Dienstag, 23. Mai 2017

[Rezension] Guides - Die erste Stunde





  • Preis: 14,00€ [D]
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 272
  • Verlag: Harper Collins
  • Autor/in: Robison Wells
  • Übersetzer/in: Marian Schilasky
  • ISBN: 978-3-95967-093-7






Ein UFO das auf der Erde gelandet ist, bringt die Welt dazu den Atem anzuhalten. Nur Alice Vater, der für die NASA arbeitet kommt in Bewegung. Um die Sache zu untersuchen zu können schickt er Alice auf ein Internat in Minnesota, ein Internat das verdächtig nah am UFO dran ist. Alice ist anfänglich nur wenig begeistert, doch sie findet schnell neue Freunde und zusammen mit ihnen erlebt sie dem Moment vor dem TV, als sich das UFO öffnet und die Guides auf die Erde kommen. Doch was sind ihre Absichten? Sind sie gut oder böse?

Ich mag das Cover ziemlich gerne, es passt sehr gut zu einem Sci-Fi Roman und lässt durch die dunkle Gestaltung böses erahnen. Ich finde es sehr ansprechend, vor allem auch im vergleich was das Cover sonst manchmal zu bieten hat. ;)

Auf Guides von Robison Wells war ich wirklich sehr gespannt, der Klappentext klang wirklich vielversprechend, aber ich bin ehrlich; generell zähle ich mich nicht wirklich zu jemanden der gerne im Science-Fiction Bereich liest, dennoch ist gerade der Jugendbuch-Bereich immer etwas weniger "vertieft" in die einzelnen Genres und generell etwas leichter, so dass ich diesem Buch hier gerne seine Chance gegeben habe und auch wirklich gut unterhalten wurde.

Der Umfang des Buches ist recht schmal, was dazu geführt hat, dass ich dieses Buch an nur einem Tag gelesen habe, dennoch sind fast 300 Seiten nichts, was ich derzeit locker an einem Tag schaffe, von daher hat das Buch natürlich auch seinen Teil dazubeigetragen, dass ich hier so durchgesprintet bin. :D
Das Buch hat ein wirklich angenehmes Tempo, es hält sich nicht viel mit Details auf, sondern lässt die Ereignisse ziemlich schnell runterrattern. Fürs Lesen selbst ist das unheimlich angenehm, weil die Spannung dadurch einfach konstant bleibt und man sich permanent unterhalten fühlt, dennoch wird es dadurch eher eine seichte Unterhaltung.
Denn auch wenn es sicher seine Vorteile hat, so ist der riesen Nachteil, dass manches dadurch etwas zu kurz kommt und hier ist es doch schon einiges wie ich finde:

Vordergrundig betraf es für mich aber vor allem die Beziehungen zwischen den Charakteren, Alice ist neu an diesem Internat, kennt keinen ihrer Mitschüler und doch hat sie im nu neue beste Freunde und einen Jungen der ihr Herz begehrt. Nun ist Alice keine von diesen überaus unsicheren Protagonistinnen, die ihr Potenzial erst noch erkennen müssen, aber dennoch war mir das alles viel zu schnell und gestaltete sich zu einfach. Vor allem war auf einmal diese Verbundenheit zu Charakteren da, die man selbst noch gar nicht kannte und die leider auch schwammig blieben. Für mich ist es immer schwierig gefallen an zwischenmenschlichen Beziehungen zu finden, wenn ich nicht das Gefühl habe, dass sie auch authentisch sind. Und auch wenn es sicherlich seine Vorteile hat, ein so temporeiches Buch zu schreiben, so hätte es mir besser gefallen wenn man noch 100 Seiten mehr verwendet hätte um alles tiefer auszuschmücken.

Denn mit den Guides hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten, sie sind sehr geheimnisvoll und es wird an sich auch gut begründet warum sie so wenig preisgeben wollen. Dennoch hat mir bei den Schilderungen einfach was gefehlt, ich finde trotzallem, dass man mehr Details hätte miteinbinden können.
Das zieht sich dann auch bis zum Ende, wo eine wirklich tolle Wendung kommt, mit der ich so nicht gerechnet habe und die, die Spannung des Buches noch einmal auf ein höheres Level katapultiert hat. Aber auch hier wird alles wieder sehr schnell abgehandelt, nicht nur die Informationen die man dazu bekommt, sondern auch der Kampf an sich.
Ich mag es einfach wenn ein Autor ein Buch erschafft die mir nicht nur einen oberflächlichen Aspekt vermitteln sondern auch mal tiefer in die Materie hinabtauchen und Hintergründe etc. mitliefern. Das stört dann vielleicht der Leichtigkeit, eine Story gewinnt für mich dadurch aber an so viel mehr und bleibt dann einfach auch stärker in Erinnerung.

Auch wenn dieses Buch nun ziemlich viel Kritik von mir einstecken musste, so ändert es nichts an der Tatsache, dass es mir gefallen und mich unterhalten hat. Die Story kommt mit tollen Wendungen daher, einer sympathischen Protagonistin und ein Tempo, dass die Spannung nicht abflachen lässt. Dennoch ist es wirklich sehr leichte Lektüre, was nicht schlimm ist, wäre es ein Film würde ich Popcorn-Kino dazu sagen, es erfüllt das was es soll und macht Spaß. Es ist nur schade, wenn ich als Leserin das Gefühl habe eine Geschichte vor mir zu haben, die noch viel mehr Potenzial gehabt hätte und das leider nicht vollkommen genutzt wurde. :)


Montag, 22. Mai 2017

#BloggerGegenRechts


Hallo meine Lieben,

wahrscheinlich sind einige von euch in der Zeilenspringer - Gruppe auf Facebook, gestern wurde in dieser Gruppe ein Beitrag einer Autorin geteilt, der für ziemlich viel aufsehen gesorgt hat, denn der Beitrag war triefte nur so aus allen rechten Ecken, wenn ihr versteht was ich meine. Vielleicht habt ihr davon schon mitbekommen?

