Sonntag, 25. Oktober 2015

[Neuzugang] Wunschbücher-Alarm! *_*

Hallo meine Lieben,

ich hab schon vielfach gelesen, dass gerade der Oktober es in sich hat mit den Neuerscheinungen und was soll ich sagen? Mir gehts auch so, ich weiß gar nicht wie ich da hinterher kommen soll, denn in diesem Monat erscheinen wirklich viele Must-Reads und ich bin sehr, sehr froh, dass sich in den letzten zwei Wochen ein paar davon erfüllen ließen. *.*



Das Feuerzeichen ist ein neuer Reihenauftakt und hat mich schon als ich die Herbstvorschau zum ersten Mal sah neugierig gemacht und musste demnach undbedingt her sobald es erscheint. Die Idee klingt einfach wahnsinnig genial und ich kann es kaum erwarten dieses Buch zu lesen! ^-^

Endgame 02 fiebere ich auch schon seit langem entgegen, ich weiß viele waren vom ersten Teil ziemlich enttäuscht aber ich fand es wirklich genial und bin gespannt wie es weiter geht, auch wenn ich mich ein bisschen vor dem Lesen fürchte, aus Angst weitere liebgewonnene Charaktere zu verlieren. :o

Firefight ist die Fortsetzung von Steelheart und ich habe dieses Buch geliebt, bisher war Brandon Sanderson für mich immer eine sichere Bank, von daher werde ich hier mit Sicherheit nicht enttäuscht werden. Und ja auch das war ein absolutes Wunschlistenbuch und ich bin froh es endlich zu haben. *_*


 
Die 100 - Tag 21 war für mich auch ein klares Ja muss ich sofort haben und man sieht deutlich, dass Heyne fliegt diesen Monat mein Herz beflügelt. :D Auch hier bin ich wahnsinnig gespannt, denn auch wenn ich die Serie mag, finde ich die Bücher doch deutlich besser und freue mich, dass es hier Handlungstechnisch vielleicht mal spektakulärer wird. :)

Silber 03 ist natürlich auch gleich bei mir eingezogen und dann musste ich es auch gleich anfangen und siehe da, auf einmal packt es mich dann gar nicht so sehr, weshalb ich es jetzt auch erst einmal beiseite geleget habe. Ich hoffe aber, dass ich wieder die Lust dazu finde, vor allem weil ich ja schon auf das Ende gespannt bin. :)

Liebe am Papierrand Ogawa ist für mich unheimlich interessant, bisher waren ihre Bücher allerdings nur auf meiner Wunschliste vertreten aber dan Lovelybook hat das nun endlich ein Ende, denn das hab ich für eine Leserunde gewonnen und habs auch schon angefangen und lieben gelernt. :D



Die schönste Art, sein Herz zu verlieren hab ich bei der Veranstaltung #Leseparty von Jess als eBook gewonnen. Sie selbst hat dieses Buch sehr gerne gelesen und ihrem Urteil vertraue ich sehr, von daher freue ich mich über das neue Futter für meinen Tolino. :)

Kernstaub hab ich ebenfalls als eBook gewonnen und zwar während der Release Party von Ava Reed zu Spiegelsplitter. Das Buch klingt ziemlich gut, ist aber ein ordentlicher Schinken, mal schauen wann ich es mir zu Gemüte führe. :)

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Und könnt ihr meine Freude über die Bücher nachvollziehen? Mich machen sie auf jeden Fall mega glücklich und ich bin schon tierisch gespannt auf meine kommenden Leseabenteuer! <3

Freitag, 23. Oktober 2015

[Rezension] All about a Girl

von Caitlin Moran
"Wie soll man bloß in einer Sozialsiedlung in Wolverhampton inmitten einer chaotischen Familie erwachsen werden – mit einem Vater, der seit zwanzig Jahren von einer Karriere als Rockstar träumt und einer Mutter, die, obwohl sie schon drei Kinder hat, eine erneute Schwangerschaft bis zum Geburtstermin als Magenverstimmung deutet? Reicht Johanna Morrigans Trickkiste aus schwarzem Eyeliner, Doc Martens, derben Sprüchen, einem wilden Partystil und einem immensen Wissen über angesagte Popmusik aus, um sich neu zu erfinden, endlich Sex zu haben und die Familie aus der Misere zu retten?”

  • Preis: 14,99€
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 384
  • Verlag: Carl's books
  • Übersetzer/in: Regina Rawlinson
  • ISBN: 978-3-570-58542-9


Johanna lebt in einer Sozialsiedlung in Wolverhampton, ihre Familie bestehend us fünf Kindern und zwei Elternteilen kommt nur schwerlich über die Runden. Ihr Vater verliert sich in seinen Träumen als Musiker und ihre Mutter ist nach der kürzlichen Geburt ihrer beiden Zwillinge in Depressionen verfallen. Doch Johanna hat Ziele, um sich selbst weiterzuentwickeln und um ihre Familie finanziell zu unterstützen und so wird sie Journalistin in einem Musikmagazin und erfindet sich vollkommen neu, doch wird sie das wirklich weiter bringen?


Ich mag das Cover wirklich gerne, es fängt beim Stil an, der Farbwahl und auch, dass das Mädchen nur zur Hälfte zu sehen ist, ich finde es einfach sehr cool und mich hat es sofort neugierig gemacht.


