch nicht auf und lässt sich nicht beeinflussen, so dass er wirklich als ein gutes Vorbild fungiert, gerade auch wenn man dieses Buch Kindern zu Gemüte führt. :)


Eine süße Geschichte für Zwischendurch, die zudem das Potenzial bietet nachdenklich zu stimmen, für groß und klein durchaus lesenswert. :)
Mir hats gefallen.
 Weitere Informationen: 
  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 38 (1. Dezember 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492229417
  • ISBN-13: 978-3492229418
 

Kommentare:

  1. Für mich ist es ein ganz besonderes Buch, da mir das Mutter geschenkt hat, als ich mal in einer etas schwierigeren Phase war. Damals hat mich das Buch sehr angesprochen. Heute würde ich wohl nur noch dazu greifen, um darin zu blättern und Anregung zu finden. Aber generell sind die Bücher des Autors sehr liebevoll und sinnstiftend.
    Liebe Grüße
    Melissa

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    1. Finde es schön wenn man zu gewissen Büchern eine emotionale Bindung hat. Umso besser wenn du damals etwas damit anfangen konntest. :)
      Ja aber auch dazu eignet sich das Buch halt sehr gut, zu mal die für mich wichtigen Passagen in kursiv gekennzeichnet sind.
      Ja bisher wirkte das auf mich auch, seine anderen Werke haben mich teils auch schon sehr neugierig gemacht. :)

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