Das hier ist ein Buchblog und Politik hat hier eigentlich selten einen Raum, dennoch gehöre ich zu den Blogger*innen die auch bei Büchern darauf achten, dass sie mit meinen Werten konform gehen und Sexismus, Rassismus etc. prangere ich an.
Und wenn ich das bei fiktiven Büchern schon tue, weil ich zu meinen Werten stehe - dann halte ich ganz gewiss nicht meine Klappe wenn eine Autorin sich in diese Richtung äußert und dabei ist ihr Autorenprofil mit dem braunen Mist zu beschmieren.
Die Buchmaid hat auf ihrer Facebook Seite nun die Aktion gestartet in der sie sich selbst zum Thema äußert aber auch zum mitmachen aufruft und das tue ich nun, ich werde laut, erhebe meine Stimme für die Freiheit und für die Menschlichkeit!

Ich scheue mich nicht davor Namen zu nennen, im gestrigen Fall ging es ganz speziell um Pat McCraw, eine Autorin die als Selfpublisherin im Gay-Romance bereich schreibt.
Ich selbst habe noch kein Buch von ihr gelesen, es ist nicht mein Genre und selbst wenn es so wäre, seit gestern steht für mich fest, dass ich definitiv nie etwas von ihr anrühren werde. Der Post von gestern ist mittlerweile gelöscht, aber wie es so ist auf ein Misthaufen folgt der nächste und so finden sicht auf ihrer Facebook Seite und ihrem Twitter Profil jede menge Posts die ihre politische Richtung deutlich machen.

Wenn ich mich durch ihre Profile scrolle dann bekomme ich wirklich das blanke kotzen. In mir schäumt sich die Wut und das schreiben ist ein gutes Ventil um diese ein bisschen zu loszulassen, das traurige ist, dass sie kein Einzelfall ist, die Kommentare unter ihrem Posts sind teilweise noch viel schlimmer.
Von daher ist die Autorin der Stein der diesen Post ins Rollen gebracht hat, er gilt aber all den Menschen die nur starr nach rechts schauen und dadurch blind werden für die Menschlichkeit.
In mir macht sich einfach ein Unverständnis breit, ich verstehe nicht wie man Menschen einen solchen Hass entgegen bringen kann, nur weil sie eine andere Herkunft haben, weil sie anders aussehen etc.

Und ja es gibt sie, die schwarzen Schafe die böses wollen, aber in Zeiten wie diesen wo selbst die Medien immer extra erwähnen, dass die Taten von Ausländern begangen wurden sind und sich genau diese aus einem großen Pool an Verbrechen fischen, die tagtäglich begangen werden, wird allzu häufig vergessen, dass auch deutsche böse sein können. Denn oh Wunder, Kriminalität gab es auch schon vor der Flüchtlingswelle, es wurde auch vorher schon vergewaltigt und ermordet.
Warum? Weil es zwischen all den guten Menschen eben auch die schlechten gibt. Aber das ist unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und ja sogar von Sexualität.
Und ja, diese Menschen gilt es zu bekämpfen aber deswegen kann ich doch nicht durch die Welt laufen und meinen, dass man die bösen anhand von irgendwelchen äußerlichen Merkmalen erkennen kann und schon gar nicht kann ich alle in einen Topf schmeißen. In was für einer Welt würden wir dann leben?
Dann müsste ich für immer allein sein, denn wenn man genau das tut, dann stellt absolut jeder eine potenzielle Gefahr dar. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind, denn irgendwo hat schon jeder dieser Gruppen mal etwas furchtbares und unverzeiliches getan.
Wie kann man so engstirnig sein und deswegen alle unter einen Generalverdacht stellen, vor allem eine Angst entwickeln?

Ich selbst komme aus einer kleinen Stadt und auch bei uns merkt man, dass die Bevölkerung mittlerweile wesentlich bunter ist und viele verschiedene Kulturen vertreten sind. Doch nie, nie habe ich Angst gespürt und oh schreck noch nie ist mir etwas passiert. Ich habe bisher nur sehr freundliche und dankbare Flüchtlinge getroffen, die sich über jeden noch so kleinen menschlichen Akt bedankt haben.
Stattdessen habe ich ein Haus weiter von meinem mitbekommen müssen, wie jemand ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsfamilie verursacht hat, der zum Glück nicht allzu erfolgreich war, aber dennoch kleinen Schaden zugefügt hat und die Familie vertrieben.
Und das soll gar nicht heißen, die Gefahr geht nicht nur von den "anderen" aus, sie war auch vorher schon im Land und sie geht auch von den Menschen aus die voller Hass auf alles andere blicken und ich bin ehrlich, diese Leute sind es die mir Angst machen. Ich habe keine Angst vor der "islamisierung" Deutschlands, ich habe Angst vor der Verbreitung von Hass und brauner Scheiße, denn sie bekämpfen die Freiheit der Menschen ebenso sehr wie der Terror den sie fürchten!