Auf das Buch hab ich mich sehr gefreut und wenn man den Klappentext so liest, dann bauen sich natürlich gewisse Erwartungen auf und ich für meinen Teil kann nur bestätigen, dass sich meine wirklich erfüllt haben.
Das Buch ist auf jeden Fall anders als die meisten Bücher, es ist derbe und hält sich nicht zurück es ist die Geschichte eines jungen Mädchens die vollkommen in der Pubertät steckt und natürlich ist Sex da ein großes Thema, der Wunsch nach Intimität wächst und die Lust erwacht. Sicherlich ist es nicht bei jedem so extrem wie bei Johanna, aber ich fand es trotzallem nicht allzu unrealistisch und überzogen.
Johanna denkt sehr viel an Sex und will ihn unbedingt praktizieren, das mag für viele primitiv finden, ich persönlich finde es ziemlih mutig so schonungslos davon zu reden, gerade auch weil es sich um ein 14-16 jähriges Mädchen handelt und Mädchen ja generell schnell abgestempelt werden wenn sie so freizügig sind
Ich persönlich hab Johanna sehr schnell ins Herz geschlossen, weil sie so offen ist und es ihr egal ist was andere davon halten, sie ist jung und möchte Erfahrungen sammeln und ich fand es durchaus spanned sie auf diesem Weg zu begleiten - auch wenn mein Weg da ein ganz anderer war.^^

Johanna ist glaube ich schon ein bisschen schwierig und ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder mit ihr klarkommt, ich persönliche finde sie auch sehr extrem gezeichnet, so gibt es häufig peinliche Szenen mit ihr, weil sie sändig über das Ziel hinausschießt und redet ohne zu denken und auch sonst ist ihre Wandlung ganz schön extrem und ihr Weg vielleicht auch nicht immer realistisch. Mit 16 die Schule abbrechen und dann gleich darauf einen Job als Jorunalistin zu bekommen ist schon ganz schön großzügig.. Und auch wenn das ganze in den 90ern spielt und die Suche nach Arbeit noch anders war als heute, war mir das persönlich doch ziemlich weit hergeholt.
Aber es scheint als würde in Johanna viel von der Autorin selbst mit einfließen, denn sie hat wohl ähnliche Erfahrungen gemacht wie Johanna.

Ganz allgemein mochte ich aber den Ton des Buches, auf der einen Seite ist es frecht und rotzig, weder Johanna noch ihre Familie nimmt ein Blatt vor dem Mund und hier könnte man jetzt meinen typisches Klischee einer sozialschwachen Familie, aber die Familie kann auch anders, sie ist sehr belesen und kulturell interessiert und auch im Umgang mit Fremden können sie sich angemessen verhalten ohne negativ aufzufallen, wenn sie denn wollen.
Das mag dem einen oder anderen ein ziemlich starker Kontrast sein, mir persönlich hat gerade das wirklich gut gefallen und so gibt dieses Buch auch Raum für tiefsinnigere Gespräche untereinander.

Die Handlung selbst mochte ich persönlich, eben weil sie sehr unverblümt ist. Dennoch ist gerade die Musikszene für mich nicht unbedingt interessant und die nimmt einen großen Teil der Handlung ein, so dass es mir persönlich an manchen Stellen zu langatmig wurde.


Dieses Buch war für mich mal was anderes, es ist rotzig, derbe und schonungslos direkt, ich hab es als mutig empfunden und fand es besonders schön, dass es trotzallem auch eine Geschichte mit viel Herz ist und von der Liebe einer Familie erzählt.

Dienstag, 20. Oktober 2015

[Rezension] Kings & Fools 02 - Verstörende Träume

von Natalie Matt | Silas Matthes
"Eine verlorene Liebe. Ein Plan, der im Verborgenen wächst. Neun Internatsschüler, ein geheimer Zirkel. Estelle will nur eins: weg! Weg von Favilla, weg von den Visionen, die sie heimsuchen. Sie traut schon lange niemandem mehr. Denn eins ist sicher: Auch ihre Mitschüler haben dunkle Geheimnisse. Band 2 der modernen High-Fantasy-Reihe mit Mysteryelementen. Für alle, die von "Game of Thrones" nicht genug bekommen können! Ein einzigartiges Projekt von Silas Matthes und Natalie Matt, unterstützt von Bestsellerautor Bernhard Hennen (Elfen-Serie).”

  • Preis: 9,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 224
  • Verlag: Oetinger 34
  • ISBN: 978-3-95882-070-8


Estelle gehört zum geheimen Zirkel von Favilla, während sie sich dazu verpflichtet die gemeinen Machenschaften des brennenden Königs zu bekämpfen, verfolgt sie tief in ihrem inneren nur einen Plan, sie will ihre verlorene Liebe zurück, doch dafür muss sie Favilla verlassen. 
Und dann wird sie auch noch von Visionen heimgesucht, die ihr ganzes Verhalten verändern und ihr viel Kraft kosten, was wollen diese ihr mitteilen?
Doch um rauszukommen muss sie lernen wieder anderen zu vertrauen, dabei hat jeder Schüler sein eigenes Geheimnis, schließt sie sich den richtigen an?


Mir gefällt das erste Cover zwar ein bisschen besser, aber der Stil der Cover an und fürs sich gefällt mir persönlich ziemlich gut, ich mag es dass sie so düster sind und nur Untertitel und Nummer Farbe ins Spiel bringen. :)


Nachdem ich der erste Teil der Reihe mit seinem Ende wirklich fuchsig gemacht hat, musste ich sofort weiterlesen und war sehr gespannt wie es weitergehen wird und was sich an neuen Informationen auftun.

