Samstag, 4. Juni 2016

[Rezension] Schöne Mädchen brennen nicht





  • Preis: 12,99€
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 384
  • Verlag: Sauerländer
  • Autor/in: Lynn Weingarten
  • Übersetzer/in: Leo H. Strohm
  • ISBN: 978-3-7373-5383-0





June und Delia waren einst die besten Freundinnen, doch Junes liebe zu ihrem Freund hat die Freundschaft vernachlässigt und die beiden haben kaum noch etwas miteinander zu tun, doch dann hat June eine Nachricht auf ihrer Mailbox, doch ehe sie diese anhört, ist Delia tot. Man geht von Selbstmord aus, doch June kennt Delia und sie weiß, dass sie sich nicht umgebracht hätte.
Sie macht sich auf die Suche nach der Warheit und auf einmal entdeckt sie die Lügen von jeder einzelnen Person und weiß auf einmal gar nichts mehr...


Das Cover ist ziemlich langweilig, auch wenn die Flamme sehr bedrohlich ist, neugierig macht hier aber definitiv eher der Titel, der hat mich gelockt und finde ich prinzipiell ziemlich gut gewählt. :)


Ich bin zwar in der Regel nicht die größte Thriller-Leserin, auch wenn es Ausnahmen gibt, aber sobald es dann um Jugend-Thriller geht, ändert es sich dann doch, denn zu ihnen greife ich immer gern und so hab ich mich demnach auch sehr auf dieses Buch gefreut.

Das Buch hat mir insgesamt auch wirklich gut gefallen, dennoch war gerade der erste Teil etwas mühselig.
Es war für mich zu einem sehr verwirrend, wie oft in der Zeit gesprungen wird und auch wenn es gekennzeichnet ist, so lese ich selbst eigentlich nur selten die Überschriften und hab es dann manchmal gar nicht mitbekommen, mein Fehler aber das behindert natürlich den Lesefluss.
Zum anderen fängt es dann an, dass jeder verdächtigt wird und es ziemlich klar auf eine Sache hinaus zu laufen scheint, auch das raubte mir dann so ein bisschen die Lust, denn ein Thriller der schon am Anfang so vorhersehbar erscheint, ist kein guter..
Aber es war wirklich nur ein scheinen und ich hab mich vielleicht ein bisschen zu sehr darauf versteift, denn das Buch bringt eine überraschende Wendung mit sich, die ich nicht erwartet aber mir gewünscht hatte.
Und das war dann auch für mich der Part an dem die wirkliche Freude am Buch begann.

Es wurde Abwechslungsreich und man tauchte immer mehr und mehr hinter die Geschichte und durch die Flashbacks zeigte sich auch deutlich welch sonderbare Freundschaft die Mädchen miteinander führten.
Denn man mag es vielleicht ahnen, ganz gesund erscheint sie nicht, es wirkt wie eine Abhängigkeit voneinander, aber gerade weil die beiden sich vollkommen aufopfern für diese Freundschaft und eine extrem innige und feste Bindung haben, ist es interessant zu erleben warum sie sich dann so auseinander entwickelt haben.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass für mich kein Charakter im Buch ein wirklicher Sympathieträger war, dafür waren sie mir alle zu undurchsichtig, was ja beabsichtigt ist, aber sie waren auch einfach fernab von dem was ich menschlich gerne mag.
Aber sie waren für mich interessant, ich wollte hinter deren Fassade blicken und verstehen warum sie sind wie sie sind und von daher finde ich es so eigentlich auch viel passender.

Nachdem sich das Buch also in eine Richtung entwickelt hat die mir sehr gefallen hat, musste ich komplett umdenken und schauen wie es nun zum Ende gebracht wird und auch hier fand ich die Entwicklung ziemlich gut und ehrlich gesagt auch ziemlich krass. Es ist fies und grausam und prinzipiell ziemlich geschickt konstruiert, es war auf jeden Fall so, dass am Ende noch mal dieser eine Aha-Moment kam, der das vorherige wieder in ein andere Licht gerückt hat, zumindest bei mir, und das mag ich prinzipiell immer sehr gerne und wertet das ganze massiv auf.
Es hat mir also im groben gut gefallen, zumindest die gesamte Auflösung des Konstrukts, das Ende war trotzdem nicht meins, einfach weil ich es mir anders gewünscht habe, dennoch muss ich objektiv sagen, dass es gut zum Buch passt.


Dieses Buch bietet ein gutes Gerüst, es hat aber auch hier und da ein paar sehr wackelige Stellen, dennoch hab ich das Buch insgesamt sehr genossen und fand es sehr interessant durch die kleinen Besonderheiten, wie die extreme Freundschaft z.B. So dass mir das Buch alles im allem gut gefallen hat. :)

1 Kommentar:

  1. Hallo Svenja! :)

    Ich freue mich, dass dich "Schöne Mädchen brennen nicht" gut unterhalten konnte - der letzte Jugendthriller, den ich gelesen habe, war leider ein ziemlicher Flop... Generell habe ich das Gefühl, dass man nach gelungenen Jugendthrillern suchen muss, wie nach der Nadel im Heuhaufen. :D

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende!
    Viele buchige Grüße, Nana

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