Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] Dark Wonderland 02 - Herzbube






  • Preis: 17,99€
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 480
  • Verlag: Cbt
  • Autor/in: A. G. Howard
  • Übersetzer/in: Michaela Link
  • ISBN: 978-3-570-16374-0





Alyssa Gardner, Nachfahrin von Alice Liddell, hat bereits ihre ganz eigenen Erfahrungen mir dem Wunderland durchlebt, doch nun ist sie fokussiert darauf sich in der realen Welt ein Leben aufzubauen und zwar mit ihrer Liebe Jeb. Doch das Wunderland lässt sie nicht Ruhen, in ihren Träumen besucht es sie und vor allem ihr alter Kinderfreund Morpheus kann sie nicht ihres Weges gehen lassen. Zu mal das Wunderland nach Alyssas besuch noch mehr aus den Fugen geraten ist und Königin Rot unbedingt wieder an die Macht will. Für Morpheus steht fest, Alyssa muss sich diesem Kampf erneut stellen, doch Alyssa will nicht. Doch kann sie sich wirklich ihrem Schicksal verweigern?..


Ich bin kein allzu großer Fan davon wenn ein männliches Gesicht das Cover ziert, dennoch ist auch der zweite Teil, mit all seinen Details und seiner Farbgebung sehr schön und es passt unglaublich gut zum Buch. Vor allem bin ich aber froh, dass sie nicht das Gesicht von der englischen Ausgabe genommen haben, das finde ich persönlich gruselig. :D


Mit dem Auftakt dieser Trilogie hatte ich damals ja schon kleinere Schwierigkeiten was vor allem an den Charakteren Jeb und Alyssa lag, dennoch ist die gesamte Idee und Stimmung im ersten Teil einfach grandios gewesen, so dass ich natürlich auch den zweiten Teil lesen musste.
Und auch hier hat mich die Autorin vor allem mit ihrem Ideenreichtum begeistern können.

Ich bin ja bekennender Alice im Wunderland Fan und während ich das Original gerade deswegen Liebe, dass alles zwar verrückt ist und durchaus brutal aber es doch mit so nieldichen Details daherkommt, finde ich es hier durchaus schön, dass alles etwas düsterer dargestellt wird. Vor allem da es hier doch sehr gut begründet wird weshalb es so vom Original abweicht, das gefällt mir. Es ist eine Adaption der dem Original Tribut zollt und das finde ich persönlich sehr wichtig.
Generell beeindurckt es mich wie die Autorin eigene Dinge nimmt und sie mit bekannten Elementen aus Alice im Wunderland verknüpft, das empfinde ich beim Lesen als wahnsinnig raffiniert und dadurch hat es mir sehr viel Spaß gemacht das Buch zu erkunden und bei mir kam daher auch ein ziemlicher Lesesog zu Stande.
Denn ich war so neugierig darauf was sich noch alles zwischen den Buchdeckeln verbirgen wird.

Auch die Story selbst hat sich gut weiterentwickelt, gerade am Anfang fand ich es etwas langwierig bis Wunderland überhaupt zu spüren war, aber als es sich geändert hat war es umso präsenter und überall lauerten diese Elemente. Im weitere Verlauf geschieht viel dramatisches und es kommt mit vielen kleineren überraschenden Details daher.
Was ich besonders schön fand war, dass Alyssas Mutter in diesem Teil wirklich ein Gesicht bekommt und sich zeigt wie sie wirklich ist und was sie ausmacht, auch ihre Vergangenheit spielt eine Rolle. Gerade Anfangs hatte ich echt meine Probleme bei ihr, weil ich ihr Verhalten rational überhaupt nicht verstehen konnte, mit den Details die sich hier allerdings auftun, sieht das ganze ganz anders aus, von daher bin ich froh, dass man sich zwischenmenschlich ein bisschen für sie Zeit genommen hat.

Auch zwischen Jeb, Alyssa und Morpheus gibt es einiges an Emotionen, es ist für mich eine etwas andere Dreiecks Geschichte die sich hier abspielt. Ein Fan bin ich davon allgemein nicht, aber dadurch ist es für mich nicht allzu nervig und manches Mal macht sie mir hier sogar Spaß.
Mit Jeb und Alyssa hatte ich trotz allem mal meine Schwierigkeiten, Jeb ist für mich manchmal unheimlich unsympathisch und auch sein Verhalten Alyssa gegenüber finde ich teils unmöglich.
Alyssa fand ich in diesem Teil sehr egoistisch und vielleicht ist es auch legitim sich so zu verhalten, vor allem wenn es damit zusammenhängt, dass man sich selbst in Gefahr bringt. Aber das Wunderland ist für mich was ganz besonders und dass sie es im Stich lassen wollte passte mir gar nicht.
Im Verlauf des Buches legten sich diese Gefühle bei mir ein bisschen, auch hier ist also wieder eine Entwicklung zu spüren.
Was Morpheus betrifft so bin ich weiterhin ein Fan von ihm, auch wenn ich ihn ganz sicher nicht in meinem Leben haben wollen würde, doch er bringt sehr viel Pepp mit ins Geschehen und treibt Alyssa an. Außerdem ist durch ihn immer ein Teil von Wunderland präsent.

Das Ende das Buches hat für mich dann noch mal sehr viel rausgeholt und wieder fand ich die Idee unheimlich toll, leider ist es auch ein fieser Cliffhanger, so dass ich hoffe, dass der dritte Teil nicht allzu lange auf sich warten lässt. :)


Während die Handlung selbst mich komplett in seinen Bann zieht, weil die Ideen so vielfältig sind und sich das alles sehr durchdacht mit der original Geschichte verbindet und auch die Stimmung und Umgebung im Buch viel Lesevergnügen verusachen, hab ich auch im zweiten Teil meine Probleme mit zwei der Hauptprotagonisten gehabt.

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