Mit den Informationen ist es nämlich wie beim ersten Teil auch wieder so eine Sache, man bekommt sie und zwar Krümmelweise, immer wieder ein bisschen und ich muss sagen, die Welt ist hier schon deutlich sichtbarer für mich gewesen als noch im ersten Teil, dennoch fehlt mir einfach was um sie wirklich lebendig vor mir zu haben. Dennoch gefällt mir das was sich offenbart sehr und ich mag das was die Autoren geschaffen haben, aber gerade deswegen will ich wohl auch so gerne ihre genaue Vorstellung davon in Erfahrung bringen.

In diesem Teil wechselt die Perspektive von Lucas zu Estelle, Estelle kam im ersten Teil kaum vor, weshalb ich über diesen Schritt ziemlich überrascht war, in diesem Teil wird aber ziemlich deutlich warum das so war.
Estelle ist eine Einzelgängerin in Favilla, sie isoliert sich von den anderen, weil sie den Plan verfolgt abzuhauen um zu ihrer großen Liebe zurückzukehren.
Ich fand Estelle von ihrer Persönlichkeit wesentlich tiefsinniger als Lucas und finde auch, dass Estelle mit viel mehr Liebe zum Detail zum Leben erweckt wurde, das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich mochte sie auch lieber als Lucas, der in diesem Teil noch mehr an Sympathie bei mir verloren hat. Weil er einfach nur noch arrogant und verbissen auf mich wirkte.
Estelle ist zwar auch sehr fokussiert auf das was ihr wichtig ist, hat für mich aber noch mehr als das ausgestrahlt. Gerade durch die Visionen und die Probleme die sie dadurch hat, wirkt sie auch verletzlich. Zudem machen die Visionen sie generell ein bisschen interessanter, schön fand ich auch wie viel man von Estelles Vergangenheit erfährt und auch ihre Ankunft in Favilla ist ziemlich eigenwillig im Vergleich.
Auch insgesamt fand ich hat sie in dem Buch zumindest eine kleine Entwicklung hingelegt, die mir gut gefallen hat.

Die Handlung selbst war für mich nicht unbedingt interessanter, aber ich mag es, dass jeder Charakter sein eigenes Abenteuer beschreitet und nachgeht, zumindest bisher. Muss aber sagen, dass es insgesamt dadurch zu weniger Fortschritt in der gesamten Handlung kommt, bin da aber sehr neugierig wie sich das in den nächsten Büchern entwickeln wird.
Auch dieser Teil endet wieder mit einem Cliffhanger und deshalb freue ich mich umso mehr darauf, wenn es bald weitergehen wird.

Was ich sehr positiv finde und das gilt auch für den ersten Teil ist, dass es in Favilla keinen wirklichen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt, ja es kommt sogar zu Situationen wo ein Mädchen den Jungen besiegt ohne, dass es Gespött oder Sonstiges hervorruft. Das finde ich von den Autoren wirklich toll, denn das ist gerade in diesem Genre eine große Ausnahme und ich hoffe das wird sich auch weiterhin so fortführen.


Insgesamt fand ich den zweiten Teil ein bisschen besser als seinen Vorgänger, und bin sicher weitere Steigerung ist möglich. Ich mag den Plot der Reihe und fand Estelle wesentlich angenehmer und interessanter.

Montag, 19. Oktober 2015

[Rezension] Solitaire

von Alice Oseman
"Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.”

  • Preis: 16,95€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 368
  • Verlag: DTV Verlag
  • Übersetzer/in: Anja Galic
  • ISBN: 978-3-423-76119-2


Tori Spring ist ein Teenager der unter den Druck der Gesellschaft leidet und alles als sinnlos und mühselig empfindet, sie isoliert sich und hat eine nahezu depressive Stimmung zu eigen gemacht.
Doch mit dem neuen Schuljahr kommen auch neue Schüler unter anderem Michael Holden, er scheint etwas in ihr zu sehen und auch wenn sie ihn immer wieder abweist bleibt er stur und sucht ihre Nähe, bis auch sie anfängt ihn zu mögen.
Aber auch Solitaire nutzt das neue Schuljahr für sich un will ordentlich aufräumen, die anonyme Schülergruppe geht gegen die Ungerchtigkeiten an der Schule vor und das ganze entwickelt sich zu einem gefährlichen Selbstläufer..


Ich muss hier wirklich mal in aller Deutlichkeit sagen, dass ich dieses Cover LIEBE ich weiß gar nicht warum, aber ich finde die Idee einfach toll und es sieht wunderschön dazu aus, mich spricht es tierisch an und machte sofort Lust auf das Buch. :)


Auf das Buch hab ich mich sehr gefreut, weil es sich rein vom Klappentext ein bisschen von anderen Jugendbüchern mit dieser Thematik abzuheben schien und mit der Gruppe Solitaire auch noch ein Aspekt hinzukommt, der zum Rätseln einlädt.

