Dienstag, 24. Mai 2016

[Rezension] Pala 01 - Das Spiel beginnt






  • Preis: 10,99€
  • Einband: Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 320
  • Verlag: Oetinger Verlag
  • Autor/in: Marcel van Driel
  • Übersetzer/in: Kristina Kreuzer
  • ISBN: 978-3-8415-0353-4





Pala ist ein Online-Game das von vielen Jugendlichen gespielt wird, doch was sich wirklich hinter diesem Spiel verbirgt, dass wissen nur die besten. Denn die erfahren, dass es Pala wirklich gibt, es ist eine Insel auf der Mr Oz, Erfinder des Spiels, das sagen hat und die Jugendlichen dort unter extremen Voraussetzungen ausbildet für ein höheres Ziel.
Auch Iris spielt dieses Spiel und gehört am Ende zu den besten und so langsam keimt bei ihr der Verdacht auf, dass auch Pala hinter dem verschwinden ihres Bruders steckt und sie stellt sich dem wahren Pala ohne zu ahnen welche Gefahren auf sie lauern...


Das Cover selbst finde ich vom Prinzip her ziemlich ansprechend, mich stört nur das riesige Blatt, auch wenn es wohl ganz passend ist für die Umgebung von Pala ist, aber ich finde es lenkt viel zu sehr von dem Mädchen ab, das einfach sehr schön gestaltet ist mit allem was man in dem Bild vermuten kann. :)


Auf Pala hab ich mich sehr gefreut, es klang ein bisschen wie Erebos nur in spannender. :D
Denn, dass es Pala wirklich gibt fand ich unheimlich reizvoll und ich war sehr gespannt wieso Mr. Oz auf der Suche nach den besten Spielern ist.

Während sich die Einführung noch als ziemlich interessant erwies und interessante Ansätze bietete, wurde es meiner Meinung nach viel zu lange hinausgezögert bis man gemeinsam mit Iris wirklich auf die Insel kam.
Zwischendrin weicht es immer mal wieder ab von Iris Erzählperspektive und insgesamt fand ich es zwar interessant zu erfahren wie andere Pala-Mitglieder auf die Insel geholt wurden sind, aber der eigentlichen Handlung tat es nicht wirklich gut, denn es war teilweise einfach etwas langatmig.
Es plätschert halt eher vor sich hin und es bietet nicht wirklich Informationen über Pala an denen man sich laben konnte, von daher wurde ich einfach etwas ungeduldig und ein Anflug von Enttäuschung machte sich breit.

Dennoch hat sich das Buch wieder gefangen und konnte mich ab einen gewissen Zeitpunkt wirklich fesseln, leider trat dieser erst etwas später ein, denn auf Pala angekommen tappt man erst einmal weiter im Dunklen umher und auch der Alltag auf Pala gestaltet sich Anfangs nicht wirklich spannend, es geht mehr darum Iris wirklich gefügig zu machen, dabei wird auf psychologische Tricks gesetzt, sind aber von der Darstellung eher harmlos. Ich glaube mir hätte es gefallen wenn man hier ein bisschen mehr Emotion von Iris zu spüren bekommen hätte und sie selbt mehr davon registriert hätte, das hätte es alles intensiver und für mich folglich auch interessanter werden lassen.
Generell hätte ich es also nicht schlimm gefunden keine informationen zu erhalten wenn die Handlung zumindest interessante Geschehnisse bereithält, das passiert allerdings erst im letzten Drittel als Iris und weitere Pala-Mitglieder eine Prüfung absolvieren müssen.

Hier kam bei mir endlich ein Sog und die Spannung auf und man hat im Ansatz gemerkt, dass etwas großes vor sich geht und das war genug Ausblick auf die weitere Handlung und ich konnte mich vollkommen von dieser Prüfung einnehmen lassen.
Witzig fand ich, dass Mr. Oz sich bei dieser Prüfung an bekannte Bücher und Filme bereichert hat und gewisse Szenerien aus diesen Werken dargestellt hat, so dass man selbst (sofern das Werk bekannt ist) das vorliegende Ereignis erahnen konnte und das fand ich von der Idee allein schon wirklich toll. :)
Ab hier beginnt dann der spannende Teil und auf einmal mochte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, es entwickelt sich hier zu einer sehr ausgeklügelten Geschichte, die mein Interesse vollkommen gepackt hat und auch wenn es dann Überraschungsmomente gibt, die für mich von Anfang an schon vorhersehbar waren, fand ich das vollkommen okay.

Was ich ein bisschen schade fand war, dass die Charaktere für mich immer ziemlich unnahbar waren. Generell mag ich es einfach wenn Charaktere lebendig werden und ich meine eigene Beziehung zu ihnen aufbauen kann, das fehlte mir hier leider.
Sie waren ziemlich flach, auch wenn sie ja eigentlich außergewöhnlich sein sollten, aber davon finde ich merkt man nicht allzu viel, nur in manchen Situationen vielleicht.
Das führte dann auch dazu, dass ich die Charaktere hier weder sympathisch noch unsympathisch fand, sie haben mich einfach nicht erreicht und ich hoffe wirklich, dass sich das mit dem nächsten Teil ändern wird, denn das ist ein Punkt der mir immer wichtig ist.


Pala bietet eine tolle Idee, für meinen Geschmack wird das Potenzial aber gerade Anfangs eher im Zaum gehalten, doch dranbleiben lohnt sich meiner Meinung nach sehr, denn im letzten Drittel entfaltet es sich und bietet tolle Momente und lässt einen vollkommen gespannt auf den zeiten Teil warten. :)

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