Freitag, 1. April 2016

[Rezension] Diamantkrieger Saga - Damirs Schwur





        • Preis: 17,99€
        • Einband: Gebunden
        • Seitenanzahl: 448
        • Verlag: Cbt Verlag
        • Autor/in: Bettina Belitz
        • ISBN: 978-3-570-16417-4







          Sara lebt in einer Zeit in der es sehr schwer ist überhaupt noch einen Blick auf die Sonnenseite des Lebens zu erhaschen, und so lebt sie schon mit 17 Jahren das Leben einer Kriminellen und geht jeden Tag auf Raubzug, denn sie muss dringend die Pflege ihrer geliebten Großmutter zahlen.
          Ihre Mutter Jaga, schert sich nicht um sie und hält Sara für die Brut des Teufels und tatsächlich scheint sich irgendwas in Sara zu wandeln, sie sieht Dinge die nur sie sehen kann und auch ihr Körper spielt vollkommen verrückt.
          Ist sie wirklich drauf und dran verrückt zu werden oder liegt es doch am mysteriösen Damir, denn seit sie ihn kennt und sein Wasser trinkt scheint alles nur weiter aus dem Ruder zu laufen..


          Ich find das Cover jetzt nicht außergewöhnlich speziell und trotzallem mag ich es unheimlich gerne und finde die wenigen Farbakzente sehr toll, was ich aber anmerken muss ist, dass es mir eher das Gefühl gibt eine High-Fantasy Geschichte vor mir zu haben.^^


          Ich muss sagen, dass ich bei Bettina Belitz schon immer sehr neugierig war und unbedingt mal etwas von ihr lesen wollte, aber ich hab auch schon häufig mitbekommen, dass ihre Bücher nicht jedermanns Geschmack sind. Ihren neuen Reihenauftakt wollte ich mir dann aber nicht entgehen lassen und hab mich auch voller Freude in das Buch hinein gestürzt auch wenn ich vorab schon einiges an Kritik gelesen habe.
          Da es mein erstes Buch von ihr war kann ich keine Vergleiche zu vorherigen Büchern ziehen und weiß nicht inwiefern dieses vielleicht auch einfach anders ist.

          Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass ich die Kritik nachvollziehen kann, aber darauf gehe ich später noch einmal ein.
          Für mich fing es erst einmal damit an, dass ich mich umstellen musste, denn ich hatte wirklich das Gefühl eine High-Fantasy Geschichte vor mir zu haben, relativ schnell wird klar, dass es das nicht ist und dann fängt es erst einmal an, dass ich dastand und mich fragte okay, aber was ist es dann? Wohin will mich dieses Buch führen? Was ist die genaue Thematik.
          Das ist ein Punkt den viele kritisiert haben, es bleibt einfach komplett schwammig was es mit diesen Buch auf sich hat und auch wenn ich es ebenso empfunden habe, hat es bei mir keine Frustration ausgelöst sondern eher das genaue Gegenteil.
          Bei mir hat sich beim Lesen ein starker Sog entwickelt, denn ich wollte einfach endlich dahinter kommen und auch sonst gab es auf dem Weg dorthin, viele weitere Dinge die Fragen aufwarfen und meine Neugierde weiter anheizten.

          Dass manch einer das als schwierig empfindet kann ich verstehen, mir ging es nur ganz und gar nicht so. Und ohne Spoilern zu wollen kann ich wirklich sagen, dass es sich bis zum Ende zieht bis überhaupt eine Idee ensteht und das Buch zumindest gewisse Informationen liefert.
          Es ist also dann zu Ende wenn man das Gefühl hat, dass es gerade anfängt von daher rate ich auf keinen Fall von dem Buch ab, aber wer weiß, dass es einen stören würde, sollte vielleicht mit dem Lesen warten bis die Fortsetzung auf dem Markt ist.
          Mir hat das Ende wahnsinnig gut gefallen, von daher warte ich nun sehr sehnsüchtig und bin gespannt welche Wege es noch gehen mag, es ist noch viel Luft und Potenzial vorhanden. :)

          Was ich aber wirklich faszinierend fand an diesem Buch war diese düstere Stimmung die mich während des Lesens stetig umgeben hat, ich spürte die dunklen Schatten um mich herum, ich sah die Gosse in der Sara sich herumtrieb vor mir und das hat ganz viel für mich gemacht. So fand ich die Antagonisten in diesem Buch wirklich angsteinflößend und gruselig und hab das dunkle und den Sumpf der sie umgibt in jeder Situation in der sie auftauchten spüren können und mit jedem Mal hatte ich das Gefühl mehr darin zu versinken.
          Das empfand ich beim Lesen zwar häufig unangenehm, aber ich erachte es als eine hohe Kunst und das hat mich wirklich beeindruckt.