Die Idee des Buches mag ich sehr, gerade das was Tori beschäftigt finde ich sehr gut und auch ehrlich, ich kann mich gut zurück erinnern und konnte mich in der Hinsicht gut mir ihr identifizieren und auch heute kann ich gewisse Punkte von ihr in mir selbst wiederfinden. Ich mag es also, dass das Buch mal eine Sicht einschlägt indem es um all diese Ängste und Probleme geht, die man als Jugendlicher eigenltich nicht haben sollte.
Eigentlich hätte ich mich mit Tori also verbunden fühlen müssen, aber leider war das dann eher schwierig. Einfach weil ich ihren Charakter so gar nicht abkonnte und der für mich selbst vieles am Buch kaputt gemacht hat.
Ihre Gedanken gerade in Bezug auf Gesellschaft etc. mochte ich sehr und ich finde sie sagt viel Wahres und das hat mich auch nachdenklich stimmen können, aber ihre gesamte Grundeinstellung war mir dann doch zu Anti.
Egal was es ist, sie findet alles dämlich und Leute die das mögen was sie nicht mag, sind ja auch irgendwie bescheuert.
Es war für mich ziemlich paradox, dass sie sich selbst so verabscheut, sich dann aber permanent über alle anderen stellt, zumindest hab ich das so empfunden und das machte sie in meinen Augen auch sehr unsympathisch.
Zwar macht sie im Laufe der weiteren Handlung eine Entwicklung durch und sie wird in der Hinsicht auch sympathischer, aber ich für mich fand sie sehr schwierig und das Buch hätte mir wesenlich besser gefallen, wenn ihr Charakter anders gewesen wäre.

Michael Holden mochte ich im Gegensatz zu Tori dann sehr, er ist das genaue Gegenteil, man merkt aber auch bei ihm, dass mehr hinter der Fassade steckt und mir hat es gut gefallen wie er und Tori miteinander agieren, was sie durch den anderen aus sich herausholen und auch wie sie miteinander sind. Für die gesamte Geschichte ist er also ein wahrer Gewinn.

Was ich am Buch sehr gerne mochte war, dass alle möglichen Hypes der letzten Jahre bzw. allgemein aktuelle/populäre Medien mit in das Buch eingeflossen sind, ich mag das immer total. Auch wenn ich nicht immer mit Tori einer Meinung war, aber das ist okay.

Die Sache rund um Solitaire ist für die Story zwar nicht unbedingt essenziell, trotzdem mochte ich es und es bringt gerade Tori noch mal einen Schubs in die andere Richtung und es sorgt noch mal für nachdenkliche Momente. Ich persönlich hatte zwar ziemlich früh einen Verdacht wer das Gesicht hinter Solitaire ist, es hat sich auch bewahrheitet, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Außerdem fand ich es ganz interessant zu sehen wie sich Solitaire entwickelt hat und wie es andere Schüler mitgerissen hat und wirklich zum Selbstläufer wurde..


Ein Buch das viel kann und auch wirklich gute Anhaltspunkte hat, alles im allem finde ich es gelungen nur dass Tori für mich wahnsinnig unsympathisch war, hat das Lesen für mich erschwärt, dennoch spricht das Buch wichtige Punkte an und ich glaube viele Jugendliche können sich hier gut verstanden fühlen.

Samstag, 17. Oktober 2015

[Rezension] Kings & Fools 01 - Verdammtes Königreich

von Natalie Matt | Silas Matthes
"Ein teuflischer König. Ein Reich voller Schatten. Leuchtend rote Farbe an der Hüttentür: das Symbol der verhüllten Männer! Um Mitternacht werden sie Lucas holen. Wer sie sind und wohin sie ihn bringen, weiss niemand. Nur, dass noch nie jemand zurückgekommen ist, um davon zu berichten. Vier Jugendliche - ein Schicksal. Band 1 der modernen High-Fantasy-Reihe mit Mysteryelementen. Für alle, die von "Game of Thrones" nicht genug bekommen! Ein einzigartiges Projekt von Silas Matthes und Natalie Matt, unterstützt von Bestsellerautor Bernhard Hennen (Elfen-Serie). ”

  • Preis: 5,00€ [bis zum 28.12.15]
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 224
  • Verlag: Oetinger34
  • ISBN: 978-3-95882-069-2


Lucas ist ein Kräutersammler in Lavis, das Reich des brennenden Königs. Jeder in Lavis hat seinen Platz und der Herrscher treibt mit seinen Untertanen was er will und so schickt er von Zeit zu Zeit die verhüllten Männer los um jemanden zu hilen. Niemand weiß wer die Verhüllten sind und wohin sie ihre Opfer bringen. Lukas, der auserwählt wurde um geholt zu werden, erwartet das schlimmste doch dann findet er sich in Favilla wieder eine Art Schule in denen er nicht nur das Kämpfen mit allen möglichen Waffen lernt, sondern auch Wissen gelehrt bekommt, zum ersten Mal in seinem Leben beschäftigt er sich mit dem Schreiben. Doch auch in Favilla lauern die Geheimnisse, doch Lukas ist neugierig und mutig genug ihnen auf die Spur zu gehen...


Ich mag die Gestaltung der Reihe, sie sind insgesamt eher schlicht aber ich mag das düsterne an ihnen und finde es toll, dass sie mit dem großen Emblem ein Erkennungszeichen geschaffen haben. :)


Auf diesen Auftakt war ich sehr gespannt, vor allem weil die Reihe in Episodenform daher kommt und doch recht kurz sind jeweils.
Gerade weil es Fantasy ist und in einer völlig neuen Welt spielt hatte ich vorab ein bisschen meine Bedenken, denn Raum um diese Welt wirklich auszuschmücken und zu erklären ist hier ja nicht unbedingt und ja das traf zu.
Wie die Welt abläuft ist erst einmal nur grob erklärt, viele Informationen zum brennenden König etc. gibt es nicht aber man merkt schon, dass man nach und nach mit Zusatzinformationen gefüttert wird. Ich muss sagen, dass ich das trotzallem recht wenig fand, denn ich persönlich hab sehr viele Fragen und möchte sie beantwortet wissen.
Und ich muss sagen, dass es mir im Fantasy Genre immer sehr wichtig ist eine detailierte Ansicht der Welt zu haben, was schön ist, dass es eine Karte des Reichs gibt.

