Montag, 20. März 2017

[Rezension] Die Schwangerschaft des Max Leif - Ein Roman in 9 Monaten






  • Preis: 14,99€ [D]
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 352
  • Verlag: Knaur Verlag
  • Autor/in: Juliana Käppler
  • ISBN: 978-3-426-51974-5






Die Schwangerschaft des Max Leifs ist bereits Juliane Käpplers zweites Buch rund um Max, nachdem er im ersten Teil seine Hypochondrie überwunden hat, wird er hier vor einem ganz neuen Abenteuer gestellt. Seine Freundin Maja ist schwanger und das mit Zwillingen, 9 aufregende Monate liegen vor ihm und Max wäre nicht Max wenn er dieses Ereignis nicht furchtbar ernst nehmen würde und wirklich alles genaustens beachtet und getestet werden muss, der Kinderwagen muss erst einmal die Probefahrt überstehen, alle Risiken einer Schwangerschaft mit einbezogen werden und möglichst kleingehalten werden..

Ich mag das Cover, es ist ein witziges Motiv und passt dazu noch, auch wenn sich die Bücher unabhängig voneinander lesen lassen, zum ersten Teil, was mich immer sehr freut. :)

Max Leif hat mich im letzten Jahr durch seine eigensinnige Art von sich überzeugt klar, dass der zweite Teil auch von mir gelesen werden wollte und ich hab mich tierisch auf ein wiedersehen mit Max, Maja und den ganzen liebenswerten Nebenfiguren wie Jekaterina gefreut und es war für mich schön zu sehen, dass diese hier nicht zu kurz kommen auch wenn es einige neue Charaktere gibt die bestenfalls genauso ans Herz wachsen.

Wie oben schon genannt lässt sich das Buch unabhängig vom ersten Teil lesen, es gibt zwar vereinzelt Anspielungen auf den ersten Teil, werden aber meist auch nur kurz angerissen und dann kurz erklärt. Für Neueinsteiger ist es also wirklich kein Problem, auch wenn ich finde, dass man sich einen gefallen tut den ersten Teil zu erst zu lesen, denn dadurch erkennt man erst welche Entwicklung Max durchlaufen hat, was einfach ein schönes Gefühl ist.

Max war mir im ersten Teil nicht immer sympathisch und das ist er auch nicht in diesem Band, es sind halt vereinzelte Macken die ich nicht immer als liebenswert abstempeln kann, aber das ist glücklicherweise nicht die einzige Seite von Max und ich finde, dass er gerade in diesem Teil sein liebenswertes Ich gut nach außen kehrt. Ihn zu erleben wie er Maja durch die Schwangerschaft begleitet, ist nicht nur lustig und manchmal auch nervenaufreibend, wenn er mal wieder einen Anflug von Panik bekommt was alles schieflaufen könnte - da zeigt sich dann Stellenweise auch wieder der alte Max, sehr authentisch - er zeigt sich aber wirklich auch als sehr fürsorglich, als bedacht Maja so gut er kann zu unterstützen, ihr der Partner zu sein den sie verdient und das fand ich unheimlich rührend, nicht immer trifft er damit den richtigen Nerv, aber ich fand seine ewigen Bemühungen toll. :)

Es ist also generell so, dass es immer wieder Momente gibt die fürs Herz sind und 1-2 Mal kamen mir auch die Tränchen in die Augen, aber hauptsächlich steht natürlich das humorvolle im Vordergrund und hier erschafft Juliane Käppler wirklich typische Szenarien einer Schwangerschafft, die häufig überspitzt daherkommen, aber gerade deswegen unheimlich witzig sind, es ist ein spielen mit sämtlichen Klischees einer Schwangerschaft. Und auch wenn ich auf diesem Gebiet keine Erfahrungen habe, so hat man manches davon doch in seinem Umfeld schon einmal mitbekommen.

Mein absolutes Highlight war aber wirklich wieder das zusammentreffen mit den Nebencharakteren, nicht nur Jekaterina (die Reinigungskraft von Max) und Dr. Bärbeißer (seine Ärztin) waren mir willkommene Gesichter, die mich wieder zum Lachen bringen konnten. Und deren Umgang mit Max Eigenheiten, ich zum schießen finde. Auch die neuen Charaktere fügen sich wie erwähnt gut ein und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Buch ein wohlfühl Erlebnis wurde.

Ein humorvolles Buch, dass auch die emotionalen Momente nicht außen vor lässt und das von einer ganzen Schar eigensinniger Charaktere lebt, die für sich allein schon ein echtes Highlight sind, durch das agieren miteinander aber erst recht für tolle Momente sorgen. Ein Buch bei dem man nach dem beenden traurig ist, neue (und alte) Freunde gehen zu lassen. :)


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