          Auch Sara mochte ich generell sehr gern, ich mochte ihre Art Dinge wahrzunehmen. Ich mochte es, dass durch ihre kühle Fassade immer etwas liebevolles hervorblitze und hab sie gern begleitet. Nicht in jeder Situation wirkten ihre Gedanken für mich authentisch und manchmal waren sie auch sehr naiv. Aber das waren für mich wirklich nur einzelne Fälle, so dass ich da auch schnell drüber hinwegsehen konnte.
          Aber nicht nur die Antagonisten kamen gut rüber, ein paar liebe Seelen trifft Sara dann doch in ihrem Leben an und vor allem ihren Anwalt fand ich großartig. :)

          Die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Damir und Sara ist eher unterschwellig wahrzunehmen und schwingt eher nebenbei so mit, was ich persönlich sehr gern mochte. Und auch hier sind für die weiteren Teile noch jede menge Optionen offen und ich bin gespannt wie es zwischen denen weitergehen kann.


          Auch wenn ich manche Kritik sehr gut nachvollziehen kann, hat mir dieses Buch einfach gefallen, die wirre und undurchsichtige Handlung hat mich angefixt und wirklich neugierig gemacht, so dass ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte und auch die Stimmung im Buch war zum greifen Nahe an mich herangekommen, so dass ich einfach tief im Buch gefangen war, das fand ich beeindruckend.

          Kommentare:

          1. Hallo Svenja,

            das Buch will ich definitiv auch noch lesen. Ich bin eigentlich gar kein Fan von 'schwammingen' Geschichten, mag aber Bettina Belitz sehr. Manchmal kann man dann ja über solche Dinge hinwegsehen bzw. nimmt sie erst gar nicht wahr, kennst du das?

            Liebe Grüße
            Marleen

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            1. Oh ja, das kenne ich sehr gut. Teilweise bin ich einfach sehr eingenommen von einer Geschichte, so dass vieles nicht auffällt. Meist ist es dann aber so, dass ich mich nach dem Lesen gedanklich noch mal inentsiver mit dem Buch beschäftige und dann bemerke ich es schon. Das sind dann für mich sachen die ich in einer Rezension anmerke, aber nicht wirklich in meine Bewertung mit einfließen, denn mein Leseerlebnis hat es ja nicht gestört. :D

              Ich hoffe, dass du ein tolles Leseerlebnis mit dem Buch haben wirst. :)

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            2. Haha, das kenne ich zu gut. Oft beende ich ein Buch, denke "Haha, 4 Sterne" und sitze dann im Nachhinein davor und denke mir: "Hmhmhm, das war nicht so gut, und das, und erm, das ;-)

              Ich habe es mir schon geholt. Muss mal schauen ob ich es die Tage beginne :-)

              LG Marleen

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          2. Hallo Svenja,

            ich habe das Buch auch vor kurzem gelesen und mir ging es fast genauso wie dir. Auch für mich war es das erste Buch von Bettina und bin daher völlig unbelastet an die Geschichte herangegangen. Aber Ihr Schreibstil und die Geschichte an sich, haben mich sehr begeistern können. Deine Rezi trifft den Nagel auf den Kopf und das hast du wunderbar beschrieben.

            Ich kann das Buch sehr empfehlen, da es einfach mal etwas anderes ist und freue mich schon auf den 2. Band.

            Liebe Grüße,
            Uwe

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            1. Endlich mal jemand der das ganze wie ich empfindet. Bisher hab ich nämlich wirklich überwiegend negatives gelesen, aber es ist halt immer ganz spannend zu sehen wie die einen gefallen an etwas finden was für andere so gar nicht stimmig ist. Das ist das schöne an verschiedene Geschmäcker. :)
              Und danke, dass dir meine Rezi so gefällt. ^_^

              Soweit ich weiß kommt er glücklicherweise "schon" im Herbst, aber das warten ist hier echt schwer. :)

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          3. Das klingt gar nicht so schlecht, auch wenn ich deine Begeisterung wohl nicht teilen kann. Ich bin noch nicht durch, weil mich die Schwammigkeit so nervt, dass ich das Buch immer wieder beiseite lege. Aber immerhin habe ich nun die Hoffnung, dass es besser wird...

            LG, Julia

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            1. Es scheint wirklich vielen so zu ergehen wie dir, aber das ist ja auch okay. :)
              Ich glaub ich bin da generell eher geduldig, ich mag auch Serien und Filme die erst am Ende durchsichtig sind etc.
              Für mich darf es nur nicht langweilig sein und da ich das Gefühl hatte, dass bei Diamantkrieger immer etwas passiert, war das für mich hier nicht der Fall. :)
              Bin auf dein endgültiges Fazit aber sehr gespannt.

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