Auch Favilla in der die eigentliche Handlung spielt ist auch nach dem ersten Teil sehr undurchsichtig, man hat ein gewisses Bild von der Schule, aber auch hier muss die eigene Vorstellungskraft eher selbst tätig werden. Versteht mich nicht falsch, ich finde es gut wenn Raum für die eigene Vorstellung bleibt, aber wenn ein Autor was neues erschafft dann will ich gerne auch seine genaue Ansicht davon erfahren.
Nun baut sich das über die ganze Reihe natürlich langsam auf, das merkt man schon und ist ja auch alles gewollt und die Reihe hat es auch geschafft mich neugierig zu machen und mich zu fesseln, einfach weil sie einen Ansatz hergibt und der ziemlich viel Potenzial aufweist, aber trotzdem blieb bei mir dadurch ein kleiner negativer Beigeschmack.

Der erste Teil ist aus der Sicht von Lucas geschrieben und bei ihm erleben wir von Ankunft und Eingewöhnung alles, mit Lucas gemeinsam lernen wir Favilla kennen, für den Start finde ich es immer ganz angenehm einer Person zu verfolgen, die ebenso neu in dem ganzen Geschehen ist, wie ich als Leserin.
Lucas fügt sich gut in das ganze ein, aber eigentlich auch nur weil er seine eigene Ziele verfolgt und nur einen Weg sucht, schnell herauszukommen. Lucas Motivation ist für mich sehr verständlich, dennoch muss ich für mich sagen, dass er bei mir an Sympathie verloren hat, durch sein Verhalten. Er ist sehr fokussiert und dadurch manchmal recht unangenehm, zumindest für mich.

Die Handlung ist eher kurzweilig, es passiert allgemein nicht so viel außer, dass man den Alltag auf Favilla kennenlernt und es kleinere Geheimnisse gibt denen Lukas nachgeht, langatmig wird es nicht weil ich das durchaus interessant fand und es zudem ist das Buch nun mal recht kurz.
Das Ende des Buches hatte es für mich dann wirklich in sich, es endet da wo es eigentlich erst richtig anfängt und das fand ich sehr, gemein. Glücklicherweise ist der zweite Teil ja zeitgleich erschienen und ich konnte direkt weiterlesen, aber Cliffhanger sind zwar ein Mittel um den Leser am Ball zu halten, ich mag sie insgesamt einfach nicht.^^


Der Auftakt der Reihe macht durchaus Spaß und hat für mich seine Reize, insgesamt musste ich aber feststellen, dass der Aufbau der Reihe nicht ganz meins ist.

Freitag, 16. Oktober 2015

[Rezension] Jeden Tag ein bisschen mehr

von Louisa Reid
"Ich bin dreimal gestorben, bevor ich das Alter von fünf Jahren erreicht habe. Vielleicht ist ‚krank‘ mein gesund.“ Audrey ist nicht wie andere Mädchen. Sie hat keine großen Träume, sondern wünscht sich einfach nur ein normales Leben. Als sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder in ein abgelegenes Haus zieht, nimmt sich der Nachbarsjunge Leo der Neuankömmlinge an. Doch mit Audreys Körper scheint irgendwas nicht zu stimmen. Audrey ist krank, ohne dass ihre Krankheit einen Namen hat. Ihre Mutter und ihr Bruder wollen ihr Bestes, doch was ist das Beste? Für sie? Für die Familie? ”

  • Preis: 16,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 560
  • Verlag: Fischer FJB
  • Übersetzer/in: Karin König
  • ISBN: 978-3-8414-2229-3


Audrey hat eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich und es scheint immer schlimmer mit ihr zu werden, angeblich ist sie der Depression verfallen und tut sich selber weh, um ihr zu helfen beschließt Audreys Mutter umzuziehen, in ein abgelegenes Haus.
Als Audrey den Nachbarsjungen Leo kennenlernt, verliebt sie sich zum ersten Mal und zum ersten Mal scheint sie soetwas wie Glück zu verspüren, doch kann die Liebe sie gesund machen?
Oder ist das "Ding" einfach zu stark und mächtig?


Die Idee des Covers finde ich sehr gut, diese eingehüllte Blume, damit ihr nichts passiert aber auch die Nadelstiche um die Schutzhülle zu befestigen, sind sehr treffend und spiegeln das Buch auf eine wirklich tolle Art weiter. Es ist also wirklich gut durchdacht.


Auf dieses Buch hab ich mich sehr gefreut, zu einem weil ich Bücher mit erkrankten Protagonisten manchmal sehr gerne mag und zum anderen weil der Klappentext sehr undurchsichtig ist und sich gar nicht wirklich zeigt, was Audrey genau hat etc.