Jetzt ist das ganze ganz schön viel geschriebenes und wahrscheinlich wiederhole ich mich mehrfach, aber meine Gedanken müssen gerade einfach raus, zumal es eins von diesen politischen Themen ist, bei dem ich sehr sensibel reagiere.

Vor allem, wer von denen, die sich in ihrem rechten Gedankengut winden, hat denn schon tatsächlich mal mit einem Flüchtling zusammen gesessen und sich mit ihm oder ihr unterhalten?
Ich habs getan, im letzten Jahr konnte ich eine junge Frau kennenlernen aus Syrien und was sie mir erzählt hat, hat mich tief berührt.
Es ist für jemanden wie mich, der soetwas nie erlebt hat, unvorstellbar. Aber es hat mich geprägt und auch wenn ich schon vorher der Meinung war, dass Deutschland helfen muss, so war ich es danach erst recht. Was wären wir für eine Welt in der nur jeder in seinen (Landes-)Grenzen denkt und außerhalb alles nur mitangesehen wird?
In so einer Welt möchte ich nicht leben!


Donnerstag, 18. Mai 2017

[Rezension] Der Prinz der Elfen





  • Preis: 16,99€ [D]
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 416
  • Verlag: Cbt
  • Autor/in: Holly Black
  • Übersetzer/in: Anne Brauner
  • ISBN:  978-3-570-16409-9






Hazel und Ben sind schon ihr ganzes Leben lang fasziniert von dem Prinzen der im Glassarg liegt. Sie erzählen im Geschichten, sie vertrauen ihm ihre Gefühle an und lassen ihn an den wilden Abenteuern teilhaben, die sie beide zusammen bestritten haben. Denn in Fairfold ist eigentlich nichts normal, übernatürliche Wesen leben im tiefen Wald. Doch der Prinz er schläft, bis zu dem Tag wo sein Sarg zerbrochen ist und der Prinz verschwunden. Für Hazel beginnt das Abentuer ihres Lebens, denn schnell steht fest, nicht nur der Prinz steckt in Gefahr sondern ganz Fairfold und endlich scheint sie die Ritterin werden zu können, die sie immer schon sein wollte...

Ich finde die Art eigentlich ziemlich cool, den Wald in die Form des Prinzen sehen zu lassen etc. ich hab nur ein Problem mit den Gesichtern der beiden. Das trübt bei mir so ein bisschen die Freude, ist aber klar, Geschmackssache

Holly Black war mir vom Namen her natürlich bekannt und ich war auch schon an einigen ihrer Werken interessiert, dennoch war Der Prinz der Elfen mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes denn es hat mich wirklich begeistert.

Und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, es war gar nicht mal die Liebe auf den ersten Blick, es hat bei mir schon ein bisschen gedauert bis sich wirklich pure Begeisterung eingestellt hat.
Am Anfang werden einem die Charaktere erst einmal ordentlich vorgestellt, dabei merkt man dann auch schnell, dass die Charaktere hier im großen und ganzen, keinen bestimmten Stereotypen folgen, was ich schon direkt unheimlich erfrischend fand. Dennoch hat es ein wenig gedauert bis sich Hazel und Co. wirklich in mein Herz geschlichen haben.

Dabei geholfen haben die vielen kleinen Geschichten über Momente ihrer Vergangenheit, aber auch einzelne Geschichte über die übernatürliche Wesen sind vorhanden, selbst wenn keiner von den Hauptcharakteren darin involviert war.
Am Anfang reihen sich diese Rückblenden noch ziemlich häufig nacheinander und am Anfang hab ich es für einen kurzen Moment als störend empfunden immer wieder aus der Haupthandlung hinaus geworfen zu werden.
Aber das hat sich wirklich schnell gelegt und ich hab mich nur noch daran erfreut. Denn es zeigt nicht nur wie intensiv sich die Autorin mit der Folkelore der Elfen befasst hat und wie sehr sie sich für diese Wesen begeistern kann, es hat auch wirklich dabei geholfen die Charaktere zu formen und ihnen einen Hintergrund zu geben. Bei dem man in der Gegenwart merkt, dass sie davon geprägt sind, dadurch haben sie für mich gleich viel mehr Tiefgang bekommen.

Ich fand das alles einfach unheimlich einladend, es war märchenhaft schön und doch gleichzeitig so tragisch und düster, was einfach ein toller Mix ist und mich wirklich ans Buch gefesselt hat.
Die Story selbst fand ich auch wirklich toll ausgearbeitet, es gibt immer wieder kleinere Rätsel, wo man am Ende merkt wie geschickt die Autorin ihre Story geplottet hat und auch wenn einzelne Ereignisse durchaus vorhersehbar waren, so gibt es dennoch viele überraschende Details, die manchmal auch nur winzig sein können, das ganze aber zu einem tollen Abenteuer gemacht haben, voller Entdeckungen, so dass sich beim Lesen einfach eine wahnsinnige Begeisterung eingestellt hat, die bei mir stetig stieg und stieg.

