Mittwoch, 27. Juli 2016

[Rezension] Die Auslese 03 - Nichts ist, wie es scheint





  • Preis: 16,99€ [D]
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 382
  • Verlag: Penhaligon
  • Autor/in: Joelle Charbonneau
  • Übersetzer/in: Marianne Schmidt
  • ISBN: 978-3-7645-3119-5






Nach den jüngsten Ereignissen wird immer deutlicher wie wichtig die Abschaffung der Auslese wäre und das der Feind selbst bei den vermeintlich guten lauert. Die Präsidentin bittet Cia um Hilfe, denn nur sie ist die einzige Möglichkeit um die Auslese endgültig zu stoppen.
Cia bekommt eine Liste mit Namen, die alle für den Erhalt der Auslese sind und von daher ausgeschaltet werden müssen und zwar bevor sie es schaffen die Präsidentin zu stürzen.
Nicht nur, dass Cia auf einmal beweisen muss, dass in ihr wirklich eine Führungsperson steckt die bereit ist Opfer für das große ganze zu erbringen, in dem Zeitrahmen ist es eine unmögliche Aufgabe und sie braucht Hilfe, doch wem kann sie wirklich vertrauen?..

Hach diese Reihe, ich mag den Hintergrund immer unglaublich gern und finde sie sehr passend gewählt aber immer wieder stört es mich wie echlecht die weibliche Person dort hineingearbeitet ist. Aber gut, ich hänge mich nicht allzu sehr an der Optik auf, denn für mich zählt dann doch nur der Inhalt. :)

Ich hab mich seit erscheinen schon wahnsinnig auf den Abschluss der Reihe gefreut, allerdings häuften sich dann die enttäuschten Stimmen, dass dieser Teil langatmig, unspannend und der Reihe einfach nicht gerecht werden würde und wie es dann meistens so ist, die Laune auf das Buch sinkt.
Allerdings bin ich dann bei Julia von Miss Foxy Reads auf eine äußerst positive Rezension gestoßen und ihre Beschreibung vom Buch, fand ich mehr als gelungen, so dass ich letztendlich doch schleunigst zum Buch gegriffen habe und nicht enttäuscht wurde!

Im vergleich zu den ersten beiden Büchern, in denen die Action sehr groß geschrieben wurde und alles sehr viel durch Handeln gelöst wurde, ist hier eine deutliche Veränderung zu spüren.
Denn auch wenn Cia und Co. dazu gezwungen sind zu Handeln und auch bereit sind zu töten, so sticht in diesem Buch doch viel eher die Kommunikation hervor.
Aber auch die reinen Gedanken von Cia stehen im zentralen Fokus, gerade wenn es darum geht Vertraute zu finden.
Ich sah darin wirklich eine große Spannung, viel mehr Spannung sogar als mir große Kampfszenen geben konnte. Das ganze wird einfach immer ernster und ich mag es wirklich sehr, dass Cia nicht unbedacht an die Situation herangeht und zwischendurch auch zweifelt, denn es ist viel was von ihr verlangt wird und ich fänd es einfach unnatlürlich wenn ein Charakter wie Cia, das ganz leicht auf die Schulter nehmen würde.
Ich fand die ganze Schilderung einfach authentisch und wie gesagt sehr spannend, weil gerade der Untertitel natürlich dazu verleitet erst einmal jeden als verdächtigt anzusehen und nicht nur einem selber geht es so, sondern auch Cia und ich fand es sehr gut, dass sie dieses misstrauen nur schwer abgelegt hat und auch immer in ihrer Planung mit eingebaut hat und das für und wieder immer abgeschätzt hat.

Der Verlauf der Handlung baut sich von daher sehr langsam auf, das kann man schon sagen. Aber für mich entstand dadurch keine Langatmigkeit, ich hab Cia bei ihrer letzten Mission einfach mit großem Interesse gefolgt, es wird einfach politischer das merkt man relativ schnell und gerade mit der Mistgunst im Nacken, hat sich bei mir sogar eher ein Sog entwickelt, denn ich wollte unbedingt Wissen, wer denn nun alles zu den Guten gehört und welche Machenschaften sich wirklich im Hintergrund abspielten. Im Verlauf gibt es zudem immer kleinere Hinweise auf noch bestehende Ungereimtheiten, so dass die Spannung bei mir auch deswegen stieg.

Ich muss sagen, dass das Ende mich zwar nicht vollkommen überraschen konnte, weil manches dann doch mit der Zeit offensichtlich wird und ich mir beispielsweise auch sehr gut ausmalen konnte, von welchen Charakteren wir Abschied nehmen müssen - was von Anfang an für Angst bei mir gesorgt hat - aber dennoch gab es immer wieder kleinere Dinge mit denen ich so genau nicht gerechnet hatte und die ich manchmal auch gar nicht in Erwägung gezogen habe. Rein vom Verlauf bin ich mit dem Abschluss der Reihe auch wirklich zufrieden gewesen, ich mochte es und finde gerade Cia zeigt im Epilog noch einmal ganz wunderbar ihre Entwicklung die sie durch diese Zeit erlebt hat und ich fand es ganz stark, dass sie für sich ihre Prioritäten setzt, selbst wenn es manchmal schwer fällt..

Cia steht sowieso im Mittelpunkt, bei den Nebenfiguren kam hauptsächlich Raffe noch gut zur Geltung, gerade wenn man Misstrauen aufbauen will finde ich das eigentlich immer vollkommen okay und hat mich in diesem Fall nicht gestört.
Auch dass die Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas eher zweitrangig war mochte ich, denn auch wenn ich Cia ihr Liebesglück gegönnt habe, so wäre es in dieser Situation einfach Fehl am Platz gewesen.

Für mich der spannendste Teil, weil er einfach noch mal erwachsener und ernster geworden ist und sich die Story und vor allem auch Cia, hervorragend und authentisch entwickelt hat. Ich hab große Spannung und Neugier beim Lesen empfunden und auch wenn nicht alles unvorhersehbar war, so hat mir das Ende rein inhaltlich gefallen und trotzdem mit kleinen Überraschungen überzeugt. Ein grandioser Abschluss!


Kommentare:

  1. Hach, ich sollte endlich meine angefangenen Reihen beenden. Aber wenn man dich da so schwärmen hört (bzw liest ^^) bekommt man direkt Lust, wieder mit einer neuen Reihe anzufangen... :D

    LG, Nana

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  2. Hallo Svenja,

    eine tolle Rezi und "Die Auslese" gehört zu einer meiner Lieblingsdystopien. Von daher hat mir natürlich auch der 3. Band gefallen. Gerade Cia finde ich sehr authentisch und "das Überlegen & Abwegen" passt zu ihr und der Geschichte. Viele könnten dies beim Lesen dann als langatmig verstehen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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  3. Hallo Svenja,

    oh, es freut mich, dass dir der Abschluss der Reihe ebenso gut gefallen hat, wie mir. Wir haben ja schon darüber auf meinem Blog geschrieben aber irgendwie freut es mich sehr das ergebnis meiner unfreiwilligen Motivation zu sehen.

    Liebst,
    Jule

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