Und in der Beziehung muss ich auch gleich sagen, dass es ziemlich schwierig ist das Buch zu rezensieren ohne zu spoilern, aber ich will es versuchen.
Beim Lesen selbst erahnte ich ziemlich schnell was Audreys eigentliches Problem ist und dieser Verdacht verhärtet sich mit der Zeit extrem. Sagen möchte ich es dennoch nicht, weil ich nicht unbedingt weiß ob es gewollt ist, dass man das so früh erahnt.^^
Hier bestand für mich aber die Schwierigkeit des Buches, mit der Idee war ich persönlich sehr zufrieden, aber es zieht sich in der Geschichte wirklich extrem, niemand von Audreys Umfeld realisiert was wirklich passiert obwohl es oft genug Situationen gibt in denen es sich auch für die anderen Protagonisten zeigt. Besonders bedauerlich fand ich es, wenn es in der Gegenwart eines Therapeutens geschieht und sie es nicht registrierten.
Für mich wurde es also nach und nach nerviger, dass es niemand begriffen hat und ich wurde ziemlich ungeduldig. Dadurch hat sich das Buch für mich extrem gezogen und wurde langatmig und man ich hatte über 300 Seiten lang das Gefühl einfach auf der Stelle stehen zu bleiben.

Zwar hat sich in der Zeit die Beziehung unter den Charakteren entwickelt und ich erachte es einerseits schon als positiv, dass man sich hier wirklich mal die Zeit genommen hat etwas langsam aufzubauen, aber trotzallem sank meine Leselust und ich hätte es für klug empfunden das Buch ein wenig zu kürzen - aber das ist nur meine Empfindung.
Die Charaktere mochte ich dafür unglauublich gerne, vor allem Audrey, Leo und Peter (Audreys fünfjähriger Burder).
Ich fands auch schön, dass man die drei relativ oft zusammen erlebt hat und mochte insbesondere auch die innige Beziehung der Geschwister, das kann ich persönlich sehr gut nachempfinden und es hat Audreys Handeln für mich persönlich auch authentischer wirken lassen. Peter ist für sich allein dann einfach ein knuffiger Junge, der die Dinge aus seinen Kinderaugen betrachtet und angeht und einfach für ein paar tolle und berührende Momente sorgt.

Audreys Schicksal hat mich sehr berührt, insbesondere als ich wirklich wusste was Realität ist, und ihr Schicksal hat mich auch voran getrieben und ich muss sagen, gerade gegen Ende hint nimmt es sehr harte Züge an und ich musste das ein oder andere Mal schlucken.
Leo ist ein toller Junge, auch wenn er nicht in Audrey hineinblicken kann so bietet er ihr immer seine Hilfe an und schickt ihr geheime Zeichen, ich mochte ihn er ist ein Junge den man nur ins Herz schließen kann und es gehört auch jede menge Mut dazu sich nicht vor seinen Gefühlen zu verschließen, wenn sie jemanden gelten der schwer krank ist.

Die Mischung der Charaktere hat mir also sehr gut gefallen und hat das Buch für mich auch am meisten ausgemacht und ja es half über den gesamten mittleren Teil zumindest ein wenig hinweg.


Das Buch hatte für mich definitiv seine Momente und ist perse auch überhaupt nicht schlecht, dennoch zieht sich der mittlere Teil wirklich sehr und man hat das Gefühl einfach auf der Stelle zu stehen, was für mich den Lesegenuss geschmälert hat.






Montag, 12. Oktober 2015

[Kurzrezensionen] Selection | Layers | Soul Colours | Schwarz und Silber

Hallo meine Lieben,

ich habe derzeit fürchterlichen Rezi-Stau und weil ich derzeit kaum weiß wie ich den bewältigen soll, hab ich mich dazu entschlossen mal wieder zu den Kurzrezensionen zu greifen. In der Hinsicht muss ich mich endlich mal wieder ein bisschen entlasten. :D


von Kiera Cass
"Die Liebesgeschichte um America, Maxon und Aspen hat ihr Ende gefunden – aber die Geschichte der ›Selection‹ ist noch lange nicht vorbei! Nun ist es an Maxons Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin, sich ihren Prinzen aus 35 jungen Männern zu erwählen. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das aufgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an die große Liebe glaubt sie sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt die Liebe ja an Eadlyn!”

  • Preis: 16,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 400
  • Verlag: Fischer FJB
  • Übersetzer/in: Lisa-Marie Rust
  • ISBN: 978-3-7373-5224-6