Zu den Charakteren möchte ich noch anmerken, dass ich es toll fand wie wild und furchtlos Hazel war und das sie bei allem was sie erlebt hat immer ihr eigener Antrieb war und sie ihren Bruder mitgezogen hat. Dennoch hat sie Tiefgang und man merkt, dass es Dinge gibt vor denen sie sich verschließt, aber ich mochte es sehr, dass sie jedes Abenteuer einfach wollte und nicht gezwungen war eine Heldin zu werden, wie in so vielen anderen Büchern.
Ihr Bruder Ben ist hingegen homosexuell und ist manchmal auch das genaue Gegenteil von Hazel, schön fand ich, dass seine Sexualität aber gar kein großes Thema war - zumindest keins wo man erst einmal verdeutlichen musste, dass das so okay ist. Er war homosexuell und fertig, es war kein ständiges Thema das über ihn lastet und noch viel wichtiger, ich hatte nicht das Gefühl, dass es seinen Charakter definiert, was unglaublich toll war.

Besonders mochte ich aber die Beziehung zwischen den beiden, sie war innig und dennoch auch voller Geheimnisse um den anderen zu schützen und manchmal auch sich selbst. Dennoch fand ich es toll zu sehen wie sie miteinander umgingen und wie sehr sie sich trotz der ganzen Unterschiede respektierten und annahmen wie sie sind. Ich hab die beiden einfach unglaublich gerne begleitet, die Nebencharaktere bis auf Jack, Bens bester Freund, waren dann schon ein bisschen schwächer ausgearbeitet, aber das war letztendlich für mich okay, weil das Buch bereits so viel Handlung aufgewiesen hat und man ja auch den roten Faden nicht verlieren will.

Holly Black hat es geschafft mich in eine fremde Welt zu entführen, die voller schöner Momentewar, aber auch düster und traurig sein konnte. In eine Welt, die mich stetig mehr und mehr begeistern konnte und ich alles um mich herum vergessen habe. Holly Black hat ein Buch geschrieben, das ich am Ende einfach nur noch umarmen wollte, weil ich glücklich und traurig zu gleich war. ♥


Dienstag, 16. Mai 2017

[Rezension] Dark Horses






  • Preis: 16,95€ [D]
  • Einband: Gebunden
  • Seitenanzahl: 418
  • Verlag: Gulliver Verlag
  • Autor/in: Cecily von Ziegesar
  • Übersetzer/in: Sandra Knuffinke
  • ISBN: 978-3-407-74795-2





Merritt steckt nach dem Tod ihrer Großmutter in einer Kriese, nach einem weiteren Aussetzer ihrerseits entschließen ihre Eltern sich dazu, sie in ein Erziehungsheim zu stecken - Good Fences.
In Good Fences wird ihr ein Pferd zur Seite gestellt, ausgerechnet Red ein Pferd das seine ganz eigenen Probleme hat und bisher keinen Menschen an sich rangelassen hat.
Doch bei Merritt scheint etwas anders zu sein, denn er will ihr vertrauen und ihre Liebe, die beiden werden ein Spitzenteam und Merritt befindet sich auf dem Weg zur Besserung.
Und zu diesem Zeitpunkt scheint Red sein finsteres ich nicht mehr allzu gut kontrollieren zu können...

Ich mag die Idee des Covers ziemlich gerne und ich finde so Auge vom Pferd hat schon etwas unheimliches an sich. :D Von daher finde ich das Konzept sehr gut, auch wenn es dadurch für mich jetzt kein wirklich schönes Cover ist, aber das ist eigentlich auch ziemlich unwichtig. :)

Ich war nie ein Mädchen das sich für Pferde interessiert hat, von daher war ich vielleicht von Anfang an nicht die richtige Zielgruppe für dieses Buch, aber Cecily von Ziegesar hat mich vor einigen Jahren mit ihrer Gossip Girl Reihe total fasziniert und deswegen hab ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut und war gespannt was es genau mit Reds düsterer Seite auf sich hat.

Ich glaube ein Problem war schon, dass ich mir unter dieser düsteren Seite vorab etwas anderes vorgestellt hatte, etwas was wesentlich fantastischer daherkommt, nachdem ich relativ schnell gemerkt habe, dass das nicht der Fall ist, habe ich zwar versucht mich darauf einzulassen, mein Interesse sank dadurch aber schon ein bisschen.

Hinzu kam, dass ich schon den Anfang als ziemlich schleppend empfunden habe und auch wenn es durchaus seine Momente hatte wo ich interessiert war und dachte, jetzt kommt etwas wo mehr dahinter steckt als man denkt, so blieb es eigentlich das ganze Buch über eher zäh für mich.
Normalerweise helfen da kurze Kapitel, die hier definitiv vorhanden sind und auch die Erzählweise des Buches ist interessant, denn zu einem lesen wir die Geschichte aus der von Merritt, aber auch aus der Sicht von Red. Und ein Pferd als Erzähler zu haben, das ist schon eine ziemlich coole Idee, wenn es gut gemacht ist. Ich fand aber leider, dass das Pferd zu vermenschlicht wurde, was vielleicht wichtig ist um eine Beziehung zu dem Charakter als solches Emotionen aufzubauen, aber da die gesamte Geschichte sehr darauf ausgelegt ist, dass Red überaus emotional reagiert finde ich das ganze einfach schade.
Zudem fand ich Red häufig auch einfach ziemlich nervig, er ist sehr Musik Affin und ständig werden in seinen Textpassagen mit Songtiteln umsichgeworfen, sie passen immer ziemlich gut zu den einzelnen Situationen und für einige Passagen wirkte das ganze auch ganz witzig, aber meiner Meinung nach hat die Autorin es damit einfach ein bisschen übertrieben und ich fand es irgendwann nervig.