Auch wenn ich die Selection - Reihe nicht ganz so doll mag wie viele andere, war für mich trotzallem sofort klar, dass der vierte Teil gelesen wird, auch wenn es ein ganz neuen Abschnitt darstellt. In der Hinsicht mag ich auch das Cover sehr gerne, es fügt sich vom Motiv wirklich gut in die Reihe ein, sticht mit seiner Farbe aber eher hervor. Weil sie kräftiger und dunkler ist, während die Teile zuvor in Pastell gehalten waren.
Ich weiß, dass viele unheimliche Probleme mit Eadlyn hatten, ich persönlich mochte sie sehr gerne. Sie ist stark und klug und weiß wer sie ist, natürlich spiegelt sich das in ihrem Handeln wieder, sie ist selbstbewusst ohne Ende und ich weiß viele empfinden sie als zickig und eingebildet, aber ich persönlich finde damit tut man ihr viel Unrecht. Ja auch ich fand es vielleicht an manchen Stellen ein bisschen too much, aber einfach nur weil ich mir denke, dass man durchaus mehr als nur eine Linie fährt als Mensch und ich mir in der Hinsicht auch mal eine weichere Seite gewünscht hätte. Glücklicherweise sind deutliche Tendenzen in diese Richtung vorhanden.
Ich weiß nur, dass es zig männliche Charkatere gibt die über die gleichen Eigenschaften wie Eadlyn verfügen und diese werden dann regelrecht angeschmachtet und ich finde es schade, dass es bei einem Jungen als anziehend gilt bei einem Mädchen aber negativ besetzt ist, von daher empfinde ich das Bild von Eadlyn als sehr mutig und ich freue mich darüber, dass die Autorin zu dieser Persönlichkeit gegriffen hat.
Das Thema ist natürlich das gleiche wie in den beiden Teilen zuvor, nur das diesmal die Rollen vertauscht sind, auch dass man nun die Perspektive der Wählerin begleitet macht das ganze noch ma anders. Nun ist man in der Position sich aus zig Jungs seinen Favoriten aussuchen zu können und das ist wirklich nicht einfach. Ich kann mich bisher gar nicht entscheiden wen ich am liebsten mag, weil sich bei mir gleich mehrere als Favoriten entpupt haben und umso gespannter bin ich, mehr über sie alle zu erfahren und zu sehen wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln werden.
Was ich persönlich gar nicht mochte war, dass es zur sexuellen Belästigung kam. Ich finds schade, dass es als Material genutzt wurde, nur weil jetzt eine weibliche Person ist, ich weiß Frauen sind davon häufig betroffen, aber ich mag es einfach nicht lesen und ich fand das hat für mich ein bisschen was von der Atmosphäre zerstört, zumindest für mich.
America und Max sind in diesem Teil natürlich erwachsen, ich persönlich konnte die beiden gar nicht wiedererkennen und finde auch ihr Handeln nicht wirklich passend zu dem Bild was ich von ihr hatte und das fand ich sehr schade, ich hatte das Gefühl ihre Charaktere wurden vollkommen verbogen um diese Geschichte möglich zu machen.



von Ursula Poznanski
"Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf.  Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. ”


  • Preis:  14,95€
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 448
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN: 978-3-7855-8230-5


Auf Layers war ich persönlich sehr gespannt, es gibt bisher viele verschiedene Meinungen zu dem Buch und ich hab persönlich ganz unterschieldiche Erfahrungen mit Ursula Poznanski gemacht.
Den Start des Buches fand ich wirklich sehr gut, es war alles sehr undurchsichtig und man wurde neugierig und ich persönlich hatte keinerlei Ahnung in welche Richtungen dieses Buch gehen will.
Es geht Anfangs sehr rasant zu und das hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht und ich dachte wirklich ich würde zu den Lesern gehören, die das Buch in den Himmel loben, denn es gab für mich nichts auszusetzen.
Doch dann kam der Mittelteil und so langsam wurde die Handlung eintönig, denn sie besteht nur noch daraus wie Dorian durch die Straßen zieht, auf der Flucht, mit dem Inhalt der Box rumspielt - ein sehr nützliches Gadget, aber ich will nicht mehr dazu verraten - und versucht einen Weg zu finden die Machenschaften zu beenden.
Das ist natürlich kein einfaches unterfangen und während man in dieser Zeit zwar mit vielen nützlichen Infos gefüttert wird, die alles erklären, bleibt Dorian auf der Stelle stehen. Es kommt zu einem kleinen Ereignis aber dann ist da wieder nur die Flucht. Und ja es ist ziemlich rasant, aber es sind dennoch viele Seiten wo nur das geschieht, hier hätte ich mir einfach mehr Abweschlung gewünscht, denn mir persönlich hat genau das schon den Lesespaß enorm geraubt.
Natürlich ist die Geschichte gut durchdacht und die Idee ziemlich stark, ich fand all das wahnsinnig gut konstruiert und auch was da alles abgeht macht Spaß herauszufinden, aber es hätte alles irgendwie kürzer sein sollen.
Das Ende schafft es dann durchaus zu überraschen, ich hatte zwar eine leise Vermutung, aber wirklich klar wurde dann alles erst bei der großen Offenbarung, aber auch das hat mich dann nicht wirklich versöhnlich gestimmt. Der Weg dahin hat mir persönlich einiges kaputt gemacht.
Die Charaktere bleiben sehr flach, nur Dorian kommt zur Geltung, ist aber auch der einzige mit dem man wirklich bedeutene Zeit verbringt.
Was ich als völlig fehl am Platz empfand war die Liebesgeschichte die scheinbar unbedingt noch sein musste. Erst einmal entwickelt sie sich verdammt schnell ohne wirklich in die Tiefe zu gehen, auf Dorians Flucht könnte man aber meinen er wäre von der größten Liebe aller Zeiten getrennt wurden, für mich wirkte sie einfach nicht authentisch und ich hätte mir gewünscht, dass man auch mal ohne auskommen würde.


von Marion Hübinger
"Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ... ”

  • Preis: 3,99€
  • Einband: eBook (ePUB)
  • Seitenanzahl: 323
  • Verlag: Im.Press
  • ISBN: 9783646601572


Impress hat ja viele wunderbare Titel, die immerzu neugierig machen und so stieß ich auch auf Soul Colours und musste mein Glück bei der Leserunde auf LB sofort versuchen und es hat geklappt.
Die Idee klingt wirklich gut und vielversprechend, ich mag Dystopien die eine völlig neue Gesellschaft erschaffen, mit Mitteln die völlig neu für einen sind, und auch wenn das mittlerweile eher Schema F ist, finde ich kann man daraus sehr viel Vielseitigkeit hervorzaubern.
Bei diesem Buch muss ich aber sagen, dass es sich nicht unbedingt abhebt, es sticht nicht aus dieser Masse hervor. Auch wenn das mit den Auren sehr neu ist, wird das Buch dadurch nicht einzigartiger und ich hätte mir gewünscht, dass die Auren insgesamt einen größeren Schwerpunkt gehabt hätte.
Die Welt war in diesem Buch trotzallem ziemlich gut dargestellt, alle wichtigen Informationen sind erst einmal gegeben z.B. wie die Frage warum sie weg von der Erde sind etc..
Der Verlauf der Geschichte ist dann natürlich wieder ziemlich typisch für diese Form von Dystopie, man findet heraus, dass alles eine große Lüge ist und entscheidet sich dagegen vor zu gehen. Zwar wird versucht mit kleineren Wendungen und Überraschungen Spannung aufzubauen und manchmal klappt es auch, aber zünden konnte es bei mir nicht immer.
Die Handlung allerdings schreitet ziemlich schnell voran, gerade als der neue Schüler an Sarinas Schule kommt und sich natürlich eine Liebegeschichte anbandelt. Mir ging das ganze ein bisschen zu schnell auch wenn ich die beiden an und für sich ziemlich süß fand.
 Mit den Charakteren hatte ich im großen und granzen dann auch meine Probleme weil sie doch eher flach und unscheinbar blieben, für mich waren sie kaum markant, nur in wenigen Situationen war überhaupt Persönlichkeit in der Figur zu spüren, hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass man sich ihnen mehr Zeit gewidmet hätte.
Also ja, es ist kein perfektes Buch - es hätte mehr machen können, weil es eher unscheinbar ist und nicht aus der Masse hervorsticht, aber dennoch hat es mich während des Lesens durchaus unterhalten können und hat Spaß gemacht, so dass ich auf jeden Fall auch weiterlesen werde. Ich hoffe nur es steigert sich alles ein bisschen, denn prinzipiell ist das Potenzial da!


von Paolo Giordano
"Nora und ihr Mann leben mit ihrem kleinen Sohn in Turin. Sie ist Architektin, er ist Physiker. Im Alltag werden sie unterstützt von der wunderbaren Babette – sie ist die Frau für alles, sie betreut das Kind, sie kocht, sie schmeißt den Haushalt. Und sie bildet den ruhenden Pol für das junge Paar. Eigentlich heißt sie Anna, aber sie wird Babette genannt, in Hommage an das Hausmädchen Babette in Tania Blixens berühmter Novelle «Babettes Fest».
Babette gehört zur Familie. Doch eines Tages kann sie nicht mehr kommen, sie ist an Krebs erkrankt. ”

  • Preis: 17,95€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 176
  • Verlag: Rowohlt
  • Übersetzer/in: Barbara Kleiner
  • ISBN: 978-3-498-02531-1


Paolo Giordano hat mich einst mit "Die Einsamkeit der Primzahlen" vollkommen begeistern können und lustigerweise war es sogar meine erste Rezension hier auf dem Blog, ich war also sehr froh über dieses neue Buch in dem es um den Verlust eines geliebten Menschen geht und wie die Auswirkungen auf die hinterbliebenen sind.
Eine sehr spannende Thematik, mit der man meiner Meinung nach viel machen kann und eigentlich macht Paolo Giordano das auch, nur leider gab es für mich ein großes Manko.
Ich persönlich kam der Familie einfach nicht nahe, sie waren für mich nicht zu greifen, wirkten teilweise eher kalt als lebendig und irgendwie ging damit für mich ziemlich viel kaputt. Denn gerade bei so einem Buch möchte ich bei den Charakteren sein, sie spüren können um auch die ganzen Veränderungen wirklich aufnehmen zu können.
Natürlich habe ich gesehen, dass sich irgendwas tut, aber es hat mich nicht tangiert, dabei erschafft der Autor mit seiner Sprache und mit seinen klugen Bemerkungen wirklich ein einzigartiges Leserlebnis, das einen sowohl nachdenklich stimmt, als auch fasziniert und das macht das ganze dann für mich schon wieder sehr intensiv, aber trotzdem kam ich nicht an die Charaktere heran.
Was ich mochte war, dass es flüssige Übergänge in den Zeiten gab, sowhl die Zeit nach, vor und während des Krankheitsprozess von der Betroffenen wurde thematisier. Das fand ich als Stilmittel sehr gut, weil sich dadurch natürlich erst zeigt was in den Charakteren alles passiert. Es gab dann auch einzelne Momente da hatte ich das Gefühl, ihnen nahe zu sein, aber in großem und ganzen änderte sich an diesem Status nichts.
Ich hätte mir vielleicht mehr Leben gewünscht und das hätte man vielleicht geschafft in dem man das Buch ein bisschen mehr gefüllt hätte, aber eigentlich glaube ich, dass es vom Autor genauso gewollt war, zumindest wirkt es so als hätte der Autor ganz genau gewusst wie dieses Buch zu funktionieren hat und rein aus literischer Sicht kann ich da eigentlich auch nicht wirklich viel dran aussetzen, es hat vieles was ich zu schätzen wusste, aber rein subjektiv war es dann trotzallen nicht wirklich mein Buch. Mir sind die Charaktere halt immer sehr wichtig und in dies ist ein Buch was eigentlich von ihnen lebt, nur waren sie für mich leider nicht lebendig.
Das ganze macht es für mich ziemlich schwer, das Buch zu bewerten, weshalb ich hier ausdrücklich betonen möchte, dass es eine rein subjektive Bewertung ist. Objektiv und literarisch hätte das Buch wesentlich mehr verdient, denn ich hab es schon als sehr gekonnt empfunden.