Auch Merritt selbst war keine Protagonistin, die mich für sich einnehmen konnte. Sie blieb mir generell sehr gleichgültig. Zudem ist sie generell sehr verschlossen und das leider auch mir als Leserin gegenüber. Dadurch fehlte mir einfach das Verständnis für ihre Probleme, die zwar zu Tage kamen, mich aber einfach nicht berühren konnte.
Was ich auch schade fand war, das ich die Verbindung zwischen ihr und Red einfach zu künstlich erzeugt fand, für mich war es einfach nicht wirklich verständlich warum Merritt die "große Auserwählte" ist, bei der Red auf einmal so zahm war. Von der Verbindung wurde meiner Meinung nach auch eher erzählt und weniger war sie spürbar vorhanden, das empfand ich persönlich als ein großes Manko.

Wie oben bereits erwähnt, plätscherte für mich die Story mehr so dahin, als dass sie mich wirklich fesseln konnte. Fürs "Finale" erwartet man dann schon ein bisschen was aufregendes, vielleicht auch einen überraschenden Moment, aber eigentlich ging das Buch für mich so unaufregend und still zu Ende und blieb damit seiner Linie zumindest das ganze Buch über treu.

Es gilt zu berücksichtigen, dass dieses Buch doch eher für jüngere Leser*innen geeignet ist und wenn man sich für alles rund ums Pferd begeistern kann, dann findet man vielleicht auch die alltäglichen Szenerien interessant. Ich hatte einfach falsche Erwartungen und die konnte ich nur schwer ablegen, für mich war es einfach ein unaufgeregtes Buch, das mich nicht mitreißen konnte und mir in vielerlei Hinsicht auch zu gestellt wirkte.

Donnerstag, 11. Mai 2017

[Rezension] Spring in eine Pfütze






  • Preis: 15,00€ [D]
  • Einband: Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 224
  • Verlag: Community Edition
  • Autor/in: Viktoria Sarina
  • ISBN: 978-3-96096-005-8






Spring in eine Pfütze ist ein Mitmach Buch, das Buch beinhaltet für jeden Tag eines Jahres eine Aufgabe, ist somit also ein alltäglicher Begleiter, dabei muss man nicht zwingend am 1. Januar mit diesem Buch starten, somit lohnt sich das Buch zu jedem Zeitpunkt.

Ich finde Bücher dieser Art generell sehr reizvoll, weshalb ich meine Neugierde auch nicht bremsen konnte und das Buch bereits ordentlich unter die Lupe genommen habe.
Ich selbst nutze das Buch nun seit ca. 3 Wochen, was eine gute Zeitspanne ist um bei mir einen Eindruck hinterlassen zu haben und für mich zu schauen wie es sich in meinen Alltag integriert hat und um einen kleinen Eindruck von den Aufgaben und ihrer Vielfalt bekommen zu haben.

Fangen wir mal mit dem an was erst zuerst ins Auge springt, die Gestaltung: Die Gestaltung finde ich wirklich sehr schön,farblich ist es hell und freundlich, es lädt einfach ein hineinzublättern und natürlich die Aufgaben zu bewältigen.
Überall finden sich Zeichnungen, die ich auch wirklich toll finde und natürlich häufig in Verbindung zu den einzelnen Aufgaben stehen.
Optisch ist es für mich also absolut ansprechend und wirklich ein Hit, es ist alles sehr zart und die Zeichnungen wirken auch eher wie einfach Bleistiftzeichnungen mit einigen wenigen Akzenten, aber ich finde gerade diesen Stil sehr schön und ansprechend und freue mich jeden Tag darauf eine neue Seite in diesem Buch aufzuschlagen.

Aber das liegt natürlich nicht nur an der Optik, sondern vorallem auch an den Aufgaben, die ja die eigentliche Überzeugungsarbeit leisten müssen.
Wie gesagt, ich nutze das Buch nun seit ca. 3 Wochen, soweit ich festgestellt habe gibt es recht unterschiedliche Aufgaben, manche lassen sich innerhalb von einem kurzen Moment bewältigen, andere sind eher dafür da, dich aus der eigenen Komfort-Zone hervorzulocken, was ich eigentlich ganz angenehm finde. Manchmal gibt es Rezepte zum nachmachen und andere fangen einfach kurz etwas alltägliches ein.
Ich finde das ist eigentlich eine ziemlich angenehme bandbreite, natürlich gibt es immer Aufgaben die ich persönlich lieber mochte als andere, ich stehe z.B. nicht allzu sehr auf Rezepte, auch wenn die Ideen eigentlich ganz toll sind, aber meisten eher Zutaten beinhaltet die bei mir nicht selbstverständlich im Haushalt vertreten sind - manchmal muss mal also auch noch etwas besorgen um die Aufgaben zu erfüllen, ob einem das nun wert ist, muss jeder selbst entscheiden. :)
Dennoch gibt es viele tolle Aufgaben, die sich auch mit einem selbst auseinander setzen was ich immer ziemlich schön finde, zum Beispiel habe ich einen Brief an mein zukünftiges Ich verfasst, was gar nicht mal so leicht ist.
Die kleinen Aufgaben sind da wesentlich einfacher gestrickt, zur Abweschlung ist das mal ganz nett, auch wenn ich es immer eher schade finde, wenn eine Aufgabe gerade mal aus 1-3 Fragen besteht, die leicht und schnell beantwortet sind.
Ich meine bei sovielen Aufgaben ist es wahrscheinlich schwierig, allen einen gewissen Tiefgang mitzugeben etc. von daher ist es an und für sich okay und sie folgen auch nicht allzu oft hintereinander hinweg, von daher hoffe ich einfach das, dass so bleiben wird.
Insgesamt mag ich die Vielfalt aber sehr gerne, dass man da nicht immer 100%ig von angesprochen wird ist wohl verständlich. :)

Wer Bücher dieser Art mag, wird auch hier sicherlich schöne Momente erleben und festhalten können und das für ein ganzes Jahr, ich genieße es sehr und es ist für mich schon zu einem mordendlichen Ritual geworden. Zudem überzeugt mich das Buch mit seiner wunderschönen Optik und mit der Vielzahl an Aufgaben, die sich in verschiedene Bereiche einordnen lassen. :)



Montag, 8. Mai 2017

[Neuzugang] April '17


Hallo meine Lieben,

meine April Neuzugänge haben sich mittlerweile bei mir eingelebt und ihren Platz in meinen Regalen gefunden, nur euch haben sie sich noch nicht gezeigt und das soll sich nun ganz schnell ändern. Es sind wieder ziemlich viele geworden, derzeit habe ich so viel Freude daran Bücher zu kaufen und es ist derzeit eine tolle Mischung aus, Neuerscheinungen und schon älteren Büchern was ich toll finde. Denn ganz ehrlich, meist fokussiere ich mich doch sehr auf das was aktuell interessant klingt und verliere dabei zu sehr die Bücher außer Acht, für die ich mich schon länger interessiere. :)




Magonia: Musste ich unbedingt haben, nicht nur weil das Cover so unheimlich schön aussieht, sondern auch weil der Inhalt einfach genial klingt und ich freu mich schon riesig darauf es zu lesen, bisher hab ich das nämlich noch nicht geschafft. Aber bisher war alles was ich darüber gehört habe nur positiv. :)

Rache und Rosenblüte: Durfte letzten Monat auch bei mir einziehen, auch wenn ich seinen Vorgänger bisher noch nicht gelesen habe und auch etwas zwiegespalten bin nach allem was ich bisher gehört habe, aber derzeit mag ich es lieber die Reihen zu vervollständigen egal ob ich nun den ersten Teil schon gelesen habe oder nicht, von daher musste es einfach her. :)

Days of Blood an Starlight: Durfte ebenfalls bei mir einziehen obwohl ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, aber ich bin mir einfach so sicher, dass es mir gefallen wird und ich achte halt auch darauf, dass wenn ich mir ältere Bücher kaufen, sie möglichst auch dazu dienen Reihen zu vervollständigen.

Dreams of Gods an Monsters: Durfte aus den selben Gründen wie sein Vorgänger bei mir einziehen, im Regal sieht die Reihe unheimlich toll aus, ich hoffe, dass die Bücher mich nun vom Regal aus anlachen, erhöht die Chance, dass ich sie bald vom SuB befreie. :)




Ein Meer aus Tinte und Gold: Hat mich eher spontan angelacht, ich war zwar von Anfang an neugierig, aber die mittelmäßigen Bewertungen haben sich gehäuft. Dennoch konnte ich es aber nicht in der Buchhandlung stehen lassen, denn die Geschichte macht mich unheimlich neugierig und die innere Aufmachung begeistert mich schon vorweg. :)

Der Schwarze Thron: Erscheint zwar erst morgen, aber durch die Blogger-Aktion des Verlags an der ich glücklicherweise teilnehmen durfte, konnte es schon im lezten Monat bei mir einziehen. Mittlerweile ist die Blogger-Aktion vorbei und mein Clan (Die Giftmischer) haben gewonnen, wuhuu! Ich mochte das Buch, genaueres könnt ihr hier nachlesen. :)

Peter Pan: Gehört zu meinen liebsten Geschichten, diese wundervollen Ausgaben aus dem Coppenrath Verlag haben wohl die meisten von euch schon gesehen. Für mich ist das meine vierte Peter Pan Ausgabe und es ist zudem die schönste, da ist es noch mal schöner wieder nach Nimmerland zu reisen. :)

Die Schöne und das Biest: Musste dann natürlich auch unbedingt her, ist ja klar. Zumal ich dieses Märchen bisher auch noch nie gelesen habe. Natürlich liebe ich die Disney Verfilmung, aber lesen ist halt doch noch mal was anderes, bisher hab ich das Buch nur erkundet aber ich werde es sicher auch ganz bald lesen. :)


Da vorne wartet die Zeit: Musste früher oder später einfach bei mir einziehen, denn ich liebe Lilly Lindner, ich hab noch nie eine Autorin erlebt die so schreiben kann wie sie, es ist einfach besonders und deswegen freue ich mich schon darauf dieses Buch zu lesen, aus Platzgründen musste es leider als eBook her.. :<

Tagwind: Musste ich mir einfach zulegen, nachdem ich im April endlich auch mal dazugekommen bin Nachtblüte zu lesen und endlich wieder gefangen war von dieser Welt. Ich habs angefangen und finde es auch toll, dass es diesmal ein homosexuelles Pärchen geben wird, derzeit lese ich aber wieder nicht so gern auf dem Reader oder Handy.. Also pausiert es derzeit ein wenig, hoffe dennoch, dass ich es diesen Monat noch beenden werde.

Göttertochter: Musste dann ebenfalls bei mir einziehen, zumal es im April auch kurzzeitig für 1,99€ verfügbar war. Bisher hab ich eher negatives zum Spin-Off gehört aber ich überzeuge mich gerne selbst und wenn ich es nicht mag, dann ist es auch okay - waren ja nur zwei Euro. :)

Ich bin der Schmerz: Ist kein eBook, dafür ein ME. Als ich mit meinem Freund bei real einkaufen war, viel es mir sofort ins Auge und musste dann auch mit, zwar ist das der dritte Teil und mir fehlt noch der zweite aber bei Schnäppchenpreise ist einem das doch egal, oder? ;)



Überall bist du: Habe ich in einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Denn Bücher aus dem Atlantik Verlag, mag ich ziemlich gerne lesen. Das Buch hat mir auch ziemlich gut gefallen, irgendwas hat gefehlt aber es war dennoch ein tolles Leseerlebnis, mehr erfährt ihr hier. :)

Spring in eine Pfütze: Habe ich auch vom Verlag bekommen, es ist ein Mitmach Buch, dass dich ein ganzes Jahr begleitet und jeden Tag mit einer neuen Aufgabe auf dich wartet. Sowas mag ich persönlich immer total gerne und mein erster Eindruck von diesem Buch ist auch wirklich toll, die Aufgaben machen Spaß, sind abwechslungsreich und das Innere ist wunderschön. Rezension folgt die Tage. :)

Das Leben nach Boo: Kommt recht unscheinbar daher, cool ist es allerdings, dass es dieses Buch in 11 verschiedenen Farben gibt. Meins ist tatsächlich das gelbe, finde diese Ausgabe auch mit am schönsten aber hier wird jeder Geschmack fündig und das Buch ist ein ganz besonderes, Rezension folgt auch hier. :)

Fettlogik überwinden: Hab ich mir mehr oder weniger aus reiner Neugierde gekauft, im Internet sehe ich es immer wieder vor allem weil ich dem Twitter-Account erzählmirnix der Autorin folge, sehr zu empfehlen übrigens. Das Buch taucht da immer mal wieder auf und Ernährung ist immer so ein Thema wo man so viel zu richtig und falsch hört, sinnvoll und nicht sinnvoll, da wollte ich das einfach mal lesen und schauen was denn alles so falsches wissen ist und wie das belegt wird.
Mehr oder weniger hab ich es auch durchgelesen, einige Kapitel hab ich übersprungen und auch wenn das Buch informativ ist, so hat es mich halt mehr zu meiner eigenen Ansicht von Ernährung etc. bestätigt, als dass es mir allzu viel neues beigebracht hat - auch wenn durchaus was dabei war. :)


Nashville oder das Wolfsspiel: Früher oder später musste es einfach bei mir einziehen, denn Antonia Michaelis gehört zu meinen liebsten Autorinnen, auf Nashville war ich immer ebsonders gespannt, weil die Protagonistin und ich den Namen gemeinsam haben. :D Es ist also eigentlich ziemlich verwunderlich wieso es nicht schon längst meins war. Nun hab ich mich vor ein paar Wochen dazu entschlossen mal ReBuy auszuprobieren, alle Bücher dieser Reihe stammen aus der Bestellung.

Tintenblut: Musste ebenfalls ganz dringend her, denn sein Vorgänger und Nachfolger sind schon seit längerem in meinem Regal, nun kann ich die Reihe endlich lesen und ich hoffe sehr, dass es mich ebenfalls komplett in den bann ziehen wird, wie bei viele zuvor auch schon. :)

Stoner: Steht schon unehimlich lange auf meiner Wunschliste, ich wollte es schon ein paar mal kaufen gehen aber irgendwie war es dann nie in der Buchhandlung vorhanden oder ein anderes Buch war gerade präsenter und auch online hab ich immer eher zu anderen Bücher gegriffen, von daher war ich sehr glücklich, als ich es auf ReBuy entdeckt habe und freue mich sehr aufs lesen. :)

Die Bienenhüterin: Musste einfach auch her, denn Sue Monk Kidd hat eines meiner absoluten Lieblingsbücher verfasst "Die Erfindung der Flügel" und seit dem möchte ich unbedingt mehr von ihr lesen, weshalb ich auch hier unheimlich froh war als ich es bei ReBuy gefunden habe.. :)


Das wars dann nun auch endlich, ich hoffe im Mai ziehen insgesamt ein paar Bücher weniger ein.. Bisher sieht es aber ganz danach aus, nicht, dass ich mich nicht über jedes Buch freue aber mein SuB wächst doch ziemlich stark. :D
Von meiner ersten ReBuy Bestellung war ich etwas enttäuscht, denn auch wenn kein Buch schrecklich aussah, waren es doch zu viele Flecken, Knicke und runde Buchrücken dafür, dass ich für alle extra bezahlt habe, damit sie den Zustand "Wie neu" haben. ;)
Nur Stoner hat das auch wirklich erfüllt, aber gut was solls, aufs Lesen freue ich mich dennoch, meine nächste ReBuy Bestellung erfolgt aber nicht in nächster Zukunft. :D

Donnerstag, 4. Mai 2017

[Rezension] Der schwarze Thron





  • Preis: 14,99€ [D]
  • Einband: Broschiert
  • Seitenanzahl: 448
  • Verlag: Penhaligon
  • Autor/in: Kendare Blake
  • Übersetzer/in: Charlotte Lungstrass-Kapfer
  • ISBN:  978-3-7645-3144-7






Sie sind Schwestern,Drillinge, jede von ihnen möchte auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, denn wenn sie den Kampf um die Krone verlieren, bedeutet es den Tod.
Katharine, Arsinoe und Mirabella sind entfernt voneinander aufgewachsen mit den festen Wissen, eines Tages ihre Schwestern umzubringen. Die Zeit rückt näher, jede von ihnen hat eine eigene Gabe, Katharine ist die Giftmischerin, Arsinoe die Naturbegabte und Mirabella die Elementwandlerin, jede Gabe kann den Sieg bringen, sofern man sie auch gut genug beherrscht..

 Ich finde das Cover unhemlich toll, es hat natürlich etwas sehr schlichtes aber ich finds einfach nur sehr schön gemacht, vor allem wenn man dann noch das Cover des 2. Teil hinzuzieht, denn dann ist das Bild komplett und ich finde es immer toll wenn Band 1 und 2 (und jede weitere Fortsetzung) ein Bild zusammen ergeben. :)

Dank der Blogger Aktion zum Buch konnte ich es schon vor dem ET lesen, wofür ich unheimlich dankbar bin, denn sofort als ich den Klappentext gelesen habe war mir klar, das musst du einfach haben. Ich liebe Fantasy in denen Frauen starke Rollen verkörpern und die Führung eines landes übernehmen und dass, die Schwestern sich gegenseitig umbringen müssen um den Thron zu besteigen, ist eine so grausame aber auch fantastische Idee! :D

Ich war sehr gespannt darauf wie die drei Königinnen im Buch rüberkommen würden, ob man direkt erahnen kann welche Königin für den Thron vorherbestimmt ist oder nicht. Das ist zum Glück nicht so, weil das Buch, im gleichmäßigem Rhythmus, seine Perspektive wechselt, wir begleiten also alle drei Königinnen immer wieder.
Auf der einen Seite fand ich das toll, denn dadurch bekommen sie alle ein Gesicht und sind nicht nur irgendwelche Ziele die es zu erledigen gilt. Von daher bin ich froh, dass das ganze nicht nur aus der Perspektive einer der Schwestern geschrieben ist, die ihren Aufstieg plant o.Ä.
Auf der anderen Seite baut man durch die gewählte Erzählform aber auch zu allen drei Schwestern eine Beziehung auf, womit es für mich dann auf einmal ganz schrecklich wurde zu wissen, dass zwei von ihnen sterben müssen.
Denn auch wenn ich, durch die Aktion, im Herzen eine Giftmischerin bin,  gemocht habe ich alle drei Königinnen, vor allem weil sie so unterschiedlich sind. Ich hab sie alle schnell in mein Herz geschlossen.

Was auch daran liegt, dass sich dieses Buch eine ziemlich lange Anlaufphase nimmt, manche stört das ja immer sehr, ich finde das eigentlich immer nur toll und so war dieses Buch auch am Anfang überhaupt nicht zäh für mich, denn ich fand es toll zu sehen wie unterschiedlich die drei Königinnen leben, wie unterschiedlich sie auf den Kampf vorbereitet werden und mit der Last umgehen.
Man lernt sie und ihre Umgebung erst einmal wirklich kennen und das ist etwas was ich für eine Geschichte immer wahnsinnig förderlich finde, weil gerade im Fantasy Bereich möchte ich immer so viel wissen, wenn ein*e Autor*in eine eigene Welt erschafft.
Einziges Problem hierbei, man bekommt eher Informationen aus dem hier und jetzt. Klar man erfährt natürlich wie das ganze Ablaufen wird, es gibt schließlich geregelte Zeremnoien vor dem Kampf und auch frühere Königinnen finden Erwähnung, dennoch war mir das im Bezug auf die Vergangenheit erst mal zu wenig.

Was mich auch ein wenig störte war, dass hier Liebesgeschichten mit eingeflochten werden, nichts gegen die Liebe und rein gedanklich, wenn man demnächst sterben könnte, hat man nicht das anrecht darauf sich noch einmal zu verlieben?
Aber für mich war das einfach ein Umstand den ich nicht passend fand und der mich gestört hat, weil es natürlich auch ablenkt und sich für mich manchmal einfach der Fokus auf das verlor, was für mich wirklich interessant war.

Das waren aber auch die zwei einzigen Punkte die mich persönlich etwas störten, was mir aber auch noch unheimlich gut gefallen hat war der Schreibstil, hier sind einige sehr schöne und fast poetische Sätze enthalten, die allein schon Gänsehaut bei mir verursachen konnten.
Und wenn man die Einleitung erst einmal "überwunden", entwickelt sich die Story wirklich sehr spannend und weiß durchaus mit überraschenden und originellen Momenten aufzutrumpfen, die bei mir nur das Gefühl hinterlassen haben ganz schnell weiterlesen zu wollen!

Der Schwarze Thron ist ein vielversprechender Reihenauftakt der mich von seiner Idee und seinem Potenzial, wirklich überzeugen konnte. In der Umsetzung gab es für mich ein paar Mängel, aber die haben mein Vergnügen an der Story nur kaum geschmälert. Und das Ende, lässt mich sowieso ganz hibbelig und ungeduldig werden, so dass ich dieses Buch mit einem begeisterten Gefühl beendet habe! :)